• 14.11.2006, 09:32:49
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Hofer: Wohnbau-Sanierungsoffensive für Energieautonomie

Spanien: Nutzung von Photovoltaik wird Standard im Wohnbau

Wien (OTS) - Die FPÖ setzt im Rahmen der Reduktion der
Treibhausgase und im Hinblick auf das Ziel, Österreich energieautonom
zu machen, auf eine Sanierungsoffensive im Wohnbau.
FPÖ-Energiesprecher NAbg. Norbert Hofer fordert im Rahmen des Baus
und der Renovierung von Wohnanlangen mehr Konsequenz.

In Spanien ist der Einbau von Solaranlagen in allen neuen und
renovierten Häusern in Zukunft Pflicht. Nach den neuen spanischen
Vorgaben müssen neu gebaute Wohnhäuser zwischen 30 und 70 Prozent
ihrer Warmwasserversorgung durch Solaranlagen decken. Auch eine
bessere Isolierung wird vorgeschrieben

Hofer: "Es wäre in Österreich zielführend, die Vergabe von
Wohnbauförderungen viel stärker von derartigen Kriterien abhängig zu
machen. Hier muß der Gedanke der umfassenden Sanierung von Gebäuden
noch stärker in den Vordergrund gerückt werden, als das bisher
geschieht. Das bedeutet, daß mit einem Schlag - Fenstertausch,
Dämmung der obersten Geschoßdecke, Kellerdecke und Außenwand,
Errichtung einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit
Wärmerückgewinnung und den Austausch der Heizungsanlage - aus einem
Einfamilienhaus im 70er-Jahre-Standard ein Niedrigenergiehaus wird."

Weiters bringt uns, so Hofer, jedes neu gebaute Haus und jede neu
gebaute Wohnung, die nicht nach dem Passivhausstandard errichtet
wird, vom Ziel der Energieautonomie ab. Heute gibt es durch die
rasanten Fortschritte in der Dämmstoffindustrie die Möglichkeit,
Häuser so zu errichten, daß sie nur noch einen Bruchteil der Energie
zum Heizen benötigen, wie noch vor wenigen Jahren.

Hofer: "Ich sehe daher nicht ein, warum weiterhin der Bau von Häusern
mit öffentlichen Mitteln gefördert werden sollte, die nicht
energiesparend errichtet werden. Die Errichtungskosten für solche
Häuser sind aber höher. Und damit brauchen wir auch eine bessere
Förderung."

Hofer will in diesem Zusammenhang wieder mehr Geld für Wohnbau
flüssig machen. Er kritisiert die zweckwidrige Verwendung von
Wohnbauförderungsgeldern: "Seitdem die Zweckwidmung der
Wohnbauförderungsgelder, die vom Bund an die Länder ausbezahlt
werden, teilweise gefallen ist, werden damit Budgetlöcher gestopft.
Das Burgenland deckt damit beispielsweise seine Bank-Burgenland
Schulden ab. Wir brauchen dieses Geld im Wohnbau, um eine umfassende
Sanierungsoffensive in Österreich zu starten. Das wird auch der
Bauwirtschaft zugute kommen und neue Arbeitsplätze im Land schaffen."

Rückfragehinweis:
Freiheitlicher Parlamentsklub

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