• 14.12.2006, 14:38:03
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Wiener Festwochen: Internationalität

Wien (OTS) - Vom 11. Mai bis 19. Juni 2007 steht Wien wieder im
Zeichen der Festwochen und damit internationaler Theater- und
Musikereignisse, aber auch verschiedener Kulturprojekte mit lokalen
Bezügen. Ensembles aus 20 Ländern sorgen mit 41 Produktionen und 202
Vorstellungen, darunter 24 internationale Premieren, sieben
Neuproduktionen, drei Uraufführungen und zwei Auftragswerke für
Vielfalt in jeder Hinsicht. Generell sei das Programm, so Luc Bondy
bei der Präsentation am Donnerstag, dem Prinzip des "Homo ludens"
verpflichtet, dem Entertainment, das durchaus Tiefe bei Stoff und
theatralischer Auseinandersetzung erlaube. Höhepunkte versprechen
unter anderem in der Musikschiene die Aufführung von Janáceks "Aus
einem Totenhaus" im Theater an der Wien, die erstmals nach dreißig
Jahren wieder eine Zusammenarbeit von Patrice Chéreau und Pierre
Boulez bringt, sowie "König Lear" am Burgtheater mit Gert Voss in der
Titelrolle und Arbeiten von Peter Zadek, Frank Castorf, Lemi
Ponifasio, und vielen anderen Theatermachern der deutschsprachigen
und internationalen Szene. Nach dem Erfolg im Vorjahr wird die Reihe
"Into the City" wieder für Wien-bezogene überraschende
Konfrontationen mit dem Stadtleben sorgen, "forumfestwochen" begibt
sich auf die Suche nach Antworten auf die Fragen des Lebens in der
Verknüpfung von Fakten und Fiktionen.****

Musikprogramm im Zeichen Janáceks

Im Zeichen von Leos Janácek steht das Musikprogramm der
Festwochen. Neben der internationalen Koproduktion der Oper "Aus dem
Totenhaus", ab 12. Mai im Theater an der Wien, steht ein Fest für den
Komponisten in drei Teilen im Konzerthaus mit dem Klangforum Wien und
ein Konzert von Janacek und Zeitgenossen mit dem Shapiro Ensemble im
Schönberg Center auf dem Programm. Die Installation für Sänger und
Schauspieler "This is not a Love Song" von Ulrich Rasche im
Jugendstiltheater, ein Auftragswerk der Festwochen, komplettiert das
Musikangebot, das Musikdirektor Stéphane Lissner der Idee eines
"Labors der Moderne" verpflichtet sieht. Das Musikfest wird 2007 vom
Konzerthaus ausgerichtet, das eine fülle musikalischer Höhepunkte mit
Schwerpunkten bei der Musik des 20. Jahrhunderts bietet.

Shakespeare als zentrale Achse des Schauspiels

Shakespeare versteht Schauspieldirektorin Marie Zimmermann als
zentrale Achse ihres letzten Programms für die Wiener Festwochen vor
der Übersiedlung zur Ruhr-Triennale. Um diese Achse gruppiere sich
das Theater der Welt, in vielen Variationen die Geschichten des
Lebens erzählend, die auch die Helden Shakespeares schon bewegt
haben. Neben dem "Lear" im Burgtheater, Premiere am 30. Mai, "Was ihr
wollt" in der Regie von Peter Zadek , einer internationalen
Koproduktion, die ab 17. Juni im Akzent gezeigt wird, sind Lemi
Ponifasios Performance nach Shakespeares "Sturm" (ab 15. Mai in der
Halle G) und der "Zirkus der Geschichte", eine Shakespeare-Collage
über die Mechanismen der Macht (ab 21. Mai in der Halle G) aus
Belgrad Teil dieser Schiene. Weiterer Schwerpunkt:
"Literaturtheater", so die Dramatisierung des Romans "Norden" von
Louis-Ferdinand Céline in der Regie von Frank Castorf (ab 7. Juni in
der Halle E) und "Gatz" nach Scott Fitzgeralds "Der große Gatsby",
eine amerikanische Produktion in zwei Teilen, die ebenfalls in der
Halle G läuft. Das Theater der Antike kommt mit einer koreanischen
Produktion der "Troerinnen" des Euripides und einer "Odyssee" aus
Hamburg zu seinem Recht, Puppentheater, u. a. von Ronnie Burkett im
Schauspielhaus, ist ebenso vertreten wie partizipatorische Projekte,
darunter ein Wiedersehen mit dem "Familientisch"und eine
frühmorgendliche Stadtwanderung unter dem Titel "Die blaue Stunde",
sowie das Projekt "Mis-Guide - Stadtverführungen in Wien", bei dem
Stadtbewohner zur Neuentdeckung ihrer Stadt eingeladen sind und auch
Konzepte einreichen können. Zeitgenössisches Volkstheater mit
sozialer Note bietet das Grazer Theater im Bahnhof im Rabenhof mit
dem Stück "Lisa auf Zeitausgleich". "forumfestwochen" zeigt unter dem
Motto "Das Leben. Kein Traum" u.a. das Schauspiel "Der moderne Tod"
des Schweden Carl-Henning Wijkmark, das die Probleme der Demographie
abgründig zuspitzt und das "Wiener Selbstportrait" "151 Meter über
dem Meer", das sich aus Gedankensplittern von Stadtflaneuren
zusammensetzt.

"Baustellen des Lebens"

"Baustellen des Lebens" in einer sich permanent verändernden
Welt leuchtet "Into the City" aus, so im ORF-Kulturhaus mit der Reihe
"Under construction" mit Musik, Performance, Film, Radiokunst,
Theater und Vermittlung mit internationaler Beteiligung, darunter
Blixa Bargeld und "Negativland" aus USA. In weiteren Schienen werden
suburbane Zentren bei der "Mystery Tour" kurzfristig mit
Spontankonzerten belebt und ein "Imaginary Balkan" am Donaukanal mit
Zentrum Badeschiff eingerichtet: Balkanmusik gibt es, so der
ironische Zugang zum Thema, ausschließlich von Musikern aus andere
Ländern.

Schriftliche Kartenbestellungen ab sofort

Die Wiener Festwocheninformation ist unter www.festwochen.at/ im
Internet erreichbar. Das Festwochen-Service-Telefon unter 589 22 22;
Das Programmbuch mit Bestellkarte wird auf Wunsch kostenlos zugesandt

o Schriftliche Kartenbestellungen sind ab sofort bis 11. März mit  
  dieser Bestellkarte möglich                                      
  Per Fax: 589 22 49                                               
  Per E-Mail: [email protected]                            
  Online-Verkauf ab 1. Februar 2007: www.festwochen.at/

(Schluss) gab

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Dr. Martin Gabriel
Tel.: 4000/81 842
mailto:[email protected]

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