• 23.11.2006, 09:35:09
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FORMAT: Österreich Drehscheibe in der Siemens-Schmiergeldaffäre

Razzia bei Wiener Firma Krhoma Handels GmbH, Geldbewegungen in Höhe von siebzig Millionen Euro von Innsbrucker Bankkonto nach Italien und Nigeria

Wien (OTS) - Österreich ist offenbar der Angelpunkt in der
Siemens-Schmiergeldaffäre. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin
FORMAT in seiner aktuellen Ausgabe. So wurden bei der Razzia am 15.
November die Büroräumlichkeiten der Wiener Krhoma Handels GmbH
durchforstet und brisante Akten beschlagnahmt. Hinter Krhoma steckt
die Trans National Holdings Group Ltd. mit Sitz im karibischen
Steuerparadies Virgin Islands. Deren Interessen nimmt der Italiener
Paolo Floriani von Lugano in der Schweiz aus wahr.

Die Schmiergeld-Affäre wurde von Italien aus ins Rollen gebracht. Der
Bozener Staatsanwalt Cuno Tarfusser fand verdächtige Konten in Puerto
Rico, die über London und Guernsay nach Tirol führten. Über ein Konto
der Raiffeisenbank Innsbruck sollen Ende der 90er Jahre 130 bis 140
Millionen D-Mark geflossen sein. Tarfusser vermutet, dass
Siemens-Manager über das Konto Schmiergelder zahlen ließen, um unter
anderem den Zuschlag für eine Tochter des italienischen
Telekomunternehmens Stet zu bekommen. Auch in Nigeria sollen
"Top-Leute" geschmiert worden sein.

Rückfragehinweis:
Format Wirtschaft
Tel.: (01) 217 55/4138 Vergil Siegl

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