- 14.12.2006, 13:52:51
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WGKK wird neues bundesweites Competence-Center für integrierte Versorgung im Gesundheitswesen
Internationale Fachtagung "Disease Management Programme: Nutzen und Nebenwirkungen" anlässlich der Gründung
Wien (OTS) - Chronisch Kranke können oft ein Lied davon singen:
Sie müssen sich durch einen Dschungel an Zuständigkeiten,
Gesundheitseinrichtungen und Expertenmeinungen schlagen, um am Ende
doch oft nur suboptimal medizinisch versorgt zu sein. "Das Problem
ist nicht beim einzelnen Arzt oder einer einzelnen Institution zu
suchen, sondern bei der Struktur des fragmentierten österreichischen
Gesundheitswesens. Einige Beispiele: Krankenanstalten,
niedergelassene Ärzte oder Pflege- und Reha-Einrichtungen sind noch
zu wenig miteinander vernetzt. Medizinische Leistungen und Diagnosen
werden nicht einheitlich dokumentiert. Es fehlen
institutionsübergreifende Qualitätsstandards, Wirksamkeitsnachweise
von medizinischen Maßnahmen oder verbindliche, interdisziplinäre
Leitlinien zur Behandlung und Schulung eines chronisch Kranken", so
Mag. Karin Eger, Leiterin der Abteilung Vertragspartnerbeziehungen
der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK).
Zentrale Wissensdrehscheibe
Um diesem Manko abzuhelfen, wurde die Wiener Gebietskrankenkasse
vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger beauftragt, das so
genannte "Competence Center Integrierte Versorgung" (CC-IV) für ganz
Österreich einzurichten. Am Aufbau mitbeteiligt sind zudem die
Niederösterreichische Gebietskrankenkasse und Steiermärkische
Gebietskrankenkasse. Das CC-IV soll als Nahtstelle zwischen
Versicherten, Vertragspartnern, Sozialversicherungsträgern und
Gebietskörperschaften fungieren und "an zentraler Stelle Wissen
aufbauen und bündeln", erklärt Mag. Eger. Für große Patientengruppen
wie Typ-2-Diabetiker wird bereits an einem einheitlichen
Behandlungspfad - von der Prävention über Patientenschulungen bis zur
laufenden Betreuung - gearbeitet. Ein anderes Vorhaben ist etwa das
Entlassungsmanagement von Spitälern. "Wünschenswert wäre eine
optimierte Versorgung des Patienten durch
Sozialversicherungsleistungen wie Heilmittel und Heilbehelfe,
Hauskrankenpflege etc.", so Eger. Gleichzeitig bräuchten
Krankenhäuser Entlassungsmanager, die alle Anbieter im Gesundheits-
und Sozialbereich kennen (Pflege- und Reha-Einrichtungen,
Sozialdienst, niedergelassene Ärzte etc.) und bei Bedarf
koordinieren.
Vorteile der Integrierten Versorgung
Die Vorteile der CC-IV liegen auf der Hand: Patienten werden mit
ihren Fragen und Bedürfnissen nicht mehr allein gelassen. Das
Gesundheitssystem hingegen erfährt durch gezielte Managementmaßnahmen
eine Effizienzsteigerung, etwa wenn Doppelbefundungen im Spital und
bei niedergelassenen Ärzten vermieden werden können oder chronisch
Kranke schneller und besser lernen, mit ihrer Krankheit zu leben.
Internationale Fachtagung
Zur Gründung des CC-IV veranstaltet heute die Wiener
Gebietskrankenkasse das "1. Wiener Symposium Integrierte Versorgung",
bei dem namhafte Experten aus In- und Ausland aktuelle
wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema diskutieren und den
derzeitigen Stand der integrierten Versorgung in Österreich erörtern.
Rückfragehinweis:
Mag. Gabriele Pflug Wiener Gebietskrankenkasse Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01 60 122 - 2685 Mobil: 0676 8770 2119 E-Mail: [email protected] http://www.wgkk.at
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