Kukacka: 130 km/h auf Autobahnen hat sich bewährt und soll bleiben!

Wien (OTS) - Durch die Präsentation der Ergebnisse des Tempo-160-Versuchs sieht Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka keinen Anlass zur generellen Änderung der Straßenverkehrsordnung. "Auch in einem neuen Tempoversuch kann ich keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn sehen", sagt Kukacka und erklärt "Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 130km/h auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen hat sich bewährt und stößt bei den Autofahrern auf hohe Akzeptanz". Er bezog sich dabei auf eine Gallup-Umfrage im Auftrag der VAV-Versichrung welche ergab, dass 64 Prozent der Autofahrer Tempo-130 "als richtig angesetzt" bezeichnen. Nur vier Prozent fühlen sich durch die geltende Regelung "gebremst". Eine weitere Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit untermauert dies. Sie ergab, dass 85 Prozent der Autofahrer nie schneller als 135km/h fahren.

Es sei auch belegt, dass ständige Geschwindigkeitswechsel den Verkehrsfluss mindern und damit das Unfallrisiko erhöhen. "Wir wollen auch keinen Tempo- Fleckerlteppich auf unserem Autobahnnetz", so Kukacka, der auch auf die geringeren Schadstoff-Emissionen bei gleichmäßiger Reisegeschwindigkeit verwies und feststellte, dass 130 auch in der Mehrheit der EU-Länder die erlaubte Höchstgeschwindigkeit sei. In Deutschland hingegen passieren laut einer Untersuchung des VCÖ pro 1000 Autobahnkilometer um 35% mehr Unfälle als hierzulande. "Die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer ist wohl das beste Argument für eine Beibehaltung des derzeit gültigen Tempolimits", stellt Kukacka dazu fest.

"Die ÖVP steht für eine Verkehrspolitik der Vernunft. Das gilt gerade auch auf Österreichs Autobahnen", hielt Kukacka fest und er betonte, dass flexible Tempolimits nur dann sinnvoll wären, wenn die geplanten Verkehrsbeeinflussungsanlagen in Betrieb sind. Diese können auf Faktoren wie Verkehrsaufkommen, Tageszeit, Witterung, Lärm oder Luftverschmutzung reagieren und eine entsprechende Höchstgeschwindigkeit flexibel vorschreiben. Die Asfinag hat bereits begonnen, diese Anlagen Österreichweit zu installieren und wird dieses Programm nach der derzeitigen Planung bis 2010/2011 abgeschlossen haben. "Bis zur endgültigen Installierung der Verkehrsbeeinflussungsanlagen soll bundesweit auf Autobahnen das 130-Limit bleiben", schloss Kukacka

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