50 Jahre Ungarnaufstand 1956

Wien (OTS) - Unter dem Titel "Ungarn dankt Österreich" fand am 17. Oktober ein bemerkenswerter Gedenkabend im Austria Center Vienna statt. Die 2.670 registrierten Gäste, darunter viele Ungarn, die nach 1956 in Österreich geblieben waren, gedachten mit den Spitzen der ungarischen und österreichischen Regierung des Aufstandes der Ungarn gegen die russische Besatzungsmacht. Berührende Worte des Dankes und der Verbundenheit der beiden Länder fand der ungarische Staatspräsident Laszlo Solyom in seiner Würdigung der spontanen Hilfe der Österreicher für etwa 200.000 ungarische Flüchtlinge, die nichts als das nackte Leben hatten retten können. Mit den Worten "Ein Ungar kann einen Österreicher nicht als Fremden ansehen" sprach er die Quintessenz seiner Rede aus. Der österreichische Bundespräsident Dr. Heinz Fischer erinnerte an die berühmte Brücke von Andau, der wichtigste Fluchtweg für tausende Ungarn in die Freiheit. An diesem Ort fand auch eine eigene feierliche Veranstaltung mit Enthüllung eines Gedenksteins statt.

Der Ungarnaufstand 1956, wenn auch gescheitert, war dennoch ein Meilenstein in der Europäischen Geschichte und ein Schritt zum geeinten demokratischen Europa, das 30 Jahre später Wirklichkeit wurde.

Anlässlich der Gedenkfeiern gibt es im ungarischen Kulturinstitut eine hochkarätige Reihe von Veranstaltungen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Lesungen und Konzerten bis Jahresende 2006. Namhafte Zeitzeugen kommen ebenso zu Wort wie zeitgenössische Künstler und Historiker.

Infos: Collegium Hungaricum, 1020 Wien, Hollandstraße 4, office@collegiumhungaricum.at, www.collegium-hungaricum.at

Abkommen zwischen Österreich und Ungarn zur Öffnung neuer Grenzübergänge

"Heute sind Österreich und Ungarn noch ein Stück weiter zueinander gerückt", sagte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der Genehmigung durch die österreichische Bundesregierung des Abkommens zwischen Österreich und Ungarn über den Grenzübertritt auf touristischen Wegen an der gemeinsamen Staatsgrenze.

Das Abkommen hat durchaus Symbolcharakter anlässlich der Ereignisse vor 50 Jahren. Dadurch wird die gemeinsame Grenze weiter geöffnet. In einer ersten Runde werden vorerst sechs Grenzübergänge geöffnet, weitere sind nach Vorliegen der Erfahrungswerte vorgesehen. Im Interesse der Förderung des sanften Tourismus werden die neuen Grenzübertrittsstellen ausschließlich für Radfahrer, Fußgänger und Personen mit Pferden geöffnet werden. Mit dem Abkommen wird nunmehr die Möglichkeit geschaffen, die Grenze auf bestimmten Wander- und Radwegen unter Mitführung eines gültigen Reisedokuments überschreiten zu können. Unter anderem wird der Grenzübertrittspunkt Sankt Margarethen/Fertörákos geöffnet, wo 1989 das Paneuropäische Picknick stattfand. Durch solche konkreten Erleichterungen im Touristenverkehr wird das europäische Friedenswerk für die Bürgerinnen und Bürger in ihrem täglichen Leben erfahrbar.

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Tel.: 0043/1/5852012-13, Fax: 0043/1/5852012-15,
ungarnsekr@ungarn-tourismus.at,
www.ungarn-tourismus.at, www.hungary.com,
kostenloses Infotelefon nach Ungarn: 00800 3600 0000,
Infotelefon in Wien: 0900 220013 /0,61 Euro pro Min)

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