• 13.11.2006, 16:01:48
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Rauch-Kallat am Welt-Diabetestag 2006: Maßnahmen gegen die "Geißel des 21. Jahrhunderts"

Zahlreiche nationale Initiativen zur Diabetes-Prävention

Wien (OTS) - "Das starke Ansteigen von Erkrankungen an Typ 2
Diabetikerinnen und Diabetikern hat sich neben Adipositas zu einem
der größten medizinischen Probleme und damit zu einer
gesundheitspolitischen Herausforderung entwickelt. Dabei ist Diabetes
nicht nur eine Krankheit des Alters sondern betrifft immer öfter auch
Menschen in der ersten Lebenshälfte. Derzeit gibt es mehr als 300 000
Diabetiker/innen in Österreich und eine nicht gesicherte Zahl an
Patient/innen, die an einem metabolischen Syndrom leiden", sagte
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat heute, Montag, anlässlich
des Welt-Diabetestages am 14. November. "Wir haben den
Handlungsbedarf zur Eindämmung von Diabetes erkannt und vielfältige
Initiativen in den Bereichen Betreuung, Datenerfassung, Vorsorge und
Forschung in Österreich gesetzt", betonte die Gesundheitsministerin.

Risikofaktoren für Diabetes seien vor allem Bewegungsmangel,
falsche Ernährung, Übergewicht und Rauchen. "Präventive
Gesundheitsförderung wie Lebensstiländerung, Ernährungsumstellung und
regelmäßige Bewegung sind die bestmögliche Vorbeugung gegen die
schwerwiegenden Folgen dieser oft banalisierten Erkrankung." Erste
konkrete Schritte des Gesundheitsministeriums seien
Präventionsprogramme für soziale Randgruppen sowie Kinder und
Jugendliche mit dem Schwerpunkt Adipositas, Case- und
Diseasemanagement-Projekte sowie mittelfristig die Schaffung eines
österreichweiten Diabetesregisters.

Angesichts der Herausforderungen, die viele Politikfelder
betreffen, war "Diabetes" auch ein zentrales Thema der
Gesundheitspolitik der österreichischen EU-Präsidentschaft. Die
Ergebnisse eines "EU-Diabetes-Gipfels" wurden in der sogenannten
"Vienna Declaration" zusammengefasst, veröffentlicht und über Antrag
Österreichs im formellen Rat der Gesundheitsminister/innen
diskutiert.

Ausgehend vom bereits bestehenden österreichischen Diabetesplan
und der Empfehlung dieser "Vienna Declaration", wurde vom
Gesundheitsministerium eine multidisziplinär zusammengesetzte
Experter/innen-Gruppe beauftragt, Strategien für die Implementierung
eines österreichweiten Disease Management Programms Diabetes Typ 2 zu
erarbeiten. In Österreich existiert zwar eine Vielzahl von Maßnahmen
zur Verbesserung der Betreuung von Diabetespatient/innen, die jedoch
regional unterschiedlich angeboten werden. Eine flächendeckende,
vergleichbare und gesamtösterreichische evaluierbare Betreuung ist
das Ziel des obengenannten Auftrags.

"Die Einführung eines bundesweiten Disease Management Programms
soll neben vielfältigen weiteren Maßnahmen dazu beitragen Diabetes,
die Geißel des 21. Jahrhunderts, erfolgreich zu bekämpfen", so
Rauch-Kallat abschließend.

Rückfragehinweis:

BM für Gesundheit und Frauen
   Ministerbüro
   Mag. Jürgen Beilein
   Tel.: ++43 1 711 00/4309
   mailto: [email protected]
   http://www.bmgf.gv.at

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