- 15.11.2006, 08:39:09
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OMV: Profitabler Wachstumskurs in den ersten drei Quartalen 2006 fortgesetzt
Wien (OTS) -
- EBIT um 2% auf EUR 1,7 Mrd; Periodenüberschuss um 8% auf EUR 1,3
Mrd gestiegen
- Guter Ergebnisbeitrag der Petrom
- Russland wird als sechste E&P Kernregion aufgebaut
- Weiterhin starker Fokus auf Umsetzung der Wachstumsstrategie
2010
Die OMV Aktiengesellschaft hat in den ersten drei Quartalen 2006
ihre Position als Mitteleuropas führender Öl- und Erdgaskonzern
weiter ausgebaut und ein gutes Ergebnis erwirtschaftet. Der Umsatz
des OMV Konzerns stieg um 25% auf rund EUR 14 Mrd, der Betriebserfolg
(EBIT) von Jänner bis September 2006 stieg um 2% auf EUR 1,7 Mrd.
Petrom leistete dazu mit EUR 628 Mio einen signifikanten Beitrag. Der
Periodenüberschuss des OMV Konzerns stieg - gegenüber den ersten drei
Quartalen 2005 - um 8% auf EUR 1,3 Mrd. Der Cashflow sank um 4% auf
EUR 1,7 Mrd. Die Gearing Ratio beträgt 5%.
OMV Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer: "Das gute Ergebnis der
ersten drei Quartale 2006 spiegelt den profitablen Wachstumskurs der
OMV deutlich wider und dies trotz herausfordernder Rahmenbedingungen
im heurigen Jahr. Erneut trug Petrom, wo die Modernisierung nach Plan
verläuft, signifikant zum Ergebnis bei. Wir sind als führendes Öl-
und Gasunternehmen in Mitteleuropa hervorragend aufgestellt und
arbeiten konsequent an der Umsetzung unserer 2010 Strategie. Der
Markteintritt in die Türkei und im E&P Bereich in Russland waren
wichtige Schritte in diese Richtung."
Im Berichtszeitraum Juli bis September 2006 lagen die
Gesamtinvestitionen mit rund EUR 1,9 Mrd deutlich über jenen des
Vergleichszeitraums 2005 (2005: EUR 872 Mio). Davon flossen rund EUR
442 Mio in den E&P Bereich, hauptsächlich in die Entwicklung neuer
Felder in Neuseeland und Österreich sowie die Modernisierung von
Anlagen in Rumänien. Rund EUR 1,4 Mrd wurden im Bereich R&M
investiert, die Akquisition von 34% an Petrol Ofisi und der Erwerb
von 70 Aral Tankstellen in Tschechien waren hier die wichtigsten
strategischen Schritte. Im Gasbereich wurden rund EUR 49 Mio
investiert, vor allem in den Ausbau der West Austria Gasleitung.
Im Vergleich zum dritten Quartal 2005, das von besonders günstigen
Rahmenbedingungen - etwa Rekordraffineriemargen - gekennzeichnet war,
ist das EBIT des dritten Quartals 2006 um 27% auf rund EUR 505 Mio
gesunken, der Umsatz um 21% auf rund EUR 5 Mrd gestiegen. Mit Ende
September 2006 waren 44.319 Mitarbeiter im OMV Konzern (inkl. Petrom)
beschäftigt.
OMV Ergebnis 1-9/06:
in EUR Mio Quartalsvergleich Jahresvergleich
3.Q 3.Q Veränd. 1-9 1-9 Veränd.
2006 2005 in % 2006 2005 in %
EBIT 505 690 - 27 1.667 1.626 + 2
EBIT bereinigt 542 745 - 27 1.696 1.768 - 4
EGT 544 680 - 20 1.712 1.591 + 8
Periodenüberschuss 433 540 - 20 1.337 1.234 + 8
Umsatz 1) 4.870 4.015 + 21 13.814 11.018 +25
Cash flow 662 821 - 19 1.732 1.806 - 4
MitarbeiterInnen2) 44.319 55.594 - 44.319 55.594 -
1) Umsatz ohne Mineralölsteuer
2) OMV MitarbeiterInnen: 5.276Raffinerien und Marketing inkl. Petrochemie: Expansion in türkischen
Wachstumsmarkt
Im den ersten drei Quartalen 2006 steigerte die OMV den Umsatz in
diesem Bereich um 21% auf rund EUR 13 Mrd, vor allem aufgrund
erhöhter Verkaufsmengen im Raffinerie- und Marketinggeschäft und
höherer Produktpreise. Das EBIT - in den ersten drei Monaten des
Jahres negativ - erholte sich sukzessive und beträgt EUR 165 Mio
(1-9/05: EUR 512 Mio). Das Ergebnis spiegelt gemessen am
Vergleichzeitraum des Vorjahres ein schwächeres Umfeld bei Bulk
wider, das durch höhere Margen und Mengen in der Petrochemie, als
auch durch höhere Marketingmengen nicht kompensiert werden konnte.
