• 30.10.2006, 09:41:45
  • /
  • OTS0044 OTW0044

Leitl gratuliert Sparefroh zum 50er: "Rät auch zu zukunftsorientiertem Investieren"

Kapitalbildung wichtig für Private wie Unternehmen - Eigenkapitalsituation der Betriebe muss verbessert werden

Wien (PWK711) - Als "keineswegs in die Jahre gekommen und nach wie
vor aktuell" bezeichnet WKÖ-Präsident Christoph Leitl den
"Sparefroh", der heuer seinen 50. Geburtstag feiert, anlässlich des
morgigen Weltspartages. "Er hat über Jahrzehnte dem Begriff Sparen
eine neue Dimension verliehen und ihn auf sympathische Weise
vermenschlicht." Das Ergebnis: Österreich ist Sparbuchweltmeister.
Rund die Hälfte des Gesamtvermögens der ÖsterreicherInnen ist derzeit
in Sparbüchern veranlagt (181 Mrd Euro). 92 Prozent der Österreicher
sparen - fast zwei Drittel davon regelmäßig. "Das zeigt, dass es uns
in Österreich nicht schlecht geht und dass das Vertrauen in unsere
Banken nach wie vor hoch ist."

Der Sparefroh rufe aber nicht nur zum Sparen, sondern auch zu
einem durchdachten Umgang mit Geld auf - und das von Jugend an, ist
Leitl überzeugt. "Er stellt gleichsam unser monetäres Gewissen dar
und ermahnt uns zu sinnvollen Ausgaben und zukunftsorientierten
Investitionen", interpretiert Leitl den erhobenen Zeigefinger der
kleinen Werbe-Ikone. Dies gelte für Private gleichermaßen wie für
Unternehmen.

"Insbesondere junge Unternehmer haben allerdings nach wie vor um
Kapital zu kämpfen, das sie für notwendige Investitionen und für die
Überbrückung von Auftragslöchern - die trotz guter Ideen und Produkte
anfangs einfach dazugehören - dringend benötigen", weiß Leitl.
"Solides Eigenkapital ist nicht nur wegen der bevorstehenden
Einführung von Basel II und dementsprechender Bankenratings für die
Kreditvergabe so wichtig, sondern auch um generell krisensicherer zu
sein", betont der WKÖ-Präsident. Deshalb spricht sich die
Wirtschaftskammer auch für eine Abschaffung der Erbschafts- und
Schenkungssteuer aus. Mit dieser Maßnahme würde verhindert, dass die
betriebliche Substanz und das Eigenkapital von Firmen wegen der
anfallenden Steuer bei einer Betriebsübergabe geschmälert wird.
Leitl: "Das stärkt die finanzielle Kraft der Unternehmen und liegt im
besonderen Interesse der Klein- und Mittelbetriebe."

Gleichzeitig erinnert der WKÖ-Präsident an die notwendige
Beseitigung der steuerlichen Diskriminierung der Selbständigen beim
begünstigten Jahres-Sechstel - dem Urlaubs- und Weihnachtsgeld bei
den Unselbständigen. Ein begünstigtes 13. und 14. Gehalt wie bei den
Unselbständigen würde vor allem den Einpersonen-Unternehmen zugute
kommen, die überwiegend über geringes bis gar kein Eigenkapital
verfügen - und schaffe zudem höhere steuerliche Gerechtigkeit. "Der
Sparefroh von heute möchte ganz sicher auch die kleinen und jungen
Unternehmen abgesichert wissen", meint Leitl.

Durch das KMU-Paket der Regierung sei es gelungen, vor allem bei
den Kleinstbetrieben eine Verbesserung der Eigenkapital-Situation
herbeizuführen. Dazu komme, dass gerade regionale Banken eine
umfassende Palette an Finanzdienstleistungen anbieten und mit einer
entsprechenden Produktvielfalt den dynamischen Mittelstand
gesamtheitlich betreuen, so Leitl, der am 31. Oktober auch heuer
wieder zahlreiche Bankinstitute persönlich besuchen wird. "Den
Menschen von heute steht ein viel breiteres Spektrum an
Veranlagungsformen zur Verfügung, um ihr Kapital zu vermehren und bei
Bedarf darauf zugreifen zu können, als vor 50 Jahren - dies muss
aber noch mehr genützt und noch breiter zugänglich gemacht werden",
so Leitl der den Weltspartag auch als Weltanlagetag verstanden wissen
will. (Ne)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich
   Stabsabteilung Presse
   Mag. Markus Nepf 
   Tel.: (++43) 0590 900-4599
   Fax: (++43) 0590 900-263
   mailto:markus.nepf@wko.at
   http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel