- 07.11.2006, 10:11:57
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Rauch-Kallat: Tätigkeitsbereiche von Turnusärzt/innen genau definieren und kontrollieren
Klare Abgrenzung von Pflegepersonal und Turnusärzt/innen notwendig
Wien (OTS) - Auf Initiative von Gesundheitsministerin Maria
Rauch-Kallat fand gestern, Montag, ein Gesundheitsdialog zum Thema
"Verbesserung der Ausbildungsqualität von Turnusärzt/innen" statt.
Im Rahmen des mehrstündigen Dialoges, an dem rund 50
Vertreter/innen von Ärztekammern, Krankenhäusern, Spitalsträgern,
niedergelassener Ärzteschaft, Ministerien sowie dem Hauptverband der
Sozialversicherungsträger teilnahmen, wurde die Unzufriedenheit
vieler Jungärztinnen und Jungärzte mit der Realität der
Ausbildungspraxis im Krankenhausalltag diskutiert: zu viel
Routinearbeit, zu wenig Zeit zum Lernen bei den Visiten, zu viel
Dokumentationstätigkeit, zu viele berufsfremde Tätigkeiten. Weiters
klagten die Jungärzt/innen über große Unterschiede der
Ausbildungsqualität in Österreich.
"Mit der neuen Ärzteausbildungsverordnung des
Gesundheitsministeriums wurde die notwendige Rahmengesetzgebung
geschaffen, die mit dem Semesterstart im Februar 2007 in Kraft
tritt", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. "Nun sind
Ärztekammer und Krankenanstaltenträger gefordert, das
Tätigkeitsprofil der Turnusärzteschaft in die Krankenanstaltenordnung
aufzunehmen und eine genaue Abgrenzung der Aufgaben der
Turnusärzt/innen und der Tätigkeiten des Pflegepersonals zu treffen."
In diesem Zusammenhang kamen die Dialogteilnehmer/innen weiters
überein, dass das Tätigkeitsprofil der Turnusärztinnen und -ärzte
nach dem bisherigen Curriculum (Studium) und dem neuen Curriculum von
Ärztekammer und Gesundheitsministerium zu bearbeiten und zu
definieren ist.
"Die österreichische Ärztekammer ist gefordert, mit ihren
Instrumenten und Kompetenzen die Ausbildung nicht nur zu überwachen,
sondern auch Mängel mit den Krankenanstaltenträgern zu diskutieren
und allenfalls die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen", so
Rauch-Kallat. "Auch der mit der Gesundheitsreform 2005 umgesetzte
Paradigmenwechsel in der Gesundheitsplanung sowie der Österreichische
Strukturplan Gesundheit (ÖSG) muss in seinen Auswirkungen auf die
Ausbildung der Ärzteschaft geprüft und adaptiert werden. Nur so ist
gewährleistet, dass auch in Zukunft hervorragend ausgebildete
Ärztinnen und Ärzte das österreichische Gesundheitssystem zu einem
der besten der Welt machen", so Rauch-Kallat abschließend.
Rückfragehinweis:
BM für Gesundheit und Frauen Ministerbüro Mag. Jürgen Beilein Tel.: ++43 1 711 00/4309 mailto:[email protected] http://www.bmgf.gv.at
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