FORMAT: Österreich Drehscheibe in der Siemens-Schmiergeldaffäre

Razzia bei Wiener Firma Krhoma Handels GmbH, Geldbewegungen in Höhe von siebzig Millionen Euro von Innsbrucker Bankkonto nach Italien und Nigeria

Wien (OTS) - Österreich ist offenbar der Angelpunkt in der Siemens-Schmiergeldaffäre. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. So wurden bei der Razzia am 15. November die Büroräumlichkeiten der Wiener Krhoma Handels GmbH durchforstet und brisante Akten beschlagnahmt. Hinter Krhoma steckt die Trans National Holdings Group Ltd. mit Sitz im karibischen Steuerparadies Virgin Islands. Deren Interessen nimmt der Italiener Paolo Floriani von Lugano in der Schweiz aus wahr.

Die Schmiergeld-Affäre wurde von Italien aus ins Rollen gebracht. Der Bozener Staatsanwalt Cuno Tarfusser fand verdächtige Konten in Puerto Rico, die über London und Guernsay nach Tirol führten. Über ein Konto der Raiffeisenbank Innsbruck sollen Ende der 90er Jahre 130 bis 140 Millionen D-Mark geflossen sein. Tarfusser vermutet, dass Siemens-Manager über das Konto Schmiergelder zahlen ließen, um unter anderem den Zuschlag für eine Tochter des italienischen Telekomunternehmens Stet zu bekommen. Auch in Nigeria sollen "Top-Leute" geschmiert worden sein.

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