• 30.11.2006, 09:00:00
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Musikfilm-Star Dora Komar verstorben - BILD

Dora Komar, einer der bekanntesten Film- und Opernstars der dreißiger und vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts, ist im 93. Lebensjahr verstorben. Foto: Wien-Film, aus dem Film "Wiener Mädeln"

Wien (OTS) - Dora Komar, einer der bekanntesten Film- und
Opernstars der dreißiger und vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts,
ist im 93. Lebensjahr verstorben. Dora Komar hatte Hauptrollen in
Musikfilmen mit Johannes Heesters, Hans Moser, Paul Hörbiger, Leo
Slezak, Curd Jürgens und Willi Forst gespielt.

Zu ihren bekanntesten Filmen gehörten "Operette" (mit Willi Forst,
Paul Hörbiger und Leo Slezak, 1940), "Immer nur DU!" (mit Johannes
Heesters und Paul Kemp, 1941), die Komödie "Karneval der Liebe" (mit
Hans Moser, Axel von Ambesser, Johannes Heesters, 1943) sowie "Glück
unterwegs" (mit O.W. Fischer, Gustav Waldau und Paul Kemp, 1944) und
der erste Farbfilm "Wiener Mädeln" (mit Willi Forst, Hans Moser,
Judith Holzmeister, 1944).

Dora Komar - ihr bürgerlicher Name war Dorothea Komarek - wurde am
18. April 1914 in Wien als Tochter einer Bürgerfamilie geboren. Sie
wurde an der Wiener Staatsoper zur Balletttänzerin ausgebildet, nahm
zusätzlich Gesangstunden und wirkte von 1934 bis 1945 als Soubrette
an der Wiener Staatsoper. Hier begeisterte sie das Publikum unter
anderem in der "Verkauften Braut", der "Hochzeit des Figaro",
"Zauberflöte" und "Entführung aus dem Serail".

1941 heiratete sie den Berliner UFA-Filmproduzenten Dr. Hans
Leopold Somborn, der 1936 gemeinsam mit Willi Forst eine
Filmproduktionsgesellschaft gegründet hatte.

Nach dem Krieg übersiedelte die Familie 1946 mit ihren drei Söhnen
nach Rio de Janeiro, wo Dora Komars Mann seinem erlernten Beruf als
Rechtsanwalt und Berater deutscher Firmen nachging. Dora Komar trat
noch in den fünfziger Jahren in der Oper in Rio de Janeiro mit
Liederabenden (Mozart, Strauß, Lehar, Schubert) auf.

Mitte der siebziger Jahre kehrte das Ehepaar nach Wien zurück. Den
Lebensabend verbrachte Dora Komar in Wien sowie bei ihrem jüngsten
Sohn in Lissabon, wo sie am 22. November 2006 verstarb.

Historischer Zeitungsartikel: "Botschafterin österreichischer
Musik", Neue Illustrierte Wochenschau, Sonntag, 19. April 1953, über
das Leben von Dora Komar in Brasilien. Den Artikel übermittelt Ihnen
auf Wunsch gerne Bauer PR.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

L. Raoul Somborn 
   Tel.: ++351 91 727 72 32
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