- 04.12.2006, 10:47:52
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Faymann: Wohnbeihilfe für Wohngemeinschaften
Gesamt-Investitionen: Halbe Milliarde Euro für junges Wohnen
Wien (OTS) - "Insgesamt investiert die Stadt Wien pro Jahr rund
500 Mio. Euro in den Neubau oder die Sanierung von Wohnungen für
junge Menschen, die Förderung von Studentenheimplätzen und die
Direktunterstützung von Wienerinnen und Wienern unter 30. Junge
Menschen, die sich in Ausbildung oder am Beginn ihrer Berufslaufbahn
befinden, haben meist wenig Geld. Das gute Angebot am Wiener
Wohnungsmarkt, leistbare Mieten im geförderten Bereich und die
finanzielle Unterstützung bei Eigenmitteln und laufenden Kosten,
ermöglichen in Wien einen schnellen Start in die Eigenständigkeit.
Der Bereich der neuen und wiedervermieteten
Genossenschaftswohnungen steht Österreichern und gleichberechtigt
Allen, die eine gültige Aufenthaltsbewilligung haben offen, genauso
wie Wohnungen in gefördert sanierten Althäusern. Junge Wienerinnen
und Wiener können sich bereits mit 17 Jahren für eine Gemeindewohnung
vormerken lassen. Die durchschnittliche Wartezeit beträgt ein bis
zwei Jahre. Für Studierende gibt es darüber hinaus die Möglichkeit,
in einem Studentenheim zu leben. Hier fördert die Stadt Wien die
Errichtung von durchschnittlich 500 Heimplätzen pro Jahr.
Junge Menschen, die trotz Arbeit zu wenig verdienen, um die
Wohnkosten alleine tragen zu können, werden von der Stadt Wien
unterstützt. Von diesen Direktunterstützungen profitieren rund
100.000 Wiener Familien. 55.000 Haushalte beziehen Wohnbeihilfe,
45.000 nehmen ein Eigenmittelersatzdarlehen in Anspruch. Bis jetzt
war diese allerdings auf Einzelpersonen, Lebensgemeinschaften und
Familien beschränkt. Menschen, die in Wohngemeinschaften leben,
hatten bisher keinen Anspruch", erklärt Wohnbaustadtrat Werner
Faymann am Montag in einem Mediengespräch.
Ausweitung auf Wohngemeinschaften
Wohngemeinschaften sind in Wien im Wesentlichen als studentische
Wohnform bekannt. Schätzungen des Sozialberichts des
Bildungsministeriums zufolge leben rund 30.000 der Wiener
Studierenden in einer WG.
"Viele Studierende müssen, um sich ihre Ausbildung finanzieren
zu können, nebenbei arbeiten. Typische Jobs von Studentinnen und
Studenten sind eher schlecht bezahlte Teilzeitjobs. Mit
Familienbeihilfe, kleineren Unterstützungen durch die Eltern und
einem geringen eigenen Einkommen kommen die meisten von ihnen gerade
so durch. Wohngemeinschaften verteilen die Kosten auf mehrere
Personen und helfen so, Geld zu sparen", so die Vorsitzende der
Österreichischen HochschülerInnenschaft Barbara Blaha.
Mit Anfang des nächsten Jahres tritt eine Novelle des WWFSG
(Wiener Wohnbauförderungs- und Sanierungsgesetz) in Kraft. Dann haben
auch Mieterinnen und Mieter von Wohngemeinschaften die Möglichkeit,
um Wohnbeihilfe anzusuchen. Das monatliche Mindesteinkommen beträgt
1.003,72 EUR für zwei Personen, für jede weitere Person kommen 347,87
EUR dazu. Berechnungsgrundlage ist das Gesamtjahresnettoeinkommen
durch 12. Als Einkommensnachweis gelten auch regelmäßig auf ein Konto
überwiesene Zahlungen von Eltern und Großeltern.
"Arbeitende Studierende sind einer Doppelbelastung ausgesetzt.
Sie müssen sich das Geld, das sie zum Leben brauchen nicht nur
verdienen, sondern auch sehr gut einteilen. Die Stadt Wien will hier
unterstützen. Die Ausweitung der Wohnbeihilfe auf Wohngemeinschaften
ist eine wichtige Maßnahme, damit Wohnen für alle Bevölkerungsgruppen
leistbar bleibt", betonen der Wohnbaustadtrat und die ÖH-Vorsitzende.
