• 04.12.2006, 10:10:51
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Brennpunkt prekäre Jugend - internat. Symposium zieht BesucherInnen an

Wien (OTS) - 130 TeilnehmerInnen folgten der Einladung des
Österreichischen Instituts für Jugendforschung (ÖIJ) zum 3.
Internationalen Symposium mit dem Thema "Generation Prekär - Jugend
am Übergang in die neue Arbeitswelt".

Trotz steigendem Ausbildungsniveau von Jugendlichen sind diese im
Besonderen von prekären Arbeitsverhältnissen wie befristeten
Arbeitsverträgen, Teilzeitbeschäftigungen oder neuer Selbständigkeit
betroffen. "Im Zuge aktivierender Arbeitsmarktpolitik heißt es, jeden
Job anzunehmen - unabhängig von der Höhe der Bezahlung, beruflicher
Ausrichtung oder Mobilitätsanforderungen", meinte etwa Jugendforscher
Andreas Walther (Universität Tübingen). Die veränderten
Arbeitsmarktstrukturen betreffen zudem immer breitere
Bevölkerungsschichten. Soziale Exklusion und verminderte Chancen auf
Verwirklichung von Lebensperspektiven sind die Folgen. Ein
kontinuierlicher beruflicher Werdegang stellt in der heutigen
Arbeitswelt eher die Ausnahme als die Regel dar. Die unsicheren
Arbeitsverhältnisse müssen von den jungen Menschen mit der Forderung
nach lebenslangem Lernen sowie der Verwirklichung eigener Lebensziele
vereinbart werden. Die neuen Rahmenbedingungen fördern die
Entgrenzung zwischen Jugend und Erwachsenenwelt. Die jungen Frauen
und Männer pendeln wie Yoyos zwischen Abhängigkeit und
Selbständigkeit, wenn die immer wiederkehrenden Phasen von
Arbeitslosigkeit von den Eltern aufgefangen werden müssen.

Der Abschlussvortrag der niederländischen Jugendforscherin Manuela
du Bois-Reymond (Universität Leiden) ließ aber auch neue Wege
erkennen: "Eine gute Verbindung zwischen formalen und informellen
Lernprozessen kann Jugendlichen den Übergang in die Arbeitswelt
erleichtern." Zusätzlich muss aber auch die Politik Rahmenbedingungen
schaffen, die die Jugendlichen am Arbeitsmarkt stärken, waren sich
die TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Praxis einig.

Rückfragehinweis:
Österreichisches Institut für Jugendforschung
Reinhard Zuba
Tel.: +43 1 2147881-17
mailto:[email protected]
http://www.oeij.at

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