• 02.11.2006, 12:02:12
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Gorbach: Tempo 100 wird nicht eingehalten

Akzeptanz der Tempolimits durch flexible Verkehrstelematik ungleich höher

Wien (OTS) - Ein ausführlicher Test der Tageszeitung "Österreich"
beweist, dass die von den Ländern neu verordneten Tempo 100 Strecken
bei den Autofahrern keine Akzeptanz finden, wenige halten sich daran.
Verkehrsminister Hubert Gorbach empfahl heute deshalb den
Landeshauptleuten, sich nicht an starre Limits festzuklammern,
sondern künftig die von ihm vorangetriebene Verkehrstelematik zu
nutzen, auch in Verbindung mit einer Erhöhung der Tempobeschränkungen
bei optimalen Verhältnissen - analog zum wiederverordneten
Testbetrieb auf der A10.*****

"Die Befürchtungen mancher Oppositions- und Lokalpolitiker, man könne
den Test doch nicht in der "Jahreszeit, wo Nebel und Schnee
vorherrschen" fortsetzen, ist demnach absurd, weil genau jene
genannten Wetterverhältnisse eine Reduktion des Tempolimits auf 100
oder weniger Km/h bewirken werden", so Gorbach. Das führt uch zu
einer höheren Akzeptanz der Tempobeschränkungen, weil sie für die
Autofahrer nachvollziehbar sind: Sie wissen: es gibt einen bestimmten
verkehrssicherheitsrelevanten Grund, warum ich jetzt nur 100 oder 80
fahren darf, also halte ich mich daran. Umgekehrt: ist die Fahrbahn
verschneit und die Sicht z.B. durch Nebel oder Schneefall stark
eingeschränkt, dürfen Lenker, die angesichts dieser Verhältnisse mit
100 km/H unterwegs sind, mit Fug und Recht als "Raser" bezeichnet
werden. Diese werden im neuen System erfasst und bestraft, nach dem
alten nicht."

Der Leiter des Instituts für ganzheitliche Unfall- und
Sicherheitsforschung, Univ. Prof. DI Dr. Ernst Pfleger, kommt in
seinem verkehrssicherheitstechnischen Gutachten unmissverständlich
zum Schluss, dass "aufgrund des wissenschaftlich analysierten
Datenmaterials aus verkehrssicherheitstechnischer Sicht bei besten
äußeren Bedingungen und geringem Verkehrsaufkommen eine höhere
Geschwindigkeit als 130 km/h - im gegebenen Fall eben bis 160 km/h -
ohne grundsätzliche Gefahrenerhöhung zugelassen werden kann. Bei
hohen Verkehrsstärken bzw. bei schlechter Witterung wurden auch
geringere Fahrgeschwindigkeiten als 130 km/h angezeigt, wodurch
insgesamt die Verkehrsströme homogener waren und so die
Verkehrssicherheit verbessert wurde".

Dem umwelttechnischen Gutachten ist zu entnehmen, dass anstatt der
von vielen Kritikern prognostizierten negativen umweltrelevanten
Einflüsse die Flexibilisierung der Geschwindigkeiten sowohl
Reduktionen der Lärm- als auch der Schallemissionen bringt. "Die
Einrichtung der Teststrecke seitens des Bundesministeriums für
Verkehr, Innovation und Technologie hat sich generell bewährt", so
ein O-Ton aus dem Endbericht.

"Es muss endlich zur Kenntnis genommen werden: dieses System
homogenisiert den Verkehr und trägt dazu bei, Staus zu vermeiden und
Auffahrunfälle zu verhindern, denn: passiert ein Unfall, wird das vom
System erfasst, die Höchstgeschwindigkeit sofort reduziert und
nachfolgende Fahrzeuge werden umgehend gewarnt. Es ist also keine
"Wahnsinns-Idee", wie manche glauben machen wollen, sondern der
Testbetrieb einer durchdachten und modernen Technologie zur
effizienten Bewältigung des Straßenverkehrs und im Dienste der
Verkehrssicherheit", schloss Gorbach.

Rückfragehinweis:
Martin Standl
Pressesprecher
BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Tel.: (++43-1) 53 115/2164
mailto:[email protected]

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