- 28.10.2006, 14:55:22
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FPÖ verlangt Prüfung für ausländisches Pflegepersonal
Hofer: Pflegeverordnung birgt Gefahren für Pfleglinge - FPÖ will Valorisierung des Pflegegeldes und Recht auf Pflege in Verfassung verankern
Wien (OTS) - Die FPÖ kritisiert die zwischen SPÖ und ÖVP
vereinbarte Pflegeverordnung und die undifferenzierte Legalisierung
von ausländischem Pflegepersonal.
FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer verlangt, dass die Pfleger
sich einer Prüfung unterziehen.
Hofer: "Österreichisches Pflegepersonal ist erstklassig ausgebildet,
weil sich unser Gesundheitswesen der großen Verantwortung dieser
Berufsgruppe bewusst ist. Das qualifizierte Personal hat
beispielsweise die Aufgabe, Wundliegen zu verhindern oder Katheder zu
setzen, ohne dass es zu Entzündungen kommt. In der politischen
Diskussion wird aber noch immer nicht zwischen Haushaltshilfen,
Pflegehelfern oder qualifiziertem Personal unterschieden."
Die FPÖ fordert von der neuen Bundesregierung auch eine Valorisierung
des Pflegegeldes. Hofer: "Nicht nur steigende Personalkosten, auch
steigende Sachkosten führen zu einer schleichenden Entwertung des
Pflegegeldes. Ich erinnere daran, dass bereits vor der letzten
Nationalratswahl eine Valorisierung des Pflegegeldes versprochen
wurde. Nach der Wahl wollte man mit Hinweis auf die angespannte
Budgetlage nichts mehr davon wissen. Dafür wurden die Förderungen für
Parteien um 8,5 Prozent erhöht."
Erstmals seit 1996 wurde das Pflegegeld per 1. Jänner 2005 um zwei
Prozent erhöht. Damit wurde der Wertverlust aber nicht annähernd
ausgeglichen: "Der Wertverlust beim Pflegegeld seit dem Jahr 1996
beträgt trotz Erhöhung im Jahr 2005 über 10 Prozent. Daher muss es
jetzt zu einer fairen Erhöhung des Pflegegeldes in diesem Ausmaß
kommen. Gleichzeitig ist eine jährliche automatisierte Indexanpassung
sicherzustellen."
Die FPÖ verlangt außerdem, das Recht auf medizinisch notwendige
Leistungen für alle Österreicher unabhängig von Alter, Geschlecht
oder finanzieller Leistungsfähigkeit in der Verfassung
festzuschreiben.
Hofer: "Wir müssen außerdem jetzt eine Ausbildungsoffensive für
qualifiziertes Pflegepersonal starten. Es ist dies eines der
wichtigsten Berufsfelder der Zukunft. Wer hier ausgebildet ist, muss
sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen machen. Es ist daher
nicht einzusehen, dass wir einfach zusehen, wie die Arbeitslosigkeit
in Österreich steigt und gleichzeitig darauf verzichten, mehr
österreichischen Jugendlichen die Chance auf eine Ausbildung in
diesem Berufszweig zukommen zu lassen."
Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]
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