ÖGB-Landesvorsitzende: Damit die Reform nicht in die falsche Richtung geht

Wien (OTS) - Bei einem Treffen der ÖGB-Landesvorsitzenden in Salzburg waren sich alle 8 Vertreter aus den Bundesländern einig: Die ÖGB-Reform geht in die falsche Richtung. Die Mitglieder wollen eine neue starke, solidarische Gewerkschaftsbewegung, so die Landesvorsitzenden. Ein Umdenken sei daher dringend notwendig.

Basis für die Entscheidung der ÖGB-BundesländervertreterInnen sind die 27 Regional-konferenzen, die seit September in ganz Österreich abgehalten wurden. Dabei verlangten die Mitglieder folgende Kernelemente für einen neuen ÖGB:

  • Der ÖGB neu muss die einzige, starke gemeinsame Plattform für die Mitglieder sein, er muss überparteilich und zukunftsfähig sein.
  • Der ÖGB neu muss allein den Interessen der Mitglieder und ArbeitnehmerInnen dienen. Einzel- und Gruppeninteressen sind hintan zu halten.
  • Im ÖGB neu müssen die Länder entsprechend vertreten sein. Eine Präsenz in den Regionen bzw. in den Bezirken ist unverzichtbar.
  • Im ÖGB neu sind alle ArbeitnehmerInnen gleich, daher gilt nach Abschluss des Zusammenführungsprozesses das Prinzip "ein Betrieb - eine Gewerkschaft".

"Leider entwickelt sich die Reform in die völlig falsche Richtung", so die Landesvorsitzenden unisono. Sie fordern daher einen raschen Umdenkprozess, sonst wird es nicht gelingen, verloren gegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen. Der ÖGB-Kongress kann nur eine Etappe und nicht das Ziel der ÖGB-Reform sein, die Veränderung der Gewerkschaftsbewegung muss auch nach dem Kongress im Jänner 2007 mit diesen Zielen zügig fortgesetzt werden, sagen die ÖGB-Landesvorsitzenden.

Die österreichische Gewerkschaftsbewegung verfügt mit seinen 1,3 Mio. Mitgliedern, zigtausenden BetriebsrätInnen sowie tausenden FunktionärInnen über eine starke Basis für die zukünftige Arbeit, die auch trotz der manifesten Krise zum ÖGB steht. Diese letzte Chance darf jetzt auf keinen Fall verspielt werden, so die ÖGB-Landesvorsitzenden abschließend.

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