- 30.11.2006, 13:56:20
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RFS-Schandl: SP/VP-Menschenhatz auf Burschenschafter stoppen!
Forderung nach Verbot von Burschenschaften ist diktatorische Willkür
Wien (OTS) - Gernot Schandl, der Mandatar des Rings Freiheitlicher
Studenten (RFS) in der ÖH-Bundesvertretung, spricht sich entschieden
gegen die Forderung der steirischen SPÖ aus, Burschenschaften zu
verbieten. "Schon unter Metternich wurden über die für
Meinungsfreiheit und Demokratie kämpfenden Burschenschafter
Berufsverbote verhängt und die Burschenschaften verboten", erinnert
Schandl. "Der SPÖ-Landtagsabgeordnete Schwarz dürfte sich diesen
ersten Diktator Deutschlands zum Vorbild genommen haben!" mutmaßt er,
und rät ihm mit den Worten von Bruno Kreisky: "Lernens Geschichte!".
Denn, so Schandl, schon die Gründerväter des Sozialismus und später
der Sozialdemokratie waren in schlagenden Verbindungen. "Karl Marx
und Ferdinand Lasalle, Engelbert Pernerstorfer und Viktor Adler, sie
alle haben Mensuren gefochten!" An Johannes Schwarz richtet Schandl
die Frage: "Was hätten die korporierten Gründerväter der
Sozialdemokratie zu dieser diktatorischen Forderung gesagt?"
Die ÖVP ist, so Schandl, in diesem Zusammenhang um nichts besser:
"Die Ankündigung von Bundesministerin Elisabeth Gehrer,
Universitätsrat Dr. Pendl aufgrund seiner politischen Überzeugung
abzuberufen, erinnert an die Zeit des Ständestaates, aber nicht an
eine demokratische Republik." Das seit dem Wahlerfolg der FPÖ wieder
in Mode gekommene Verächtlichmachen von Burschenschaftern wird laut
Schandl nur von einem übertroffen: "Personen aufgrund ihrer
Mitgliedschaft bei einer Burschenschaft aus ihren Ämtern zu
entfernen, schaffte selbst Metternich nur kurzzeitig. Die ÖH der Uni
Wien ist sich nicht zu schade, diese Forderung erneut zu stellen."
Der Bundesobmann des RFS, Christoph Völk, sagt zur Mensur: "Ein
Verletzungsrisiko existiert bei zahlreichen Sportarten. Die Mensur
ist keine Erfindung der heutigen Zeit. Sie nach 200 Jahren auf einmal
für sittenwidrig zu erklären, wäre reine Willkür." Zum Kommentar des
Grazer Strafrechtsprofessors Peter Schick sagt Völk: "Beim Fußball
geht man das Risiko ein, bei einem Bänderriss ein Leben lang auf
Krücken zu gehen. Beim Boxen kann man das Augenlicht verlieren. Beim
Fechten ist man an allen wichtigen Stellen geschützt, was soll daran
sittenwidrig sein?"
An die SPÖ richtet er folgende Frage: "Was wird die SPÖ als nächstes
für sittenwidrig erklären, um auch nichtschlagende Verbindungen wie
MKV und CV verbieten zu können?" Völk kritisiert außerdem die
Forderung der SPÖ-Steiermark, das Verbotsgesetz so zu ändern, dass
man damit Burschenschaften verbieten kann: "Diese Vorgehensweise ist
schäbig! Eine reine Anlassgesetzgebung!" Völk erinnert an den Zweck
des Verbotsgesetzes: "Das Verbotsgesetz wurde geschaffen, um
NS-Organisationen zu verbieten. Es auf Vereine auszuweiten, die seit
200 Jahren bestehen, ist reine Willkür und eines Rechtsstaats nicht
würdig."
Rückfragehinweis:
Ring Freiheitlicher Studenten
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