- 15.12.2006, 13:12:41
- /
- OTS0203 OTW0203
AUVA: Generalversammlung beschließt Minus-Voranschlag für 2007
Wien (OTS) - Die Generalversammlung, das oberste
Selbstwaltungsgremium der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt
(AUVA), beschloss in ihrer heutigen Sitzung den Budgetvoranschlag für
das kommende Jahr: Trotz rigoroser Einsparungen wird 2007 mit einem
Abgang von 27 Millionen gerechnet.
AUVA-Obmann Komm.-Rat Helmut Klomfar, oberster Chef des für
Arbeitsunfälle zuständigen Instituts, meint dazu: "Die finanzielle
Misere der AUVA hat zwei Hauptgründe: Zum einen die Unterdeckung beim
Kostenersatz für die Behandlung der zunehmend vielen
Freizeitunfallopfer in unseren Spitälern. Da bekommen wir von den
Krankenkassen im Schnitt nur 25 Prozent unserer Kosten ersetzt. Zum
andern müssen wir für Arbeitsunfälle, die in fremden Spitälern
behandelt werden, einen viel zu hohen Pauschbetrag zahlen. Diese
Unterdeckung und der viel zu hohe Pauschbetrag kosten die AUVA im
kommenden Jahr rund 180 Millionen Euro".
Unterstützung durch Länder notwendig
Auf Unterstützung hofft Klomfar von Seiten der Landeshauptleute,
in deren Ländern die AUVA Unfallkrankenhäuser betreibt. "Wenn sich an
der Finanzierungssituation der AUVA nichts ändert, werden wir unter
Umständen die Bettenzahl reduzieren oder ganze Spitäler schließen
müssen. Dann muss eben das Land den Versorgungsauftrag erfüllen."
Derzeit leisten die Länder keinen Zuschuss für die Behandlung von
Freizeitunfallopfern in den Spitälern der AUVA.
Verständnis erwartet sich Klomfar auch von der neuen
Bundesregierung in Sachen Pauschbetrag: "Da entspricht die
gesetzliche Regelung längst nicht mehr den Fakten. Denn während die
Zahl der stationären Behandlungstage nach Arbeitsunfällen in fremden
Spitälern um 51 Prozent zurückgegangen ist, hat sich der Pauschbetrag
um gewaltige 42 Prozent erhöht."
Unfallbilanz 2005: Erfreuliche Entwicklung
Die Generalversammlung beschloss auch den Jahresbericht 2005 und
damit auch die Unfallbilanz. Der zufolge ist die Zahl der
Schadensfälle von Erwerbstätigen gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Prozent
und die Zahl der Schadensfälle von Schülern und Studenten sogar um
4,4 Prozent zurückgegangen - und das bei einer Steigerung der
Versichertenzahl um 0,8 Prozent! "Wir nehmen unseren
Präventionsauftrag ernst. Die 2005 bundesweit durchgeführte
Sicherheitskampagne bestätigt uns in unseren Bemühungen", zeigt sich
Klomfar erfreut.
Rückfragehinweis:
AUVA, Dr. Wilfried Friedl
Adalbert-Stifter-Straße 65, 1200 Wien
Tel.: (01) 33 111-530
mailto:wilfried.friedl@auva.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAU