• 10.11.2006, 10:24:15
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Guter Zustand des Vorarlberger Bodenseeufers

LR Egger: Vorarlberger Detailergebnis positiv

Bregenz (VLK) - "Rund 50 Prozent des Vorarlberger Bodenseeufers
sind natürlich bzw. naturnah ausgebildet", verweist
Wasserwirtschaftsreferent Landesrat Dieter Egger auf eine Erhebung
der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB).
Mit 28 Kilometern bzw. zehn Prozent besitzt Vorarlberg den geringsten
Anteil aller Anrainerländer am Bodenseeufer. "Dennoch stellen wir mit
15 Quadratkilometern 20 Prozent der gesamten Flachwasserzonen am
Bodensee", so Egger.

Die Ergebnisse der einheitlichen, grenzüberschreitenden Bewertung
der Ufer- und Flachwasserzonen am Bodensee wurden von der IGKB jüngst
im Rahmen eines internationalen Symposiums vorgestellt. Einem weniger
erfreulichen Gesamtergebnis steht das positive Vorarlberger
Detailergebnis gegenüber, an dem die Renaturierungsprojekte der
letzten Jahre maßgeblichen Anteil haben. Mit diesen wurden in den
Bereichen Mehrerau, Lochauer Strandbad, Grüner Damm, Polderdamm und
an der Rheinvorstreckung Flachwasserzonen geschaffen.

Insgesamt weist der Bodensee nur mehr ca. 40 Prozent natürliche
bzw. naturnahe Ufer- und Flachwasserbereich auf. Rund 19 Prozent der
Uferlänge sind "beeinträchtigt", 41 Prozent sind als "naturfern bzw.
naturfremd" einzustufen. Anders die Situation am Vorarlberger
Bodenseeufer, wo nur sieben Prozent als "naturfremd" eingestuft sind.

"Flachwasserzonen sind die aktivsten Lebensräume des Sees",
erläutert Landesrat Egger. Sie sind Laichgebiet und "Kinderstube"
vieler Fischarten. Flachwasserzonen sichern zudem die Selbstreinigung
des Sees, Mikroorganismen bauen unerwünschte Stoffe natürlich ab.

Die IGKB startete im Jahr 2004 das Aktionsprogramm "Bodensee 2004
- 2009" mit einem Schwerpunkt "Ufer- und Flachwasserzone". Dazu
erfolgte in den letzten zwei Jahren eine einheitliche,
grenzübergreifende Bewertung anhand von 15 Einzelkriterien wie
Substrate im Ufer- und Flachwasserbereich, Uferverbauungen,
Hindernisse, Ufergehölze, Wasserpflanzen etc.

Die bisherigen Renaturierungen am gesamten Bodenseeufer zeigen,
dass deutliche Verbesserungen möglich sind, so Egger abschließend.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
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