• 19.11.2006, 10:03:29
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ÖAMTC: Für Autofahrer sind Glühwein, Punsch & Co tabu

Advent- und Weihnachtszeit im Straßenverkehr besonders "alkoholträchtig"

Wien (OTS) - Die Weihnachtsmarkt- und Punschsaison beginnt und
lädt zu einem wärmenden Umtrunk in der kalten Jahreszeit ein. "Für
Autofahrer heißt es aber zu Glühwein, Punsch & Co besser 'Nein danke'
zu sagen", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Alleine im
November und Dezember des Vorjahres gab es auf Österreichs Straßen
411 Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol mit im Spiel war. Dabei wurden
elf Menschen getötet und 572 verletzt.

"Gerade in der Vorweihnachtszeit führt die Exekutive deshalb
vermehrt Alkoholkontrollen durch. Mit dem Einsatz der
Alkohol-Vortestgeräte steigt auch die Kontrolldichte", weiß die
ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Verstärkte Kontrollen und
Bewusstseinsbildung verhindern Alkoholfahrten. Das zeigen laut
Statistik Austria auch die vorläufigen Unfallzahlen für das Jahr 2006
(Jänner bis September) mit einem Minus von 10,7 Prozent bei den
Alkoholunfällen, -10,8 Prozent bei den Verletztenzahlen und -22,5
Prozent bei der Anzahl der Getöteten. "Diese positive Entwicklung
setzt sich hoffentlich auch in der Advent- und Weihnachtszeit fort",
sagt Donosa.

ÖAMTC-Expertin warnt - Das Risiko steigt mit jedem Schluck

Besonders heimtückisch ist, dass man nie so genau weiß, wie viel
Alkohol in den Punschgetränken enthalten ist. Schon ein Glas Punsch
kann zuviel sein, denn aufgrund der aromatischen Gewürze und dem
vielen Zucker wird der tatsächliche Alkoholgehalt leicht
unterschätzt. Weil man das Heißgetränk aufgrund der kalten
Außentemperaturen meist schneller trinkt, setzt auch die Wirkung des
Alkohols rascher ein.

"Schon bei geringen Mengen Alkohol im Blut kann es zu einer
Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kommen, vor allem dann, wenn
Alkohol mit Müdigkeit oder der Einnahme von Medikamenten einhergeht",
erläutert die ÖAMTC-Expertin. Bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr
bereits doppelt so hoch, und bei 0,8 Promille steigt das Unfallrisiko
im Vergleich zum nüchternen Zustand bereits um das Vierfache. Das
Gefährliche bei der Wirkung von Alkohol ist, dass die eigene
Leistungsfähigkeit höher eingeschätzt wird, als sie die tatsächlich
ist. Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung nehmen zu,
gleichzeitig verlängert sich aber die Reaktionszeit. Abstand und
Geschwindigkeit werden zunehmend falsch eingeschätzt. "Die Schere
zwischen 'Schein und Sein' wird immer größer", so
ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Wer sich neben einem Glühwein oder Punsch mit einem kräftigen
Essen stärkt, ist übrigens nicht sicherer unterwegs. Ein
reichhaltiges Essen verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol ins Blut,
verhindert sie aber nicht. "Der Promillespiegel steigt so oder so",
erläutert die Clubexpertin. "Hat man vor, einen Weihnachtsmarkt zu
besuchen, lässt man das Auto also am besten gleich zu Hause stehen
und steigt auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi um. Ist das nicht
möglich, entweder auf Alkohol verzichten oder eine Fahrgemeinschaft
bilden."

Alkohol am Steuer kann eine teure Angelegenheit sein

Wer von der Exekutive bei einer Verkehrskontrolle mit mehr als 0,5
Promille Alkohol im Blut erwischt wird, muss mit einer Vormerkung im
Führerscheinregister und einer Verwaltungsstrafe von mindestens 218
Euro rechnen. Seinen Führerschein ist man ab 0,8 Promille in der
Regel für mindestens ein Monat los. Heikel wird es nach einem Unfall.
Dann drohen dem alkoholisierten Lenker außer hohen Strafen auch ein
gerichtliches Nachspiel und versicherungsrechtliche Konsequenzen.

(Schluss)

Thomas Schweighofer

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Informationszentrale
Tel.: +43 (0) 1 71199-1795
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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