- 06.11.2006, 11:30:00
- /
- OTS0092 OTW0092
ÖBB und Wiener Linien errichten Gemeinschaftsstation Stadlau
Wien (OTS) - Ende September haben die Wiener Linien mit den
Arbeiten an der Verlängerung der U2 über die Donau in den 22. Bezirk
begonnen. Auf dem rund fünf Kilometer langen Teilstück, das in
Hochlage geführt wird, werden insgesamt sechs Stationen gebaut. Ende
2010 soll dieser Streckenteil mit Anschluss an den neuen ÖBB-Bahnhof
Stadlau fertig sein.
Der neue Teilabschnitt beginnt nach der Station Stadion und wird auf
einer Hochstrecke - sozusagen im 1.Stock - bis zur neuen Endstelle
bei der Aspernstraße geführt. Dabei wird auch die Donau gequert, und
zwar auf der bereits Ende der 90er-Jahre gebauten Donaustadtbrücke.
Die zukünftige Station Stadlau ist als Gemeinschaftsstation für die
U2 und S80 konzipiert.
Heute Montag, 6. November 2006, unterzeichneten Dipl.-Ing. Dr.
Georg-Michael Vavrovsky, Vorstandsdirektor ÖBB-Infrastruktur Bau AG,
und Dipl.-Ing. Günter Steinbauer, Vorsitzender der Geschäftsführung
der Wiener Linien, den Vertrag zur Errichtung der
Gemeinschaftsstation Stadlau.
Die neue Umsteigestation Stadlau
Die Station Stadlau ist als optimale Umsteigestation zu den
Bahnlinien der ÖBB konzipiert. Dem Gedanken des Schienenverbundes
(Verknüpfung von Zügen der ÖBB mit den U-Bahn-Zügen Wiens) ist damit
im Wiener U-Bahn Netz zum zehnten Mal optimal Rechnung getragen (U1:
Praterstern und Leopoldau, U3: Westbahnhof und Simmering, U4:
Hütteldorf, Landstrasse und Spittelau, U6: Philadelphiabrücke und
Floridsdorf).
Die neue Gemeinschaftsstation von ÖBB und Wiener Linien bringt eine
deutlich verbesserte Kundenattraktivität: Als erste
Umsteigemöglichkeit zwischen S-Bahn und U-Bahn für Fahrgäste aus
Richtung Osten wird die Station Stadlau zu einer der bedeutendsten
Verkehrsknotenpunkte für die Donaustadt. Insgesamt hat die
Verknüpfung der ÖBB-Bahnhöfe mit den verlängerten U-Bahnen
(U1-Leopoldau und nun U2-Stadlau) große Bedeutung für die gesamte
Region. Einerseits für den überregionalen Verkehr zwischen Wien und
Bratislava und andererseits für den regionalen Verkehr wie die
Nordbahn, Ostbahn, S 80 oder S 8.
Details zur neuen Station Stadlau
Die neue U2-Station Stadlau liegt auf einem Brückentragwerk etwa 13
bis 14 Meter über dem Niveau und schräg über der geplanten
S80-Trasse, der Kaisermühlenstraße und dem ehemaligen Sportplatz des
ESV-Stadlau. Die Länge der U- und S-Bahn-Station Stadlau beträgt
jeweils ca. 200 Meter. Beide erhalten einen Mittelbahnsteig.
Im 1. Stock des Bahnhofsgebäudes Kaisermühlenstraße der Station
Stadlau befindet sich der Hauptzugang zum künftigen S80-Bahnsteig. In
diesem Geschoß wird das gemeinsame Aufnahmegebäude von einem
ÖBB-Brückentragwerk durchdrungen, auf dem ein Gleis der künftigen
Schnellbahntrasse errichtet wird. Erst im Geschoß darüber befinden
sich die U-Bahn-Bahnsteige der künftigen U2-Verlängerung. Beide
Geschoße sind auch direkt mit zwei Rolltreppen, über eine feste
Stiege sowie mit beiden Liften vom Straßenniveau aus erreichbar.
Eine Überdachung und Wartekojen werden den Reisenden Schutz vor Wind
und Wetter bieten. Die Bahnsteige sind alle barrierefrei - mit einer
Liftanlage versehen.
