ÖAMTC: Für Autofahrer sind Glühwein, Punsch & Co tabu

Advent- und Weihnachtszeit im Straßenverkehr besonders "alkoholträchtig"

Wien (OTS) - Die Weihnachtsmarkt- und Punschsaison beginnt und
lädt zu einem wärmenden Umtrunk in der kalten Jahreszeit ein. "Für Autofahrer heißt es aber zu Glühwein, Punsch & Co besser 'Nein danke' zu sagen", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Alleine im November und Dezember des Vorjahres gab es auf Österreichs Straßen 411 Verkehrsunfälle, bei denen Alkohol mit im Spiel war. Dabei wurden elf Menschen getötet und 572 verletzt.

"Gerade in der Vorweihnachtszeit führt die Exekutive deshalb vermehrt Alkoholkontrollen durch. Mit dem Einsatz der Alkohol-Vortestgeräte steigt auch die Kontrolldichte", weiß die ÖAMTC-Verkehrspsychologin. Verstärkte Kontrollen und Bewusstseinsbildung verhindern Alkoholfahrten. Das zeigen laut Statistik Austria auch die vorläufigen Unfallzahlen für das Jahr 2006 (Jänner bis September) mit einem Minus von 10,7 Prozent bei den Alkoholunfällen, -10,8 Prozent bei den Verletztenzahlen und -22,5 Prozent bei der Anzahl der Getöteten. "Diese positive Entwicklung setzt sich hoffentlich auch in der Advent- und Weihnachtszeit fort", sagt Donosa.

ÖAMTC-Expertin warnt - Das Risiko steigt mit jedem Schluck

Besonders heimtückisch ist, dass man nie so genau weiß, wie viel Alkohol in den Punschgetränken enthalten ist. Schon ein Glas Punsch kann zuviel sein, denn aufgrund der aromatischen Gewürze und dem vielen Zucker wird der tatsächliche Alkoholgehalt leicht unterschätzt. Weil man das Heißgetränk aufgrund der kalten Außentemperaturen meist schneller trinkt, setzt auch die Wirkung des Alkohols rascher ein.

"Schon bei geringen Mengen Alkohol im Blut kann es zu einer Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit kommen, vor allem dann, wenn Alkohol mit Müdigkeit oder der Einnahme von Medikamenten einhergeht", erläutert die ÖAMTC-Expertin. Bei 0,5 Promille ist die Unfallgefahr bereits doppelt so hoch, und bei 0,8 Promille steigt das Unfallrisiko im Vergleich zum nüchternen Zustand bereits um das Vierfache. Das Gefährliche bei der Wirkung von Alkohol ist, dass die eigene Leistungsfähigkeit höher eingeschätzt wird, als sie die tatsächlich ist. Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung nehmen zu, gleichzeitig verlängert sich aber die Reaktionszeit. Abstand und Geschwindigkeit werden zunehmend falsch eingeschätzt. "Die Schere zwischen 'Schein und Sein' wird immer größer", so ÖAMTC-Verkehrspsychologin.

Wer sich neben einem Glühwein oder Punsch mit einem kräftigen Essen stärkt, ist übrigens nicht sicherer unterwegs. Ein reichhaltiges Essen verzögert zwar die Aufnahme von Alkohol ins Blut, verhindert sie aber nicht. "Der Promillespiegel steigt so oder so", erläutert die Clubexpertin. "Hat man vor, einen Weihnachtsmarkt zu besuchen, lässt man das Auto also am besten gleich zu Hause stehen und steigt auf öffentliche Verkehrsmittel oder Taxi um. Ist das nicht möglich, entweder auf Alkohol verzichten oder eine Fahrgemeinschaft bilden."

Alkohol am Steuer kann eine teure Angelegenheit sein

Wer von der Exekutive bei einer Verkehrskontrolle mit mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut erwischt wird, muss mit einer Vormerkung im Führerscheinregister und einer Verwaltungsstrafe von mindestens 218 Euro rechnen. Seinen Führerschein ist man ab 0,8 Promille in der Regel für mindestens ein Monat los. Heikel wird es nach einem Unfall. Dann drohen dem alkoholisierten Lenker außer hohen Strafen auch ein gerichtliches Nachspiel und versicherungsrechtliche Konsequenzen.

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Thomas Schweighofer

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