• 09.11.2006, 12:49:37
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10 Jahre Handy in Österreich - Vom Luxusgut zum Massenartikel - BILD

Dr. Georg Pölzl, Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria und Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin der Karmasin Motivforschung: "Das Handy ist für vielen Österreicherinnen und Österreichern unverzichtbar geworden."

Wien (OTS) -

- Karmasin-Studie anlässlich 10 Jahre liberalisierter
Mobilfunkmarkt und T-Mobile Start Netzbetrieb im Oktober 1996
- Erfolgsstory Handy: unverzichtbarer Bestandteil des täglichen
Lebens, Sicherheit und Freiheit vereint
- Mobilfunk als wesentlicher Wirtschaftsmotor in Österreich - Neue
Arbeitsplätze, Innovationen und Investitionen
- Drei-Punkte-Agenda - Forderung nach politischen
Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum der IKT-Branche

Vor 10 Jahren noch luxuriöse Einzelerscheinung, ist das Handy
heute fixer Bestandteil des täglichen Lebens der Österreicherinnen
und Österreicher. Als DIE technologische Revolution des ausklingenden
20. Jahrhunderts hat das Mobiltelefon in nur einer Dekade das
Kommunikationsverhalten gleich mehrerer Generationen radikal
verändert. Erreichbar und doch ortsunabhängig, frei und doch sicher -
das war und ist das Erfolgsrezept für den Siegeszug des Handys.
Anlässlich des Jubiläums zum Start des ersten kommerziellen
Mobilfunknetzes durch T-Mobile (damals max.mobil) im Jahr 1996 und
damit auch anlässlich von 10 Jahren liberalisierter Mobilfunkmarkt,
ist Karmasin Motivforschung im Auftrag von T-Mobile der Entwicklung
des Handy-Nutzerverhaltens der Österreicherinnen und Österreicher auf
den Grund gegangen.*

Mobile Kommunikation hat für alle Österreicher an Bedeutung gewonnen

   "In den vergangenen 10 Jahren hat mobile Kommunikation bei den
Österreicherinnen und Österreichern kontinuierlich an Bedeutung
gewonnen, am wichtigsten ist sie naturgemäß bei den 25- bis
35-Jährigen, für die sie mit 82 Prozent einen hohen bzw. sehr hohen
Stellenwert einnimmt", so Dr. Sophie Karmasin, Geschäftsführerin der
Karmasin Motivforschung. "Quer über alle Altersgruppen ist es
besonders wichtig, überall erreichbar zu sein, wenn Hilfe gebraucht
wird und auch, dass man Kontakt mit seinen Kindern halten kann. Für
70 Prozent der Befragten hat das Handy insbesondere die
zwischenmenschliche Kommunikation verbessert, sei es zu Freunden oder
Bekannten, zum Partner und an dritter Stelle schon zum Arbeitsplatz",
so Karmasin weiter.

Handy fix verankert wie Wohnen und Essen

   Für knapp drei Viertel der Befragten gehören die Aufwendungen für
Mobiltelefonie heute schon zu den "Fixkosten" der Lebenserhaltung
ebenso wie die Ausgaben für Wohnen oder Essen. Nur mehr 29 Prozent
ordnen diese Ausgaben ihrem "frei verfügbaren Einkommen" zu. Nahezu
die Hälfte der Befragten gibt pro Monat bis zu 50 Euro für die
private Handyrechnung aus, ein weiteres Drittel kommt mit bis zu 25
Euro aus. 

Mobiltelefonie überholt das Festnetz

   Schon im Jahr 2004 hat das Mobilnetz das Festnetz bei der Zahl der
geführten Telefonate bzw. der Gesprächsdauer überholt, so spielt bei
knapp der Hälfte der Befragten das Festnetz keine Rolle mehr und sie
telefonieren heute ausschließlich übers Mobilnetz. Während nur mehr
ein Drittel der Jüngeren (25- bis 35-Jährigen) über einen
Festnetzanschluss telefoniert, sprechen noch knapp zwei Drittel der
über 50-Jährigen kabelgebunden. 

Typologie der Österreicher beim Telefonieren: Traditionell,
Technik-affin oder Nutzen-orientiert

   Rund die Hälfte der Befragten (52 Prozent) zählt zu der Gruppe der
"Nutzen-orientierten", für sie ist das Handy weit mehr als ein
Telefon: Es erleichtert das Leben. Sie sind überwiegend 36 bis 50
Jahre alt und häufiger männlich als weiblich. Männer und Personen im
Alter zwischen 25 und 35 Jahren dominieren die Gruppe der
"Technik-affinen" (16 Prozent), die besonders offen und
investitionsbereit für neue Technologien bzw. Dienste sind, sie
telefonieren auch zumindest mehr als fünfmal täglich am Handy. Nur
mehr 32 Prozent der Befragten sind den "traditionellen"
Mobiltelefonierern zuzuordnen, vorwiegend die über 50-Jährigen, die
im Vergleich mehrheitlich wenig telefonieren (55 Prozent dieser
Gruppe telefonieren ein- bis viermal täglich). 

Gratis-Handys, Mobilbox, SMS sowie kostenlose Hotline und Service für
Kunden am wichtigsten

   Klassische und bewährte Angebote wie Dienste der Mobilfunkanbieter
sind den Kunden am wichtigsten. Für 85 Prozent sind kostenlose oder
vergünstigte Handys ein interessantes Angebot im Mobilfunkbereich,
fast gleichauf liegen Mobilbox, SMS, eine kostenlose Hotline der
Netzbetreiber und eine gute Kundenbetreuung. Für 75 Prozent sind auch
Kundenbindungsprogramme ein Service, das gerne genutzt wird.

Liberalisierung brachte Vorteile für alle

   Die Liberalisierung des Mobilfunkmarktes wird auch von den
Konsumenten klar positiv bewertet. Sie haben damit in den vergangenen
Jahren die Freiheit erhalten, zwischen Anbietern, Tarifen und Handys
wählen zu können. Mobiles Telefonieren wurde billiger und jeder
profitiert vom Angebot leistungsstärkerer und kleinerer Geräte. 

Größtes unternehmerisches Infrastruktur-Investment Österreichs

   "Über die gesellschaftlichen Veränderungen hinaus, die jeden
persönlich betreffen, hat die Liberalisierung des Mobilfunkmarktes
auch für den Wirtschaftsstandort Österreich einen wesentlichen
Wachstumsschub initialisiert", so Dr. Georg Pölzl, Vorsitzender der
Geschäftsführung T-Mobile Austria. "Mit dem Aufbau der privaten
Mobilfunknetze wurde in den vergangenen 10 Jahren das größte rein
privatwirtschaftliche Investment in die österreichische Infrastruktur
getätigt. Insgesamt hat die Branche mehr als acht Milliarden Euro in
den Aufbau von Infrastruktur investiert."

   Mehr als 7.000 Arbeitsplätze wurden im vergangenen Jahrzehnt
direkt in der Mobilfunkbranche neu geschaffen, weitere 100.000
Arbeitsplätze indirekt in vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen.


   Obwohl die Konsumentenpreise für mobiles Telefonieren in den
vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken sind, sind die
individuellen Ausgaben für Mobiltelefonie aufgrund neuer und
vielfältigerer Dienste gestiegen und haben damit auch das
gesamtstaatliche Wirtschaftswachstum stimuliert. 

Mobilfunk für Standortsicherung 

   Zusätzlich zu den direkten Investitionen hat die Mobilfunkbranche
auch indirekt einen positiven Beitrag für den Erfolg des
Wirtschaftsstandort Österreich geleistet. Mit der flächendeckend
verfügbaren modernen Infrastruktur erhöhte sich die Standortqualität
und -attraktivität im internationalen Wettbewerb um die Ansiedelung
von Unternehmen und Kern-Arbeitskräften. "Über unser Mobilfunknetz
bringen wir schon heute Breitband-Internet auch in jene ländlichen
Regionen, die aufgrund des schrittweisen Ausbaus des Glasfasernetzes
bislang zu den benachteiligten Regionen Österreichs gezählt haben.
Damit ermöglichen wir mehr Flexibilität für den Einzelnen und öffnen
so flächendeckend die Tür zur Informationsgesellschaft", so Pölzl. 

Forderung zur Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen für künftige
Investitionen

   "Während große Infrastrukturinvestitionen üblicherweise staatlich
subventioniert sind, ist die Mobilfunkinfrastruktur bei allen
privaten Anbietern ausschließlich privatwirtschaftlich finanziert.
Diese Vorleistungen für den Wirtschaftsstandort müssen dem Staat
künftig auch etwas wert sein", so Pölzl weiter. "Voraussetzung für
eine künftige Investitionstätigkeit ist, auch entsprechende
wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und Sicherheiten zu schaffen,
um weiteres Wachstum dieses dynamischen Sektors langfristig zu
ermöglichen." 

Drei-Punkte-Agenda für die Politik

   Als Mitglied des Präsidiums der Industriellenvereinigung Wien regt
Dr. Georg Pölzl an, einen ständigen Arbeitskreis "Telekommunikation"
in der Industriellenvereinigung einzurichten. 

   Stellvertretend für die gesamte Branche stellt Pölzl drei zentrale
Forderungen an die politischen Entscheidungsträger:

1. Ein klares Bekenntnis der öffentlichen Hand zum Mobilfunk, für
seriöse Aufklärungsarbeit über seine Chancen bzw.
Funktionsweisen und den von der WHO festgelegten Grenzwerten
für Mobilfunk.
2. Die Vereinigung und damit auch Vereinheitlichung der
Kompetenzen für IKT-Dienste auf Bundesebene mit einem
ausschließlich für IKT und Medien verantwortlichen Mitglied in
der Bundesregierung.
3. Die Neuformulierung einer sektorspezifischen Regulierung, da
bereits aufgrund der weit fortgeschrittenen Liberalisierung und
des bestehenden, hohen Wettbewerbs im Telekom-Markt eine
Selbstregulierung sichergestellt ist.

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