- 25.11.2006, 12:24:20
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Haubner: Grundsicherung ist auch ein Mindestlohn von 1.000 Euro
Wien (OTS) - In der aktuellen Diskussion zwischen SPÖ und ÖVP im
Bereich einer Grundsicherung vermisst Sozialministerin Ursula Haubner
eine Diskussion um einen Mindestlohn. "Eine Grundsicherung beginnt
vor allem damit, dass Menschen die in Vollzeit arbeiten, von dieser
Arbeit auch leben können. Daher ist ein anständiges Einkommen für
anständige Arbeit eine Grundvoraussetzung". Haubner fordert die
Sozialpartner auf, im Zuge der laufenden
Kollektivvertragsverhandlungen, endlich einen Mindestlohn von 1.000
Euro netto für Vollzeitarbeit zu beschließen. "Es kann nicht sein,
dass ein arbeitsfreies Grundeinkommen verlangt wird, aber viele
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Vollzeitarbeit unter 1.000 Euro
netto verdienen. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?", fragt sich
Haubner. Gerade Frauen seien hier akut von Armut gefährdet, betont
Haubner, die erneut eine Vereinheitlichung der Sozialhilfe fordert
und sich für eine bedarfsorientierte Lebenssicherung ausspricht, die
nach sozialer Verantwortung gestaffelt werden soll.
Österreich stehe wirtschaftlich sehr gut da, aber wenn es darum geht,
die Kaufkraft im Inland zu erhalten, müssen die Menschen auch
vernünftig verdienen. "Ich bin mir aber sicher, dass auch die
Wirtschaft dieses Anliegen eines Mindestlohnes unterstützt, denn laut
Wirtschaftskammer "geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut",
so Haubner abschließend.
Rückfragehinweis:
BMSG - Bundesministerin Ursula Haubner
Pressesprecher Heimo Lepuschitz
Tel.: 0664 825 77 78
mailto:heimo.lepuschitz@bmsg.gv.at
http://www.bmsg.gv.at
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