• 10.11.2006, 13:15:49
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Bartenstein: Österreich hat Spitzenplatz bei der Versorgungssicherheit

Österreich bei Stromnetzstabilität auf Platz drei in der EU

Wien (BMWA-OTS) - "Österreich ist bei der Sicherheit der
Energieversorgung eines der am besten aufgestellten Länder der EU",
sagte Energieminister Martin Bartenstein heute bei einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit dem Geschäftsführer der Energie-Control, Walter
Boltz, und dem Geschäftsführer der OMV Gas, Werner Auli, in Wien

So habe man in Österreich im Jahr 2005 nur 31,35 Minuten
ungeplante Ausfälle verzeichnet. Rechne man die geplanten dazu, komme
man auf 52,3 Minuten. Das entspreche einer Stromnetzstabilität von
99,99 Prozent und damit liege Österreich auf dem dritten Platz im
europäischen Vergleich.

Die österreichischen Gasimporte, so Bartenstein weiter, würden zu
etwa 70 Prozent aus Russland stammen, zu 18,4 Prozent aus Deutschland
und zu 11,6 Prozent aus Norwegen. Österreich sei im Bereich Gas durch
die von der OMV abschlossen langfristigen Lieferverträge mit Russland
sowie durch die vollen Gas-Speicher der OMV bestens aufgestellt. Laut
Werner Auli liege Österreich bei den gespeicherten Gasmengen im
Spitzenfeld der EU, die in Österreich gespeicherten Gasmengen
betragen knapp 30 Prozent der österreichischen Jahresbedarfs, was 3
Monaten des österreichischen Durchschnittsbedarfs entspreche.

Zum Preisniveau stellte der Minister fest, dass Österreich
innerhalb der Europäischen Union auf Grund der Liberalisierung des
Energiemarktes zu den preiswertesten Ländern gehöre. Sowohl bei den
Netto-Haushaltspreisen für Strom als auch für Gas liege Österreich
auf Platz vier im Europäischen Vergleich, Außerdem sei laut Eurostat
der Strompreis zwischen Jänner 2005 und Jänner 2006 im Durchschnitt
der 25 EU-Staaten um 4,6 % gestiegen, im Durchschnitt der EU-15 sogar
um 9 Prozent. Für Österreich hingegen melde Eurostat in diesem
Zeitraum einen Rückgang um 5,2 Prozent.
In weiten Teilen Österreichs könnten sich Konsumenten zudem durch
Lieferantenwechsel 50 bis 70 Euro jährlich sparen.

Der Energiemix in Österreich setze sich zu 42,7 Prozent aus Öl
bzw. Ölprodukten, zu 23,1 Prozent aus Gas, zu 11,9 Prozent aus Kohle,
zu 10,2 Prozent aus Wasserkraft und zu 12,1 Prozent aus sonstigen
erneuerbaren Energien zusammen. Der besonders hohe Anteil von
insgesamt 22,3 Prozent an erneuerbaren Energieträgern sei für
Österreich von besonderer Bedeutung. Ziel sei es, so Bartenstein,
diesen Anteil bis 2020 zu verdoppeln.
Der Einsatz von Kernenergie sei hingegen für Österreich "keine
Option". Bartenstein: "Wir wollen sie nicht und wir brauchen sie
auch nicht.

Weitere Informationen auf der Website des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Arbeit (www.bmwa.gv.at) in der Rubrik "Presse" im
Anschluss an diesen Text.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: DI Holger Fürst, Tel: (++43-1) 71100-5193
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
mailto:[email protected]
http://www.bmwa.gv.at

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