Der Neubau der U2-Station Stadlau ist Teil des Bauabschnittes
U2/8-"Stadlau, Hardeggasse". Der gesamte Bauabschnitt der U-Bahn ist
etwa 1100 Meter lang und reicht von der Neuhaufenstraße bis zur
Hardeggasse. Von der Bauabschnittsgrenze im Bereich der
Neuhaufenstraße bis zur Station Stadlau erstrecken sich zwei ca. 250
Meter lange Stahlbrückentragwerke für die beiden U-Bahn-Gleise. Auf
Grund der Querung der A23 und des ÖBB-Bahnhofes Stadlau verläuft die
U-Bahn-Trasse in doppelter Hochlage bezogen auf das Straßenniveau.
Der gesamte Bauabschnitt des ÖBB-Teiles ist 2030 Meter lang und
erstreckt sich vom Mühlwasser über neu zu errichtende
Brückentragwerke über die Kaisermühlenstraße in die
Gemeinschaftsstation.
Im Bereich der Station Stadlau wird die ÖBB-Strecke viergleisig
ausgebaut. Die zwei bestehenden Gleise werden für den Fernverkehr
verwendet und zwei neue Gleise werden für den Nahverkehr errichtet.
Der Güterverkehr kann zukünftig auf Fernverkehrsgleisen abgewickelt
werden. Diese Entflechtung von Nah- und Fernverkehr erlaubt mehr
betriebliche Flexibilität und dadurch wiederum ist eine höhere
Verkehrsflüssigkeit möglich.
Der Umbau der Haltestelle Stadlau - ein enormes Gleisbauprojekt -
wird unter laufendem Betrieb der ÖBB durchgeführt. Mit den ersten
Vorarbeiten nördlich der Hirschstettner Straße haben die ÖBB bereits
im Juli begonnen.
Die U2 wird 12,5 Kilometer lang
Derzeit ist die Stammstrecke der U2 zwischen Karlsplatz und
Schottenring 3, 5 Kilometer lang.Nach der kompletten Fertigstellung
der U2-Verlängerung vom Schottenring bis zur Aspernstraße wird die U2
dann auf einer Strecke von 12,5 Kilometern unterwegs sein. Das Wiener
U-Bahn Netz wird dann von derzeit 66 Kilometer auf insgesamt 75
Kilometer gewachsen sein und über 101 Stationen (derzeit 90
Stationen) verfügen. Der mittlere Abstand der 17 Stationen wird bei
der neuen U2 ca. 740 Meter betragen. Die U2 verbindet dann acht
Wiener Gemeindebezirke (1., 2., 4., 6., 7., 8., 9. und 22.) und
bietet Umsteigemöglichkeiten zu drei anderen U-Bahn-Linien (U1, U3
und U4) sowie bei den Stationen Praterstern und Stadlau Anschluss an
die Linien der ÖBB:
2008 zum Stadion, 2010 zur Aspernstraße
2008 - rechtzeitig zur der Fußball-Europameisterschaft - wird man
über die bisherige Endstelle Schottenring hinaus zu den neuen
Stationen Taborstraße, Praterstern, Messe Prater und Krieau bis zum
Stadion fahren können. Zwei Jahre später folgt dann der weitere
Anschluss über die Stationen Donaumarina, Donaustadtbrücke, Stadlau,
Hardeggasse und Donauspital bis zur Aspernstraße. Die Gesamtfahrzeit
vom Karlsplatz bis zur neuen Station Stadlau wird ca. 19 Minuten
betragen. Von Stadlau bis zur U1 am Praterstern ist man dann nur noch
9 Minuten unterwegs und die U4 am Schottenring erreicht man in nur 13
Minuten. (Schluss) wstw
Rückfragehinweis:
Mag. Johann Ehrengruber Pressestelle Wiener Linien GmbH & Co KG Tel.: (01) 7909-42200 Fax: (01) 7909-42209 mailto: [email protected] http: //www.wienerlinien.at Mag. Katharina Kaschel Pressesprecherin Wien und Burgenland ÖBB Holding AG Tel.: (01) 93000-44278 Fax: (01) 93000-44078 mailto: [email protected] http: //www.oebb.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WSP






