Bund muss verlässlicher Partner bleiben

Burgstaller: Bahn-Verkehrsprojekte außer Streit stellen

Salzburg (OTS) - Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zeigte sich heute, Mittwoch, 6. Dezember, erstaunt über Berichte, wonach die Österreichischen Bundesbahnen mehrere für Salzburg besonders wichtige Verkehrsprojekte in Frage stellen. "Bauprojekte wie Westbahn, Tauernstrecke oder Salzburger Hauptbahnhof dürfen nicht in Frage gestellt werden. Wer auch immer in Zukunft auf Bundesebene für Verkehr und Infrastruktur verantwortlich zeichnet, muss sicherstellen, dass der Bund ein verlässlicher Partner für Salzburg bleibt", so Burgstaller.

Projekte wie Tauern- und Westbahn seien ja nicht nur für Salzburg und Österreich sondern darüber hinaus für die gesamteuropäische Verkehrsentwicklung von herausragender Bedeutung, ergänzte die Europareferentin. Die Bundesbahnen seien als zentrales - im öffentlichen Eigentum stehendes - Infrastrukturunternehmen verpflichtet, bei der Beurteilung von Verkehrsprojekten nicht allein betriebswirtschaftliche Kriterien heranzuziehen. Beispielhaft nannte die Landeshauptfrau Argumente für Großprojekte, die für Salzburg besonders wichtig sind.

• S-Bahn: Im Nahverkehr ist das S-Bahn-Projekt ohne Zeitverzögerung inklusive Straßwalchener Ast zu Ende zu führen. Sensationelle Fahrgastzuwächse der S-Bahn zeigen, dass hier richtig investiert wird.

• Salzburger Hauptbahnhof: Der Hauptbahnhof Salzburg ist das Kernstück des S-Bahn-Netzes und so rasch wie möglich (spätestens ab 2008 nach der Fertigstellung des S-Bahn-Westastes) nach den vorliegenden, allseits akkordierten Plänen umfassend zu erneuern.

• Westbahn: Die "Magistrale" zwischen Paris und Bratislava besitzt seitens der EU höchste Priorität. Der rasche Ausbau dieser stark verkehrswirksamen europäischen Achse ist ein zentraler Standortfaktor für sämtliche dadurch erschlossen Wirtschaftsräume -darunter auch für den Zentralraum Salzburg und sein gesamtes grenzüberschreitendes Einzugsgebiet. Das Projekt "Hochleistungsstrecke Salzburg-Wels" ist daher mit einer größtmöglichen Kofinanzierung seitens der EU und abgestimmt mit Deutschland (Abschnitt München-Mühldorf-Freilassing) vorzureihen.

• Tauernbahn: Die Lawinen- und Hochwassersicherheit der Tauernbahn im Bereich Pass Lueg ist auf der Grundlage der vorliegenden Planungen (Tunnel) ohne weiteren Aufschub herzustellen. Die Planung und Errichtung der durchgehend zweigleisigen Tauernstrecke im Gasteiner Tal ist ab Bad Hofgastein in Richtung Süden (Bad Gastein) entsprechend den verkehrlichen Notwendigkeiten vorzureihen. Hier ist auch die Schienenlärmbelastung der vorrangigen Tourismusregion Gasteiner Tal zu berücksichtigen.

Burgstaller bzw. das Land werden bei den Koalitionsverhandlungen und im Anschluss daran auch auf der Grundlage eines entsprechenden Memorandums an die Bundesregierung diese prioritären Infrastruktur-Projekte, der objektive Notwendigkeit längst geklärt ist, mit dem erforderlichen Nachdruck vertreten und auch durchsetzen. Salzburg stehe geschlossen hinter diesen Vorhaben und werde sie gegenüber dem Bund auch mit Nachdruck vertreten, so Burgstaller abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
landespressebuero@salzburg.gv.at
http://www.salzburg.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SBG0001