• 22.11.2006, 14:01:14
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Winkler: "Gemeinsame Konzepte für eine bessere Zukunft"

Staatssekretär Hans Winkler bei der EU-Afrikanischen Ministerkonferenz zu Migration und Entwicklung

Wien (OTS) - "Ein offener und ehrlicher Dialog über Migration und
Entwicklung, sowie eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen
der EU und Afrika sind heute wichtiger denn je. Verlust der
Existenzgrundlage und Aussichtslosigkeit, Not und Armut, Konflikte in
einem Land oder einer Region, sowie Naturkatastrophen haben auch
Auswirkungen auf die benachbarten Länder und somit auch auf Europa",
sagte Staatssekretär Hans Winkler bei der Ministerkonferen zu
Migration und Entwicklung zwischen der EU und der Afrikanischen Union
in Tripolis.

"Die EU und Afrika verfolgen mit Nachdruck das gemeinsame Ziel,
weitere humanitäre Katastrophen zu verhindern und bestehende Probleme
nachhaltig zu beseitigen. Nur ein umfassender Ansatz und konkrete
Anstrengungen auf globaler, nationaler sowie regionaler Ebene werden
es uns ermöglichen, die Wurzeln von Migration zu bekämpfen,
Menschenhandel und illegale Migration zu unterbinden und eine Basis
für eine bessere Zukunft in den Heimatländern vieler Menschen zu
schaffen", betonte der Staatssekretär. "Bereits getroffene
Entscheidungen müssen umgesetzt und der Dialog mit den afrikanischen
Staaten, der Afrikanischen Union sowie mit den zahlreichen regionalen
Organisationen ausgeweitet und miteinander in Einklang gebracht
werden", so Winkler weiter.

"Nachhaltige Entwicklung kann ohne Sicherheit und Stabilität nicht
erfolgen. Sicherheit und Frieden, good governance, wirtschaftliche
Entwicklung und Beschäftigung, aber auch Erziehung und Umweltschutz
stehen in enger Wechselwirkung zu Migration. Nur ein ganzheitlicher
Ansatz, der neben Sicherheitsfragen auch die
Entwicklungszusammenarbeit umfasst, kann auf Dauer zu Verbesserungen
führen", unterstrich der Staatssekretär. "Besonderes Augenmerk müssen
wir auch auf den Schutz und die Einhaltung der Menschenrechte,
insbesondere den Schutz der Frauen und Kinder legen. Jeder Mensch
muss die Möglichkeit haben, seine Rechte wahrzunehmen und zu
verteidigen, um unmenschlichen und erniedrigenden Handlungen zu
entkommen."

Ende 2005 verabschiedete der Europäische Rat eine Afrika-Strategie
der EU, deren Ziel die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in
Afrika ist. Die Strategie begegnet dem afrikanischen Kontinent als
Einheit, spannt den Bogen über bestehende regionale Abkommen und
stellt die verschiedenen Afrika betreffenden Strategien und Politiken
der EU in einen Gesamtzusammenhang. Der Dialog zwischen Europa und
Afrika ist der notwendige Rahmen für die Zusammenarbeit auf
regionaler und bilateraler Ebene. Der bisherige Höhepunkt der
regionalen Zusammenarbeit war die Euro-Afrikanische Ministerkonferenz
im Juli 2006 in Rabat, die das Ziel verfolgte, die Auswirkungen
unkontrollierter Migrationsströme durch praktische Maßnahmen zu
lindern und die bestehende Situation zu verbessern. Bereits unter dem
österreichischen Ratsvorsitz im ersten Halbjahr 2006 wurden
zahlreiche Anstrengungen unternommen, die biregionalen Kontakte
zwischen der EU und der Afrikanischen Union in Migrationsfragen
voranzutreiben.

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