• 07.11.2006, 16:34:33
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Lebensmittelwarnung zu Goldhirse-Produkt: Gesundheitsministerium informierte innerhalb kürzester Zeit

Information von Verbraucher/innen und zuständiger Lebensmittelaufsicht unmittelbar nach Vorliegen des AGES-Gutachtens

Wien (OTS) - Nachdem die niederösterreichische
Konsumentenschutz-Landesrätin Christa Kranzl heute, Dienstag, die
Lebensmittelwarnungen des Gesundheitsministeriums im Fall eines mit
Stechapfel verunreinigten Vollwert-Hirse-Produktes kritisierte, nahm
Mag. Ulrich Herzog, zuständiger Bereichsleiter für
Verbrauchergesundheit im BMGF dazu Stellung:

Vergangenen Freitag (3. November 2007) am späten Nachmittag wurde
das Gesundheitsministerium von der AGES (Agentur für Gesundheit und
Ernährungssicherheit) darüber informiert, dass das Produkt "Vollwert
Goldhirse 1 kg" des Herstellers "Vollkraft" mit der Losbezeichnung
0706 (Ablaufdatum 11.07.2007) erheblich mit giftigen Samen des
Stechapfels verunreinigt ist und deshalb der begründete Verdacht auf
Gesundheitsschädlichkeit besteht.

"Unmittelbar nach Vorliegen des AGES-Gutachtens wurde ab ca. 16:30
Uhr versucht, die niederösterreichische Lebensmittelaufsicht anhand
der von Seiten der Landesbehörde weitergegebenen Rufnummern bzw.
eMail-Adressen zu erreichen. Gleichzeitig bereitete das
Gesundheitsministerium eine detaillierte Lebensmittelwarnung vor, die
um 18:17 Uhr veröffentlicht wurde", so Mag. Herzog. "Im Anschluss
daran wurde die niederösterreichische Landesregierung per eMail über
den Fall informiert. Die in Grimmenstein ansässige Firma 'Vollkraft'
war bereits ab 14:00 Uhr nicht mehr erreichbar, obwohl die AGES
mehrfach versuchte, einen Ansprechpartner des Herstellers zu
erreichen bzw. weiterverbunden zu werden."

Herzog wies weiters darauf hin, dass den zuständigen Behörden der
Bundesländer sowie der Lebensmittelaufsicht an Werktagen, Wochenenden
und Feiertagen eine Ansprechperson des BMGF zur Verfügung steht. "Ein
vorrangiges Ziel unserer Krisenkommunikation war es, schnellstmöglich
die Verbraucherinnen und Verbraucher über die mögliche
Gesundheitsschädlichkeit einer Charge des betreffenden Hirseproduktes
zu informieren. Die Kommunikation mit den Lebensmittelkontrollorganen
der Bundesländer kann nur dann verbessert werden, wenn diese bereit
sind, die Erreichbarkeit über direkte Mobiltelefonnummern
sicherzustellen. Mit den Veterinärdirektoren wurde hier bereits ein
gangbarer Weg gefunden." Diese seien auch an Sonn- und Feiertagen
direkt erreichbar und könnten so unmittelbar reagieren. Von Seiten
des Gesundheitsministeriums werde schon seit längerer Zeit an der
Verbesserung der Krisenkommunikation gearbeitet. "Geplant ist unter
anderem der Aufbau einer EDV-gestützten Kommunikations-Plattform
zwischen den Behörden", so Mag. Herzog abschließend.

Rückfragehinweis:

BM für Gesundheit und Frauen
   Ministerbüro
   Mag. Jürgen Beilein
   Tel.: ++43 1 711 00/4309
   mailto:[email protected]
   http://www.bmgf.gv.at

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