• 31.10.2006, 09:32:57
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Online-Tauschbörsen: Musikdatei gegen Strafakte

www.konsument.at diskutiert Gefahren des Gratis-Download im Internet.

Wien (OTS) - Musik-Tauschbörsen sind heftig umstritten. Zumindest
in diesem Punkt sind sich Experten einig. Doch der Download von MP3 &
Co ist nicht nur für Jugendliche ein heißes Thema, auch Eltern oder
Großeltern können mehr davon betroffen sein, als ihnen lieb ist.
Dabei stehen viele Fragen im Raum: Wann haften Eltern, ab welchem
Alter Kinder? Wie sieht die Rechtslage rund um Up- und Downloads aus?
Und was sollte der User über Musiktauschbörsen wissen? Das waren
grundlegende Fragen, die im Rahmen des Roundtable-Gesprächs, zu dem
das Onlineportal www.konsument.at Experten eingeladen hatte,
diskutiert wurden.

Ein zentrales Problem stellt die auch unter Experten noch
großteils unklare Rechtslage dar. So ist etwa heftig umstritten, ob
ein "Download" nur von einer "legalen Quelle" oder auch von einer
Raubkopie zulässig ist. Fest steht jedenfalls, dass der "Upload" von
Musikdateien strafbar ist und mit bis zu sechs Monaten
Freiheitsstrafe oder 360 Tagessätzen Geldstrafe belangt werden kann.

Auch wenn der durchschnittliche "Tauschbörsianer" laut Franz
Medwenitsch, Geschäftsführer vom Verband der Österreichischen
Musikwirtschaft, männlich und zwischen 25 und 35 Jahre alt ist: Beim
Verein für Konsumenteninformation (VKI) landen immer wieder
Beschwerden von Eltern, deren Kinder mit Abmahnungen der
Verwertungsgesellschaften konfrontiert werden. Peter Kolba,
VKI-Bereichsleiter Recht, klärt auf: "Bereits Minderjährige sind ab
dem vollendeten 14. Lebensjahr strafmündig." Zudem täuscht die
vermeintliche Anonymität des Internet: Durch die IP-Adresse lassen
sich PC-Inhaber - und damit oft auch erstaunte Eltern - ausfindig
machen, die letztlich für illegale Musik-Tauschgeschäfte
verantwortlich gemacht und zur Kasse gebeten werden können.

Wer also auf Musik aus dem Internet nicht verzichten möchte, ist
mit kostenpflichtigen Musikbörsen meist auf der sicheren Seite.
Dennoch: Auch hier gibt es Grauzonen, wie der russische Anbieter
"AllofMP3" beweist.

SERVICE: An dem "Konsument"-Roundtable-Gespräch nahmen teil: Dr.
Thomas Höhne (Spezialist für Urheberrecht), Florian Hufsky
(Bundessprecher der Piratenpartei), Dr. Franz Medwenitsch,
(Geschäftsführer vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft)
und Dr. Peter Kolba (VKI-Bereichsleiter Recht) teil. Eine
Zusammenfassung der Diskussion gibt es auf
http://go.konsument.at/musikdownloads.

Rückfragehinweis:

Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256
   Email: [email protected]

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