Erfolgsstory der Golfstaaten wie eine Geschichte aus 1000 und einer Nacht

Exportzuwächse in die Staaten der Golfregion zwischen 46 und 78 Prozent - Schenz: Potential aber noch lange nicht ausgeschöpft

Wien (OTS) - "Die Märkte Mittel und Osteuropas sind die Märkte des ‚heute’, die Märkte der Zukunft liegen in der Golfregion", sagte WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe "Horizonte: The Markets of the Future" zum Thema "Die Golfstaaten - Schlaraffenland gebaut auf Sand?". Vor allem die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.) haben sich zu einem der beliebtesten Tummelplätze von Wirtschaftstreibenden aus aller Welt entwickelt.

Schenz: "Toleranz, Gastfreundschaft, eine liberale Wirtschaftspolitik und natürlich die unglaublich rasante wirtschaftliche Entwicklung im Allgemeinen machen die V.A.E. wie auch die anderen Golfstaaten zum internationalen Magneten." Schenz wies darauf hin, dass nicht nur die Region selbst boome, "auch die bilateralen Handelsbeziehungen mit den Golfstaaten laufen hervorragend." Das Exportvolumen in die Region machte in den ersten acht Monaten 2006 716 Mio. Euro aus und die Zuwachsraten sind gigantisch: Exporte nach Saudi-Arabien +78,3%, nach Kuwait +46,6%, nach Katar +58,9%, nach Oman +52% und in die V.A.E. +54,8%. Schenz:
"Für die österreichische Exportwirtschaft ist es die Region mit den stärksten Zuwächsen und es boomt dort in allen Bereichen - nicht nur in der Ölindustrie."

"Die Erfolgsstory der V.A.E. ist eine Geschichte wie aus 1000 und einer Nacht", meinte Abdulla Bin Ahmed Al Saleh, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium der V.A.E. Seit der Unabhängigkeit vor 35 Jahren habe sich so viel verändert, dass ein Besucher von damals, heute nichts wieder erkennen würde. Al Saleh: "Unser Erfolg ist aber nicht alleine auf Öl und Gas aufgebaut - wir haben mehr." Die Ölwirtschaft trägt "nur" 27% zum BIP bei. Neben dem Ölsektor sind Petrochemie, Schiffbau, Logistik, Transportgewerbe, Aluminiumproduktion und der Tourismus die bestimmenden Faktoren. "Dubai machte eine Entwicklung vom Fischerdorf zur Weltmetropole durch", ergänzte Jamal Majid Bin Thaniah (Vorstandsdirektor Ports&Free Zone World Dubai). Eine Meinung, der sich auch Herbert Stepic, Vorstandsvorsitzender von Raiffeisen International, in seiner Funktion als Präsident der Österreichisch-Arabischen Handelskammer anschloss: "Mich beeindruckt vor allem, was hier abseits des Ölsektors passiert. Hier kann man ohne Einschränkungen investieren, die Banken funktionieren, es gibt keine Steuerlast und es herrscht ein angenehmes liberales Wirtschaftsklima." Die Region habe noch unglaubliches Wachstumspotential und "ist derzeit die größte Baustelle der Welt", so Stepic abschließend. An der von Hannelore Veit (ORF) geführten Podiumsdiskussion nahmen weiters Delia Meth-Cohn (Editorial Director, Economist Intelligence Unit CEEMEA), Dennis Lems (Architekt mit Großprojekten in den Golf-Staaten) und Wolfgang Penzias (österreichischer Handelsdelegierter in Abu Dhabi) teil. (BS)

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