Brennpunkt prekäre Jugend - internat. Symposium zieht BesucherInnen an

Wien (OTS) - 130 TeilnehmerInnen folgten der Einladung des Österreichischen Instituts für Jugendforschung (ÖIJ) zum 3. Internationalen Symposium mit dem Thema "Generation Prekär - Jugend am Übergang in die neue Arbeitswelt".

Trotz steigendem Ausbildungsniveau von Jugendlichen sind diese im Besonderen von prekären Arbeitsverhältnissen wie befristeten Arbeitsverträgen, Teilzeitbeschäftigungen oder neuer Selbständigkeit betroffen. "Im Zuge aktivierender Arbeitsmarktpolitik heißt es, jeden Job anzunehmen - unabhängig von der Höhe der Bezahlung, beruflicher Ausrichtung oder Mobilitätsanforderungen", meinte etwa Jugendforscher Andreas Walther (Universität Tübingen). Die veränderten Arbeitsmarktstrukturen betreffen zudem immer breitere Bevölkerungsschichten. Soziale Exklusion und verminderte Chancen auf Verwirklichung von Lebensperspektiven sind die Folgen. Ein kontinuierlicher beruflicher Werdegang stellt in der heutigen Arbeitswelt eher die Ausnahme als die Regel dar. Die unsicheren Arbeitsverhältnisse müssen von den jungen Menschen mit der Forderung nach lebenslangem Lernen sowie der Verwirklichung eigener Lebensziele vereinbart werden. Die neuen Rahmenbedingungen fördern die Entgrenzung zwischen Jugend und Erwachsenenwelt. Die jungen Frauen und Männer pendeln wie Yoyos zwischen Abhängigkeit und Selbständigkeit, wenn die immer wiederkehrenden Phasen von Arbeitslosigkeit von den Eltern aufgefangen werden müssen.

Der Abschlussvortrag der niederländischen Jugendforscherin Manuela du Bois-Reymond (Universität Leiden) ließ aber auch neue Wege erkennen: "Eine gute Verbindung zwischen formalen und informellen Lernprozessen kann Jugendlichen den Übergang in die Arbeitswelt erleichtern." Zusätzlich muss aber auch die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die die Jugendlichen am Arbeitsmarkt stärken, waren sich die TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Praxis einig.

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