Mölzer: Türkeiverhandlungen sind Beschäftigungsprogramm für EU-Polit-Establishment.

Aktuelle Anti-EU-Umfrage in der Türkei - Prüfstein für die Glaubwürdigkeit der SPÖ.

Wien, 25-10-2006 (OTS) - Wenn nur noch 32 Prozent der Türken für eine EU-Mitgliedschaft ihres Landes seien, dann müsse Brüssel daraus die Konsequenzen ziehen und die Beitrittsverhandlungen abbrechen, forderte heute der freiheitliche EU-Abgeordnete Andreas Mölzer zu einer von der türkischen Zeitung "Milliyet" veröffentlichten Umfrage. Und wenn nur sieben Prozent der Befragten angaben, sie trauten der EU, dann könne man daraus nur den Schluß ziehen, daß die Beitrittsgespräche nicht mehr als ein Beschäftigungsprogramm für das EU-Polit-Establishment seien, so Mölzer weiter. "Bezeichnend ist auch, daß die Türken in islamischen Nachbarstaaten und nicht in EU-Ländern Freunde ihres Landes sehen. Das ist ein Beweis mehr, wie sehr die islamische Türkei geistig und mentalitätsmäßig im Orient verankert ist", stellte der freiheitliche EU-Mandatar fest.

Ob die neuerlich bestätigte Europaferne der Türkei auch in den Koalitionsverhandlungen zwischen SPÖ und ÖVP ihren Niederschlag finden werde, müsse vorerst abgewartet werden, meinte Mölzer. Jedenfalls werde sich in der Frage des Türkeibeitritts die Glaubwürdigkeit der SPÖ zeigen. Wenn nämlich Alfred Gusenbauer im Wahlkampf erklärte, die Türkei sei nicht reif für die EU, dann hätte er als Bundeskanzler die Chance, Nein zur Türkei zu sagen. Wahrscheinlicher sei jedoch, daß Gusenbauer auf die ÖVP-Linie einschwenken und in Österreich von sogenannten "ergebnisoffen Verhandlungen" sprechen und gleichzeitig in Brüssel brav die Anordnungen der Türkeilobby befolgen werde", betonte Mölzer abschließend.
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