• 03.11.2006, 11:52:20
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APA-OTS-Politikportalanalyse: Schüssel bleibt an medialer Spitze

Innsbruck / Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich ein Top-30 Ranking der
meist genannten PolitikerInnen in den österreichischen
Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (27. Oktober bis
02. November 2006) positioniert sich Bundeskanzler Wolfgang Schüssel
auf Rang eins. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer belegt den zweiten Platz,
gefolgt von Bundespräsident Heinz Fischer auf dem dritten Platz.

Der Abbruch der Koalitionsgespräche dominiert in dieser Woche das
Mediengeschehen in Österreich. Die fortschreitende Eurofighterdebatte
hat das Gesprächsklima sehr belastet. Die ÖVP zog die Konsequenz und
setzte ihre Drohungen um, die Verhandlungen mit der SPÖ wurden
vorläufig beendet.
Nach den anfangs noch harmonischen Verhandlungen im Bereich
Außenpolitik, wuchsen die Unstimmigkeiten in punkto Finanzen weiter.
Der Beschluss der Rot-Grün-Blauen Eurofighter-Konstellation zu einem
Untersuchungsausschuss gegen die ÖVP führte schlussendlich zum Ende
der Koalitionsgespräche. Als letzter Rettungsakt für eine mögliche
Weiterführung der Verhandlungen gilt bisher das geplante
Geheimtreffen der beiden Parteispitzen. Die mediale Präsenz von
Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer
zeichnet sich überwiegend durch diese Ereignisse aus. Schüssels hohe
Medienresonanz beschert ihm erneut den ersten Rang (803 Nennungen) im
Politikerranking. Gusenbauer folgt ihm mit einigem Abstand auf Rang
zwei (571 Nennungen). Auf dem dritten Rang landet mit 378 Nennungen
Bundespräsident Heinz Fischer. Auch Fischers mediale Präsenz steht
ganz im Zeichen der Koalitionsgespräche. Fischer spricht sich
verstärkt für eine große Koalition und gegen Neuwahlen aus. Nach
Beendigung der Verhandlungen durch die ÖVP rückt der Bundespräsident
und seine Entscheidungsmacht vermehrt ins Rampenlicht der Medien.
Fischer stand zudem mit seinem Redeauftritt am Nationalfeiertag und
der Auftaktsitzung des Nationalrats im Zentrum des medialen
Interesses.

Unter den ersten Fünf des Rankings sind diese Woche weiters
Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Rang vier, 298 Nennungen,
Topthemen: Kassasturz, Vereitelte Entführung von Fiona Swarowski,
Eurofighter-Ausschuss, Untersuchungsausschuss zu Banken) sowie
Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol (Rang fünf, 217 Nennungen,
Auftaktsitzung Nationalrat, Koalitionsverhandlungen, Eurofighter).

In das Top-30 Politikerranking sind unter anderem neu
eingestiegen: ÖVP-Mandatar Michael Spindelegger (Rang zwölf, 132
Nennungen, Ernennung zum zweiten Nationalratspräsident), die neue
Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (Rang 14, 121 Nennungen,
Auftaktsitzung Nationalrat), Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa
(Rang 17, 102 Nennungen, große Koalition, Neuwahlen), VP-Klubobmann
Wilhelm Molterer (Rang 19, 87 Nennungen, Eurofighter-Ausschuss) und
Grünen Vize-Chefin Eva Glawischnig-Piesczek (Rang 23, 78 Nennungen,
Ernennungen zur dritten Nationalratspräsidentin).

Die ÖVP stellt in dieser Woche 14 PolitikerInnen im Top-30
Ranking. Die SPÖ positioniert sich mit sieben VertreterInnen, gefolgt
vom BZÖ mit drei Akteuren. Die Grünen sind mit zwei, die FPÖ ist mit
einem Vertreter (Heinz-Christian Strache, Rang acht, 148 Nennungen)
präsent. Weiters finden sich im Ranking: die parteilosen Politiker
Bundespräsident Heinz Fischer und Finanzminister Karl-Heinz Grasser
sowie ÖGB-Präsident Rudolf Hundstorfer (Rang 15, 110 Nennungen).

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz
österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen
Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über das
OTS-Politikerportal http://www.politikportal.at kostenlos abrufbar.

Die kompletten Daten und alle bisherigen Analysen sind über den
kostenpflichtigen Service http://www.defacto.at erhältlich (Download
über den Link "Alle Analysen" am unteren Ende des Rankings).

Rückfragehinweis:
MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Mag. Clemens Pig, Geschäftsführender Gesellschafter
Tel.: +43 512 588 959-10
mailto:[email protected]
http://www.apa-mediawatch.at

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