• 15.11.2006, 13:13:20
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Kukacka: Übergangslösung für Tempo 100 in Oberösterreich

Wendeklapptafeln bis Herbst 2007, dann kommen automatische Verkehrsbeeinflussungsanlagen - 52 Mio. Euro werden im Großraum Linz investiert

Wien (OTS) - Er sei befriedigt darüber, dass es gelungen sei, das
Land Oberösterreich zu einer vertretbaren Kompromisslösung bei der
Einführung von Tempo 100 auf der A1 zwischen Linz und der
Landesgrenze Enns zu bewegen, erklärte heute Verkehrsstaatssekretär
Mag. Helmut Kukacka. Kukacka erinnerte daran, dass er bereits im
August die angekündigte Tempo 100-Verordnung des oberösterreichischen
Umweltlandesrates Rudi Anschober, als einen überzogenen und
unsachlichen Schnellschuss bezeichnet hatte und eine Reihe von
schwerwiegenden, rechtlichen und fachlichen Einwänden dagegen
vorgebracht habe. "Anschober hatte deshalb bisher auch auf die
Umsetzung dieser Verordnung verzichtet", sagte Kukacka.

Am kommenden Montag werde in einem Gespräch mit der ASFINAG die
endgültige Entscheidung über die technischen Details der Aufstellung
der provisorischen Wendetafeln fallen, die bis Herbst 2007 als
Übergangslösung installiert werden sollen. Bis Ende des Jahres 2007
wird eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA-GL) die automatisch mit
der Schadstoffmessanlage gekoppelt ist und bei
Grenzwertüberschreitungen auf Tempo 100 umschaltet, errichtet. Die
endgültigen und mit allen Funktionen (IGL-Steuerung,
Verkehrsfrequenz, Wetter, Stau, Unfälle) ausgestatteten
Verkehrsbeeinflussungsanlagen im Großraum Linz werden frühestens 2009
fertig gestellt und in Betrieb genommen werden. Die ASFINAG wird
dafür rund 52 Mio. Euro investieren. Das Land Oberösterreich hat sich
grundsätzlich bereit erklärt die Vorfinanzierungskosten für die
vorgezogene Aufstellung der Verkehrsbeeinflussungsanlage bzw. der
Klapptafeln zu übernehmen. Ein entsprechendes Übereinkommen wird
zwischen ASFINAG und dem Land OÖ noch abgeschlossen werden. Die
Aufstellung der provisorischen Klapptafeln wird aber nach Klärung der
technischen Details Anfang nächster Woche, rasch in Angriff genommen
werden.
Kukacka sei jedenfalls froh darüber, dass sich damit sein Vorschlag
durchgesetzt habe, Tempobeschränkungen nur dann zu verhängen, wenn
auch konkrete Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden.
Schließlich geht es nicht darum politische Alibi-Maßnahmen zu
ergreifen, sondern damit auch das notwendige Verständnis beim
Autofahrer für umweltbedingte Verkehrsbeschränkungen zu erreichen.

"Grundsätzlich werde aber auch eine entsprechende Evaluierung dieser
Tempobeschränkung über einen Zeitraum von 1 Jahr vorgenommen werden,
um feststellen zu können, ob dadurch überhaupt eine erkennbare
Schadstoffreduzierung eintritt und damit eine Berechtigung und
Notwendigkeit für eine solche Tempobeschränkung vorliegt", schloss
Kukacka.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Stefan Naglis, Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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