55 Jahre: Gundel Gaukeley / Eine Hexe mit Stil und Ambitionen

Berlin (ots) -

Was für eine Hexe! Der arme Onkel Dagobert. Hat er nicht schon genug Sorgen um den Erhalt seiner Fantastilliarden? Ist sein ewiger Kampf gegen die Panzerknackerbande oder die Rivalen Mac Moneysac und Klaas Klever nicht zermürbend genug? Sein Erfinder Carl Barks war offenbar der Ansicht, dass noch etwas Salz in der Suppe fehlte und verhalf im Dezember 1951 einer neuen Figur zu ihrem ersten Auftritt in Entenhausen: Magica de Spell, der Dr. Erika Fuchs den Namen Gundel Gaukeley gab. In der Geschichte "Der Midas-Effekt" (The Midas Touch, Barks Library Spezial Onkel Dagobert Bd. 22) erscheint zum ersten Mal die Hexe Gundel Gaukeley im Bankhaus Duck und sie ist so ganz anders, als man sich bis dato Hexen landläufig vorgestellt hat. Von wegen hässlich, bucklig und voller Warzen, Gundel Gaukeley tritt im eleganten "kleinen Schwarzen" samt Henkeltäschchen auf, ist prächtig geschminkt und hat den verführerischsten Augenaufschlag seit Daisy Duck. Ihr Vorbild fand Carl Barks offenbar in Morticia A. Addams, aus der amerikanischen Cartoon-Serie "The Addams Family", doch soll auch ein wenig Bewunderung für Sophia Loren mitgespielt haben. Letzteres ist schon deshalb glaubhaft, weil Gundel Gaukeley in Italien lebt, wo sie an den Hängen des Vesuvs eine Zauberboutique für Liebestränke, Tarnkappen, Böse Blicke und Leih-Vampire betreibt. Vom ersten Tag an trachtet sie - wenn auch bis heute erfolglos - nach dem berühmten ersten Zehner von Dagobert Duck, dem lucky dime. Denn dieser fehlt noch in ihrer Sammlung von Münzen der reichsten Männer der Welt. Hätte sie alle beisammen, so könnte sie sie im glühenden Krater des Vesuvs für ein Medaillon einschmelzen, das sie reich wie Midas macht. Als Gundel bei Dagobert Duck ihre erste Aufwartung macht und als Beruf Hexe angibt, ist dieser noch keineswegs besorgt: "Wer sich für eine Hexe hält, ist von sehr, sehr schlichter Gemütsart, also harmlos". Wie sehr er sich täuscht, erfährt er auf der wilden Verfolgungsjagd an den Vesuv, wo er samt Donald und den drei Neffen Bekanntschaft mit Blitzbuff-Bomben, Schlafpulver und Gundel Gaukeleys Verwandlungskünsten macht. Doch ihre Hexenkünste sind nicht nur metaphysischer Natur, sie peppt sie gerne mit modernster Technik auf, wobei sie durchaus an leeren Batterien scheitern können. Verpuffen auch die Zaubersprüche aus ihrer Hexenbücher-Bibliothek, dann greift sie zu den Waffen der Frau und beflirtet ihre Gegner hemmungslos. Hin und wieder tut sie sich mit der Panzerknackerbande zusammen, aber ihr wichtigster Helfer ist ihr sprechender Rabe, der in Anlehnung an ein Gedicht von Edgar Allan Poe den Namen Nimmermehr (Nevermore) erhalten hat. Fast alle großen Disney-Zeichner haben sich im Laufe der Jahre der schönen Gundel angenommen und vor allem in Italien wurde sie als Amelia ein großer Star. Sie trat in Zeichentrickfilmen und in den Ducktales auf und seit 1951 sind weit über 1400 Comics und Titelbilder entstanden, in und auf denen Gundel Gaukeley zu finden ist. In Holland entstand die Geschichte "Der Geist des Grauens", die im Micky Maus Magazin Nr. 51/06 vom 12. Dezember nachzulesen ist. Mehr über Gundel erfährt man im Entenhausen-Lexikon auf www.disney.de/micky-maus-magazin Die Ehapa Comic Collection hat Band 3 der Buchserie "Heimliche Helden" Gundel Gaukeley gewidmet, mit einem ausführlichen Portrait von Wolfgang J. Fuchs. (www.ehapa-comic-collection.de) Illustrationen zum Download finden Sie auf www.ehapa.de

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