Die hohen Rohölpreise belasteten vor allem das Ergebnis der
rumänischen Raffinerien, da dort der Eigenverbrauch von Rohöl zur
Eigenenergieversorgung massiv über westlichen Standards liegt.
Der EBIT Beitrag der Petrochemie (ohne Petrom) betrug EUR 66 Mio und
ist im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2005 wegen höherer
Energiepreise um 19% gesunken. Verbesserte Margen und um 8%
gesteigerte Verkaufsmengen aus Schwechat konnten das nicht
kompensieren.
Die gesamten OMV Raffinerieverkaufsmengen erhöhten sich um 4% auf
17,06 Mio t (1-9/05: 16,47 Mio t), dazu trug Petrom substantiell bei.
Die Gesamtauslastung blieb stabil und betrug 90%.
Die Verkaufsmengen im Marketing-Bereich konnten insgesamt um 6% auf
13,76 Mio t (1-9/05: 13,03 Mio t) gesteigert werden. Mit Ende
September 2006 verfügte die OMV inklusive Petrom über 2.509
Tankstellen. In den Berichtszeitraum fiel der Abschluss des Erwerbs
von 70 ARAL Tankstellen von BP in der Tschechischen Republik, womit
OMV zum führenden Unternehmen am Tankstellenmarkt dieses Landes
wurde. Ebenso wurde der Erwerb von 34% an Petrol Ofisi, dem führenden
Tankstellenunternehmen der Türkei abgeschlossen. Petrol Ofisi verfügt
mit rund 3.600 Stationen über das einzige flächendeckende
Tankstellennetz der Türkei. Mit diesem Schritt hält die OMV eine
starke Position in diesem strategisch bedeutenden Wachstumsmarkt.
Insgesamt konnte das Unternehmen seinen Marktanteil auf den
mitteleuropäischen Wachstumsmärkten auf 20% erhöhen, und damit ein
ursprünglich für 2008 vorgesehenes Wachstumsziel vorzeitig erreichen.
Starkes EBIT Plus bei Exploration und Produktion
Der Umsatz im Geschäftsbereich E&P erhöhte sich in den ersten drei
Quartalen 2006 hauptsächlich aufgrund höherer Rohölpreise um 24% auf
rund EUR 3 Mrd (1-9/05: EUR 2,4 Mrd). Der durchschnittlich
realisierte Rohölpreis lag mit USD 59,4/bbl (Barrel) um 23%, der
Gaspreis um rund 30% über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das EBIT
des Bereiches konnte um 31% auf rund EUR 1,5 Mrd gesteigert werden.
Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL (Natural Gas Liquids) und
Erdgas sank leicht um 4% auf 88,2 Mio boe (Barrel Öl-Äquivalent), was
einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 323.000 boe entspricht.
Die Fördermenge von Erdöl und NGL von insgesamt 46,1 Mio bbl lag um
5% leicht unter dem Vorjahreswert (1-9/05: 48,7 Mio bbl). Gründe
dafür waren die Divestments in Venezuela und Katar sowie geringere
Produktion in Rumänien und im UK. Zu gesunkenen Produktionsmengen in
Rumänien kam es aufgrund des natürlichen Förderabfalles, der
kurzfristig nicht durch verbessertes Reservenmanagement und
Explorationserfolge kompensiert werden kann.
Die Erdgasproduktion ging ebenfalls um 3% leicht zurück und betrug
6,5 Mrd m3 (1-9/05: 6,7 Mrd m3). Dies ist hauptsächlich auf den
Verkauf der Gas Assets in Australien sowie auf geringere
Verkaufsmengen in Rumänien zurückzuführen. Erhöhte Produktion in
Österreich, Pakistan und Neuseeland konnte dies nicht zur Gänze
kompensieren.
In den ersten drei Quartalen setzte der Bereich die Stärkung
seiner internationalen Kernregionen weiter fort und startete über
ihre Tochter Petrom den Ausbau Russlands als sechste Kernregion. In
Russland erwarb Petrom insgesamt neun Explorationslizenzen und eine
Produktionslizenz, damit gelang dem Konzern der Einstieg in eines der
Öl- und gasreichsten Länder der Welt.
