• 14.11.2006, 13:03:41
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Kukacka: Trilaterale Inititative zu Eisenbahnachse zwischen Tschechien, Österreich und Slowenien wird zügig fortgesetzt

3 Länder Treffen der Staatssekretäre in Budweis

Wien (OTS) - Als Fortsetzung der im vergangenen August
eingeleiteten Initiative zur trilateralen Eisenbahnachse zwischen
Tschechien, Österreich und Slowenien folgte gestern in Budweis ein
weiteres Treffen des tschechischen Vize-Verkehrsministers Vojtech
Kocourek, des slowenischen Staatssekretärs Peter Verlic sowie dessen
österreichischen Amtskollegen Mag. Helmut Kukacka, bei dem ein
gemeinsames Schreiben an die Europäische Kommission verabschiedet und
die konkreten, nächsten Schritte koordiniert wurden. Darin wurde die
Wichtigkeit der Nord-Süd-Schienenachse von der Ostsee zur Adria über
Prag-Linz-Graz-Maribor-Koper und ihre wirtschaftliche Bedeutung
betont.

Die bereits eingesetzte trilaterale Arbeitsgruppe unter der Führung
der drei Staatssekretäre wird in den nächsten Wochen ein
Detailkonzept zur Unterstützung der Initiative ausarbeiten und
beabsichtigt dieses im März der Europäischen Kommission in Brüssel
vorstellen.

Die drei Staaten wollen künftig gemeinsam am Ausbau einer
leistungsfähigen Nord Süd Verbindung, von Prag über Budweis und Linz,
weiter nach Graz, Marburg und Laibach bis zum Hafen Koper als
Schienenverkehrsachse, arbeiten. "Es ist erstmalig und einzigartig,
dass drei europäische Staaten so eng und koordiniert beim
Schienenausbau zusammenarbeiten und der Europäischen Union gegenüber
gemeinsam auftreten. Damit verfolgen wir das Ziel, die TEN Strecke
Prag Linz weiter nach Süden an die Adriahäfen zu verlängern.", zeigt
sich Kukacka über die erfolgreiche Fortsetzung der Intitiative
erfreut.

Kukacka verwies auch auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung dieses
Bahnausbaus. Nach Rotterdam ist Koper der zweitwichtigste Seehafen
für Österreich. Derzeit werden in Österreich 2,7 Mio. Tonnen an
Gütern über Koper importiert und 789.000 Tonnen exportiert. Durch den
Ausbau dieser Bahnstrecke sei eine Verlagerung des Transitverkehrs
von der Straße auf die Schiene zu erwarten.

Das gemeinsame Vorgehen, der drei betroffenen Länder (Österreich,
Tschechien und Slowenien) ist vor allem in Hinblick auf eine
Kofinanzierung durch die EU von entscheidender Wichtigkeit. "Die
Strecke Prag Linz ist bereits als vorrangige TEN Strecke der EU
beschlossen. Mit diesem gemeinsamen Abkommen steigen unsere Chancen,
bei der nächsten TEN Revision im Jahr 2009 die gesamte Strecke quer
durch Österreich zur prioritären TEN Strecke aufzuwerten und dafür
auch TEN Gelder zu erhalten", führt Kukacka aus. Denn Projekte von
länderübergreifender Bedeutung hätten eine höhere Förderchance.

Für den Ausbau dieser Strecke auf österreichischer Seite sind
Gesamtkosten von 875 Mio. Euro veranschlagt. Davon entfallen ca. 377
Mio. Euro auf den Lückenschluss in Oberösterreich (Linz bis Grenze,
Richtung Prag) und ca. 360 Mio. Euro für das Ausbauprogramm in der
Steiermark sowie ca. 138 Mio. Euro für Rationalisierungsmaßnahmen
(z.B. elektronische Stellwerke, signaltechnische Anlagen) auf der
Gesamtachse. Die Fertigstellung der Streckenteile sollen nicht wie
bisher geplant erst bis 2019 erfolgen, sondern durch die gemeinsame
Priorisierung in den drei Staaten bereits bis 2015 erfolgen.

Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Stefan Naglis, Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803

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