Berechnungsbeispiele
Sanierungswohnung
o 2 Personen, (StudentInnen) mtl. Mindesteinkommen notwendig: EUR 1.003,72 (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) 75,28 m2 Wohnung, Dachgeschossausbau, allerdings nur 70 m2 wegen Haushaltsgröße anrechenbar (1 Person 50 m2, 2 Personen 70 m2) max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) für hausseitige- und wohnungsseitige Sanierungskosten = 4,57 EUR x 70 m2 = EUR 319,90 zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 70 m2 = 102,20 Wohnbeihilfe = EUR 319,90 - 102,20 = 217,70
o Wenn es sich bei den Studenten um Lebenspartner handelt und beide unter 40 Jahre alt sind gilt als anrechenbare Fläche fiktiv 85 m2, höchstens allerdings die tatsächliche Wohnnutzfläche. max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) für hausseitige- und wohnungsseitige Sanierungskosten = 4,57 EUR x 75,28 m2 = EUR 344,03 zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 75,28 m2 = 109,90 Wohnbeihilfe = EUR 344,03 - 109,90 = 234,13
o Beispiel : Allgemeine Wohnbeihilfe 3 Personen, (StudentInnen) mtl. Mindesteinkommen notwendig: EUR 1.351,60 (inkl. Urlaubs- und Weihnachtsgeld) 89 m2 Wohnung, allerdings nur 85 m2 wegen Haushaltsgröße anrechenbar (1 Person 50 m2, 2 Personen 70 m2, 3 Personen 85 m2) max. anrechenbarer Wohnungsaufwand (AWA) = 4,57 EUR x 85 m2 = EUR 388,45 zumutbarer Wohnungsaufwand (ZWA): mind. EUR 1,46 x 85 m2 = 124,10; aufgrund des Einkommens allerdings laut Zumutbarkeitstabelle EUR 180 Wohnbeihilfe = EUR 388,45 - 180 = 208,45
Studierende in Wien
117.000 der insgesamt 195.000 an Universitäten und
Kunsthochschulen ordentlich Inskribierten studieren in Wien. Das sind
60% aller österreichischen Studenten. Rund 42.000 (36%) davon kommen
aus der Bundeshauptstadt selbst, 56.000 (48%) aus den anderen
Bundesländern, 19.000 (16%) aus dem Ausland. Rund 9.000
Studienanfänger kommen pro Jahr aus den Bundesländern, 3.000 aus dem
Ausland nach Wien. Insgesamt beginnen rund 18.000 pro Jahr ihr
Studium in Wien.
83 Millionen Euro Investition in Studentenheime
Die Stadt Wien fördert laufend die Errichtung und Erhaltung von
Studentenheimen. Das ist eine wichtige Ergänzung zum Wohnbauprogramm,
die gerade Studierenden aus den Bundesländern und dem Ausland eine
kostengünstige Wohnmöglichkeit bietet. Seit 1995 wurden 37 Heime mit
5.036 Heimplätzen gefördert errichtet und mehr als 1.700 gefördert
saniert. Die Stadt hat dafür 83 Millionen Euro investiert. Insgesamt
stehen in Wien rund 12.000 Plätze zur Verfügung.
Experten-Hilfe unter 01/4000-8000
Viele Studierende finden am privaten Wohnungsmarkt eine Wohnung.
Dabei ist es wichtig, über erlaubte Provisionshöhen, allfällige
Ablöseforderungen, Befristungen und ungefähre Mietpreise so gut wie
möglich Bescheid zu wissen. Das erspart unangenehme Überraschungen.
Am Mieterhilfe-Telefon unter 4000-8000 stehen Mietrechtsexperten für
alle Fragen rund ums Wohnen zur Verfügung.
o MA 50 Wohnbeihilfe Information und Einreichung 1190 Wien, Muthgasse 62, OG 1 Telefon: 01/4000-74880 DW Öffnungszeiten: Mo, Di, Do und Fr von 08:00 - 13:00 Uhr zusätzlich Do 15:30-17:30 Uhr E-Mail: [email protected]
o Service für Studierende Rat und Hilfe Mieterhilfe-Telefon 01/4000-8000 (Mo-Fr 8-20 Uhr) o Geförderte Mietwohnungen Wohnservice Wien 2., Taborstraße 1-3 Tel.: 01/24 503-0 (Mo-Fr 8-20 Uhr) Internet: www.wohnservice-wien.at o Gemeindewohnungen Wiener Wohnen Tel.: 05/75 75 75 (Mo-So 0-24 Uhr) Internet: www.wiener-wohnen.at
o Links zur Wohnungssuche http://www.wien.gv.at/index/wohnungssuche.htm o Österreichische Hochschülerschaft Service-Line: 01/408 59 77 http://www.jobwohnen.at/?p=wohnen o Zuwandererfonds Tel: 01/795 04 122 http://www.zuwanderer-fonds.at
(Schluss) lan
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Thomas Landgraf
Tel.: 4000/81 983
mailto:[email protected]
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