Der Entwicklungsstart des jemenitischen Ölfelds S2, das 2006/2007
in Betrieb gehen soll, fiel in den Berichtszeitraum. Ebenfalls im
Jemen wurde mit Explorationsaktivitäten im Block 2 begonnen. Im
libyschen Block NC 186 in der südlichen Sahara stieß die OMV heuer
zum siebten Mal innerhalb von fünf Jahren auf signifikante
Ölvorkommen. In Tunesien konnten zwei Öl- und Gasfunde gemeldet
werden. In Neuseeland, wo das Unternehmen durch den Produktionsstart
des Gasfelds Pohokura drittgrößter Gasproduzent des Landes geworden
ist, erwarb die OMV zwei neue Explorationslizenzen. Die Eröffnung
eines Büros in Norwegen ermöglicht der OMV nunmehr auch in diesem
Land Möglichkeiten eines E&P Engagements zu evaluieren. Ziel ist die
Teilnahme an Lizenzrunden und Beteiligungen an Konsortien.
Der im Rahmen einer Portfoliobereinigung durchgeführte Verkauf der
Assets in Katar und Ecuador wurde abgeschlossen.
Erdgas: starker EBIT Anstieg
Mit 1. Jänner 2006 wurden die Gas Aktivitäten der Petrom von E&P
in den Bereich Erdgas übertragen. Dies war ein wesentlicher Schritt
im Rahmen der Internationalisierung des OMV Gasgeschäfts und führte
zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung in diesem Bereich. Gute
Performance im Transport-, Verkaufs-, und Speichergeschäft sowie ein
höheres Preisniveau leisteten überdies einen Beitrag zum guten
Ergebnis.
Der Bereichsumsatz stieg vom Jänner bis September 2006 gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 80% auf EUR 1 Mrd (1-9/05:
EUR 558 Mio). Das EBIT verzeichnete einen Anstieg von 86% auf EUR 86
Mio (1-9/05: EUR 46 Mio). Die verkauften Erdgasmengen konnten um 67%
auf 10,05 Mrd m3 erhöht werden.
Die verkaufte Transportkapazität erhöhte sich um 3% auf 1.584 Mio
m3/h*km (1-9/05: 1.531 Mio m3/h*km), hauptsächlich durch die
erweiterte Kapazität der WAG (West-Austria-Gasleitung). Die
durchschnittlich verkaufte Speicherkapazität von Erdgas stieg um 13%
auf 626.140 m3/h.
Ende September wurden von OMV, EconGas, GWH, Centrex, und
Gazexport Ltd., einer 100%-Tochter der russischen Gazprom,
Gaslieferverträge unterzeichnet, welche die Gasimporte nach
Österreich bis 2027 fixieren. Damit leistete das Unternehmen einen
wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Versorgungssicherheit in
Österreich. Das gesamte Vertragsvolumen beträgt rund 7 Mrd m3 pro
Jahr. Durch die Absicherung der OMV Aktiengesellschaft für die
Verpflichtungen der EconGas gegenüber der Gazexport aus deren
bilateralem Vertragsverhältnis, gewinnt die OMV in der EconGas an
Gewicht, was auch im vierten Quartal 2006 zur Vollkonsolidierung der
EconGas führen wird.
Das Nabucco Projekt - die geplante Erdgaspipeline von der Türkei
nach Österreich - erhielt im Berichtszeitraum im Rahmen einer
internationalen Konferenz politische Rückendeckung der zuständigen
Minister der Türkei, Rumäniens, Bulgariens, Ungarns und Österreichs,
sowie des Energiekommissars der EU.
Hinsichtlich des geplanten LNG (Liquified Natural Gas) Terminals
in Kroatien wurden weitere Fortschritte erzielt: Ein internationales
Konsortium, die Adria LNG Study Company bestehend aus OMV, Total,
RWE, Transgas, INA und Geoplin, hat gemeinsam mit E.ON Ruhrgas eine
Machbarkeitsstudie für den Terminal in Auftrag gegeben. Erste
Ergebnisse werden für Ende 2008 erwartet. Dieser Terminal soll die
Versorgungssicherheit der Region mit Erdgas stärken und könnte ab
2011 mit einer Kapazität von rund 10 Mrd m3 pro Jahr in Betrieb
gehen.
