• 06.12.2006, 13:46:59
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Bund muss verlässlicher Partner bleiben

Burgstaller: Bahn-Verkehrsprojekte außer Streit stellen

Salzburg (OTS) - Landeshauptfrau Mag. Gabi Burgstaller zeigte sich
heute, Mittwoch, 6. Dezember, erstaunt über Berichte, wonach die
Österreichischen Bundesbahnen mehrere für Salzburg besonders wichtige
Verkehrsprojekte in Frage stellen. "Bauprojekte wie Westbahn,
Tauernstrecke oder Salzburger Hauptbahnhof dürfen nicht in Frage
gestellt werden. Wer auch immer in Zukunft auf Bundesebene für
Verkehr und Infrastruktur verantwortlich zeichnet, muss
sicherstellen, dass der Bund ein verlässlicher Partner für Salzburg
bleibt", so Burgstaller.

Projekte wie Tauern- und Westbahn seien ja nicht nur für Salzburg
und Österreich sondern darüber hinaus für die gesamteuropäische
Verkehrsentwicklung von herausragender Bedeutung, ergänzte die
Europareferentin. Die Bundesbahnen seien als zentrales - im
öffentlichen Eigentum stehendes - Infrastrukturunternehmen
verpflichtet, bei der Beurteilung von Verkehrsprojekten nicht allein
betriebswirtschaftliche Kriterien heranzuziehen. Beispielhaft nannte
die Landeshauptfrau Argumente für Großprojekte, die für Salzburg
besonders wichtig sind.

• S-Bahn: Im Nahverkehr ist das S-Bahn-Projekt ohne
Zeitverzögerung inklusive Straßwalchener Ast zu Ende zu führen.
Sensationelle Fahrgastzuwächse der S-Bahn zeigen, dass hier richtig
investiert wird.

• Salzburger Hauptbahnhof: Der Hauptbahnhof Salzburg ist das
Kernstück des S-Bahn-Netzes und so rasch wie möglich (spätestens ab
2008 nach der Fertigstellung des S-Bahn-Westastes) nach den
vorliegenden, allseits akkordierten Plänen umfassend zu erneuern.

• Westbahn: Die "Magistrale" zwischen Paris und Bratislava
besitzt seitens der EU höchste Priorität. Der rasche Ausbau dieser
stark verkehrswirksamen europäischen Achse ist ein zentraler
Standortfaktor für sämtliche dadurch erschlossen Wirtschaftsräume -
darunter auch für den Zentralraum Salzburg und sein gesamtes
grenzüberschreitendes Einzugsgebiet. Das Projekt
"Hochleistungsstrecke Salzburg-Wels" ist daher mit einer
größtmöglichen Kofinanzierung seitens der EU und abgestimmt mit
Deutschland (Abschnitt München-Mühldorf-Freilassing) vorzureihen.

• Tauernbahn: Die Lawinen- und Hochwassersicherheit der
Tauernbahn im Bereich Pass Lueg ist auf der Grundlage der
vorliegenden Planungen (Tunnel) ohne weiteren Aufschub herzustellen.
Die Planung und Errichtung der durchgehend zweigleisigen
Tauernstrecke im Gasteiner Tal ist ab Bad Hofgastein in Richtung
Süden (Bad Gastein) entsprechend den verkehrlichen Notwendigkeiten
vorzureihen. Hier ist auch die Schienenlärmbelastung der vorrangigen
Tourismusregion Gasteiner Tal zu berücksichtigen.

Burgstaller bzw. das Land werden bei den Koalitionsverhandlungen
und im Anschluss daran auch auf der Grundlage eines entsprechenden
Memorandums an die Bundesregierung diese prioritären
Infrastruktur-Projekte, der objektive Notwendigkeit längst geklärt
ist, mit dem erforderlichen Nachdruck vertreten und auch durchsetzen.
Salzburg stehe geschlossen hinter diesen Vorhaben und werde sie
gegenüber dem Bund auch mit Nachdruck vertreten, so Burgstaller
abschließend.

Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at

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