RFS-Schandl: SP/VP-Menschenhatz auf Burschenschafter stoppen!

Forderung nach Verbot von Burschenschaften ist diktatorische Willkür

Wien (OTS) - Gernot Schandl, der Mandatar des Rings Freiheitlicher Studenten (RFS) in der ÖH-Bundesvertretung, spricht sich entschieden gegen die Forderung der steirischen SPÖ aus, Burschenschaften zu verbieten. "Schon unter Metternich wurden über die für Meinungsfreiheit und Demokratie kämpfenden Burschenschafter Berufsverbote verhängt und die Burschenschaften verboten", erinnert Schandl. "Der SPÖ-Landtagsabgeordnete Schwarz dürfte sich diesen ersten Diktator Deutschlands zum Vorbild genommen haben!" mutmaßt er, und rät ihm mit den Worten von Bruno Kreisky: "Lernens Geschichte!". Denn, so Schandl, schon die Gründerväter des Sozialismus und später der Sozialdemokratie waren in schlagenden Verbindungen. "Karl Marx und Ferdinand Lasalle, Engelbert Pernerstorfer und Viktor Adler, sie alle haben Mensuren gefochten!" An Johannes Schwarz richtet Schandl die Frage: "Was hätten die korporierten Gründerväter der Sozialdemokratie zu dieser diktatorischen Forderung gesagt?"

Die ÖVP ist, so Schandl, in diesem Zusammenhang um nichts besser:
"Die Ankündigung von Bundesministerin Elisabeth Gehrer, Universitätsrat Dr. Pendl aufgrund seiner politischen Überzeugung abzuberufen, erinnert an die Zeit des Ständestaates, aber nicht an eine demokratische Republik." Das seit dem Wahlerfolg der FPÖ wieder in Mode gekommene Verächtlichmachen von Burschenschaftern wird laut Schandl nur von einem übertroffen: "Personen aufgrund ihrer Mitgliedschaft bei einer Burschenschaft aus ihren Ämtern zu entfernen, schaffte selbst Metternich nur kurzzeitig. Die ÖH der Uni Wien ist sich nicht zu schade, diese Forderung erneut zu stellen."

Der Bundesobmann des RFS, Christoph Völk, sagt zur Mensur: "Ein Verletzungsrisiko existiert bei zahlreichen Sportarten. Die Mensur ist keine Erfindung der heutigen Zeit. Sie nach 200 Jahren auf einmal für sittenwidrig zu erklären, wäre reine Willkür." Zum Kommentar des Grazer Strafrechtsprofessors Peter Schick sagt Völk: "Beim Fußball geht man das Risiko ein, bei einem Bänderriss ein Leben lang auf Krücken zu gehen. Beim Boxen kann man das Augenlicht verlieren. Beim Fechten ist man an allen wichtigen Stellen geschützt, was soll daran sittenwidrig sein?"
An die SPÖ richtet er folgende Frage: "Was wird die SPÖ als nächstes für sittenwidrig erklären, um auch nichtschlagende Verbindungen wie MKV und CV verbieten zu können?" Völk kritisiert außerdem die Forderung der SPÖ-Steiermark, das Verbotsgesetz so zu ändern, dass man damit Burschenschaften verbieten kann: "Diese Vorgehensweise ist schäbig! Eine reine Anlassgesetzgebung!" Völk erinnert an den Zweck des Verbotsgesetzes: "Das Verbotsgesetz wurde geschaffen, um NS-Organisationen zu verbieten. Es auf Vereine auszuweiten, die seit 200 Jahren bestehen, ist reine Willkür und eines Rechtsstaats nicht würdig."

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