Ausblick 2006
Der OMV Konzern konzentriert sich weiterhin auf das Wachstum
seiner Kerngeschäfte und arbeitet konsequent am Ausbau der führenden
Position im Wachstumsgürtel der EU. Die Wachstumsstrategie 2010 wurde
im Zuge einer OMV Aufsichtsratssitzung im Oktober erneut voll
bestätigt: Im E&P Bereich soll in den Kernregionen inklusive Russland
die tägliche Fördermenge auf 500.000 boe erhöht werden. Die täglichen
Raffineriekapazitäten können von derzeit rund 500.000 bbl um bis zu
maximal weitere 500.000 bbl erweitert werden. Im Bereich Erdgas soll
die Gasabsatzmenge auf 20 Mrd m3 ausgebaut werden.
Mit dem im Juni 2006 gegründeten OMV Future Energy Fund will das
Unternehmen den Übergang von einem reinen Erdöl- und Erdgaskonzern zu
einem Energiekonzern einleiten, der Erneuerbare Energien in seinem
Portfolio hat.
Die OMV rechnet damit, dass der Rohölpreis weiterhin auf hohem
Niveau bleibt, im vierten Quartal wird jedoch mit einem niedrigeren
Ölpreis als jenem der ersten neun Monate dieses Jahres gerechnet.
Beim USD-Wechselkurs wird im Vergleich zum Vorjahr mit einem leicht
schwächeren USD gerechnet. Überdies sind beträchtlich niedrigere
Raffineriemargen, die 2005 Rekordhöhe erreichten, zu erwarten.
Aufgrund dieser Entwicklung - niedriger als erwartete Ölpreise und
herauforderndes Umfeld bei den Raffinerien - wird für das Gesamtjahr
2006 von einem ähnlichen Ergebnis wie jenes des Rekordjahres 2005
ausgegangen.
Der Bereich Exploration und Produktion forciert entsprechend der
2010 Strategie weiterhin den Ausbau der Tätigkeiten in den
Kernregionen. Die neu entdeckten Öl- und Erdgaslagerstätten werden
evaluiert und Maßnahmen zur Entwicklung in Richtung Förderung
vorangetrieben. Weiters liegt der Fokus auf Investitionen zur
Stabilisierung der Produktion in Rumänien. Erste Ergebnisse in diese
Richtung werden gegen Ende des nächsten Jahres erwartet. In Russland
wird sich der Konzern nach dem Einstieg seiner Tochter Petrom um den
Ausbau seines dortigen Portfolios bemühen. In Kasachstan wird Petrom
die Entwicklung des Ölfelds Komsomolskoe bis 2008 abschließen, das in
der Folge rund 10.000 boe pro Tag fördern wird.
Im Bereich Raffinerien und Marketing wird mit weiterhin sinkenden
Raffineriemargen gerechnet. Die Investitionsschwerpunkte 2006 und
2007 liegen in der Modernisierung der Petrom-Raffinerien, wo die
hohen Rohölpreise aufgrund des überdurchschnittlichen Eigenverbrauchs
stark auf das Ergebnis drücken.
Im Bereich Erdgas wird das Gasgeschäft bei Petrom
weiterentwickelt. Ein Schwerpunkt bleibt weiterhin die Stärkung der
Versorgungssicherheit durch Diversifizierung vor allem durch weitere
Planungen am Nabucco Projekt und der Machbarkeitsstudie für einen LNG
Terminal in Kroatien.
Wolfgang Ruttenstorfer: "Als finanzstarkes Unternehmen sind wir
optimal aufgestellt um unsere ambitionierten Wachstumsziele für 2010
zu erreichen. Mit Expansionserfolgen wie dem Markteintritt im
türkischen Tankstellen- und Großkundengeschäft sowie Russland im
Bereich E&P haben wir unser Portfolio strategiegemäß erweitert. Wir
setzen unsere Energie weiter in die Fortsetzung des profitablen
Wachstumskurses und der Optimierung der Versorgungssicherheit unserer
Märkte."
Rückfragehinweis:
OMV
Presse: Bettina Gneisz
Tel.: 0043 1 40 440 21660, mailto:[email protected]
Thomas Huemer
Tel.: 0043 1 40 440 21660, mailto:[email protected]
Investoren/Analysten: Ana-Barbara Kuncic, Tel.: 0043 1 40 440 21600
mailto:[email protected]
Internet: http://www.omv.com
Ballard Associates Limited
Louise Ballard
Tel.: +44 207 062 1193, mailto:[email protected]
Isabel Fox
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