• 07.11.2006, 13:55:04
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FPÖ: Internationale Energieagentur ist Handlanger der Atomlobby

Hofer: Klimaschutzziele können nur durch Nutzung Erneuerbarer Energie erreicht werden - Ausstieg aus Euratom und Gründung einer Agentur für Erneuerbare Energie

Wien (OTS) - Nachdem die FPÖ erst gestern vor der verstärkten
Nutzung von Kernkraft zur Erreichung von Klimaschutzzielen gewarnt
hat, hat heute die Internationale Energieagentur (IEA) die Staaten zu
Energieeinsparungen und zum Einsatz alternativer Energien aufgerufen.

In ihrem Weltenergie-Ausblick 2006 empfiehlt die IEA zur Verringerung
der CO2-Emissionen aber auch den Ausbau der Atomenergie.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann NAbg. Ing. Norbert Hofer: "Damit
degradiert sich die Internationale Energieagentur zum Handlanger der
Kernkraftlobby. Mit dieser Empfehlung soll der Teufel mit dem
Belzebub ausgetrieben werden. Kernenergie kann keine Alternative zu
fossilen Energieträgern sein."

Die Nutzung von Uran in Kernkraftwerken bietet, so Hofer, auch
abgesehen von der Sicherheitsfrage keinen Ausweg. Die Kerntechnik sei
in Bezug auf die Versorgungssicherheit sogar noch schlechter als ihr
Ruf im Hinblick auf die Sicherheit: "In Mitteleuropa sind praktisch
keine Uranlagerstätten vorhanden oder die Errichtung von Bergwerken
ist politisch nicht durchsetzbar."

Große Vorkommen an Natururan gibt es in Kanada, Australien, Russland,
Niger, Namibia, Kasachstan, Usbekistan, Südafrika und den USA. Außer
Russland liegt keines dieser Länder innerhalb Europas. Ein Umstieg
auf Uran als Energielieferant würde also zu neuen Abhängigkeiten
führen. Die derzeitige Erdgas-Abhängigkeit Europas von Russland würde
also einfach nur zu einer Uran-Abhängigkeit - bestenfalls von
Russland oder überhaupt von außereuropäischen Mächten - werden.

Hofer: "Ich fordere Umweltminister Pröll auf, als verantwortliches
Regierungsmitglied eines Staates, der sich aufgrund einer
Volksentscheidung gegen die Nutzung von Kernkraft entschieden hat,
auf europäischer Ebene ein klares politisches Signal zu setzen. Und
dieses Signal kann nur der Ausstieg Österreichs aus Euratom sein. Die
dort investierten österreichischen Steuergelder sind besser genutzt,
wenn sie in die Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energie investiert
werden. Außerdem schlage ich vor, auf EU-Ebene eine Agentur für
Erneuerbare Energie zu gründen. EURENEWABLE muss mit den gleichen
Mitteln unterstützt werden wie bisher EURATOM."

Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]

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