Motz: Österreichisches Hochspannungsnetz muss rasch ausgebaut werden

Versorgungssicherheit muss trotz steigendem Stromverbrauch sichergestellt sein

St. Pölten, (SPI) - Anfang November machte ein weitflächiger Netzzusammenbruch Schlagzeilen. Im gesamten zusammen geschalteten Netz von Portugal bis Polen und von Dänemark bis Griechenland kam es zu Stromausfällen. In Österreich waren 50.000 Haushalte ohne Strom. "Eine geschlossene 380 kV-Ringleitung in Österreich hätte diese Ausfälle weitgehend verhindert. Denn vor allem die immer noch bestehenden Lücken in der Steiermark und in Salzburg haben dazu geführt, dass eine europaweite Trennungslinie im Stromnetz quer durch Österreich verlaufen ist, wodurch sich wichtige Hochspannungsleitungen in Niederösterreich automatisch abgeschaltet haben. Dies zeigt, dass das österreichische Hochspannungsnetz eine Schwachstelle im europäischen Netzverbund darstellt. Wäre diese Störung an einem Werktag passiert, hätte das mit Sicherheit zu einem europaweiten Total-Blackout geführt", so der Energiesprecher der SPNÖ, LAbg. Mag. Wolfgang Motz. ****

"Es ist unverantwortlich, wenn von manchen behauptet wird, dass dieses Ereignis beweise, wie wichtig eine dezentrale Energieversorgung sei. Die Einspeisung alternativer Energieformen, wie Wind- oder Sonnenenergie, hat nichts mit regionaler Energieautarkie zu tun. Ökostrom ist eine sinnvolle Ergänzung, aber bestimmt kein Ersatz für fehlende Hochspannungsleitungen", so Motz weiter. "In Österreich steigt der Stromverbrauch um rund 2 bis 3 Prozent im Jahr! Daher hat sich die Energiepolitik vor allem auf die Verbesserung der Infrastruktur und auf die Gewährleistung rascherer Genehmigungsverfahren zu konzentrieren. Die Versorgungssicherheit muss jedenfalls gewährleistet sein, schließlich würde ein österreichweites Blackout nicht nur das tägliche Leben massiv negativ beeinträchtigen, sondern auch nach seriösen Berechnungen enormen volkswirtschaftlichen Schaden in der Höhe von 40 bis 60 Millionen Euro pro Stunde anrichten", so Mag. Motz abschließend.
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