- 22.11.2006, 13:21:45
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VP-Kenesei zu EM 08: Wien darf nicht zur "Würstelstandkolonie" verkommen
Forderung nach Aufhebung der Ladenöffnungszeiten und Sperrstundenverordnung
Wien (VP-Klub) - LAbg. Günter Kenesei, Gemeinderat der ÖVP Wien,
hofft für die EM 08 auf eine bessere Performance, als sie die Stadt
Wien bis jetzt vorgezeigt hat: "Bisher tümpelt die Stadt Wien bei der
EM 08 gemächlich dahin, obwohl noch mehr als genug zu tun ist. Unter
anderem ist es an der Zeit, über die Aufhebung der
Ladenöffnungszeiten und die Sperrstunden während der drei Wochen EM
zu diskutieren, ebenso wie über die fehlenden Kapazitäten der
Campingplätze in Wien, ein Verkehrskonzept und einen
Gesamtkostenplan", sieht Kenesei dringenden Handlungsbedarf.
"Wien darf nicht zur ’Würstelstandkolonie’ verkommen", warnt Kenesei
die Wiener SPÖ davor, lediglich mobile Stände zur Verpflegung der
Massen an Fans in der Stadt aufzustellen. Bei der WM in Deutschland
zeigte sich, dass die Aufhebung der Sperrstundenverordnung sowie der
Ladenöffnungszeiten eine absolut notwendige und positive Maßnahme
war. Für Kenesei ist es ein Muss, darüber zu diskutieren.
Gesamtkostenplan inklusive Rückbaukosten
"Wir brauchen eine Gesamtkostenaufstellung. Es ist zu befürchten,
dass weitere Kosten auf uns zukommen - auch noch nach der EM 08 durch
zahlreiche Wiederherstellungs- oder Rückbauten einiger Flächen ums
Happel Stadion", so die zentrale Forderung Keneseis im Zuge der
neuerlichen Aufstockung des Budgets im heutigen Gemeinderat.
Durchgehende Öffis
Für Kenesei war das Verkehrskonzept bis jetzt nicht mehr als eine
Farbenübung des SP-Verkehrsstadtrates: "Es wird Zeit, auch mit den
Wiener Linien über die Notwendigkeit eines durchgehenden Fahrplanes
zu reden. Die Massen werden ohne verkürzter Intervalle und
vierundzwanzigstündigem Betrieb sonst kaum bewältigbar sein."
Nein zum Rathausplatz als Fanmeile
Der Idee der Wiener SPÖ, den Rathausplatz als Hauptaustragungsort zu
wählen, kann der VP-Gemeinderat nichts abgewinnen: Er warnt vor dem
Rathausplatz, der weder die Kapazität für die bis zu 100.000
Zuschauer hat, noch für Sicherheitskräfte überschaubar ist. Auch die
damit zusammenhängende Sperre des Ringes wäre fatal. "Der Heldenplatz
ist und bleibt der beste Austragungsort für die tausenden Fans", so
Kenesei.
Der VP-Gemeinderat macht darauf aufmerksam, dass die Zeit schneller
vergeht, als man denkt. Alle, die von der EM 08 partizipieren, müssen
sich nun damit auseinandersetzen und endlich Schritte setzen, wie die
Österreichwerbung, die Tourismusindustrie, die Wiener Linien, die
Wirtschaftstreibenden und vor allem die bisher träge Stadt Wien.
"Um den Umbau des Stadions mache ich mir die wenigsten Sorgen. Doch
wenn die Umsetzung wie in den letzten zwei Jahren weiterhin so
langsam und unkoordiniert von statten geht, dann sollten wir uns
große Sorgen machen", schließt Kenesei.
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