- 23.10.2006, 13:46:56
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50 Jahre Ungarnaufstand 1956
Wien (OTS) - Unter dem Titel "Ungarn dankt Österreich" fand am 17.
Oktober ein bemerkenswerter Gedenkabend im Austria Center Vienna
statt. Die 2.670 registrierten Gäste, darunter viele Ungarn, die nach
1956 in Österreich geblieben waren, gedachten mit den Spitzen der
ungarischen und österreichischen Regierung des Aufstandes der Ungarn
gegen die russische Besatzungsmacht. Berührende Worte des Dankes und
der Verbundenheit der beiden Länder fand der ungarische
Staatspräsident Laszlo Solyom in seiner Würdigung der spontanen Hilfe
der Österreicher für etwa 200.000 ungarische Flüchtlinge, die nichts
als das nackte Leben hatten retten können. Mit den Worten "Ein Ungar
kann einen Österreicher nicht als Fremden ansehen" sprach er die
Quintessenz seiner Rede aus. Der österreichische Bundespräsident Dr.
Heinz Fischer erinnerte an die berühmte Brücke von Andau, der
wichtigste Fluchtweg für tausende Ungarn in die Freiheit. An diesem
Ort fand auch eine eigene feierliche Veranstaltung mit Enthüllung
eines Gedenksteins statt.
Der Ungarnaufstand 1956, wenn auch gescheitert, war dennoch ein
Meilenstein in der Europäischen Geschichte und ein Schritt zum
geeinten demokratischen Europa, das 30 Jahre später Wirklichkeit
wurde.
Anlässlich der Gedenkfeiern gibt es im ungarischen Kulturinstitut
eine hochkarätige Reihe von Veranstaltungen, Ausstellungen,
Filmvorführungen, Lesungen und Konzerten bis Jahresende 2006.
Namhafte Zeitzeugen kommen ebenso zu Wort wie zeitgenössische
Künstler und Historiker.
Infos: Collegium Hungaricum, 1020 Wien, Hollandstraße 4,
[email protected], www.collegium-hungaricum.at
Abkommen zwischen Österreich und Ungarn zur Öffnung neuer
Grenzübergänge
"Heute sind Österreich und Ungarn noch ein Stück weiter zueinander
gerückt", sagte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der
Genehmigung durch die österreichische Bundesregierung des Abkommens
zwischen Österreich und Ungarn über den Grenzübertritt auf
touristischen Wegen an der gemeinsamen Staatsgrenze.
Das Abkommen hat durchaus Symbolcharakter anlässlich der
Ereignisse vor 50 Jahren. Dadurch wird die gemeinsame Grenze weiter
geöffnet. In einer ersten Runde werden vorerst sechs Grenzübergänge
geöffnet, weitere sind nach Vorliegen der Erfahrungswerte vorgesehen.
Im Interesse der Förderung des sanften Tourismus werden die neuen
Grenzübertrittsstellen ausschließlich für Radfahrer, Fußgänger und
Personen mit Pferden geöffnet werden. Mit dem Abkommen wird nunmehr
die Möglichkeit geschaffen, die Grenze auf bestimmten Wander- und
Radwegen unter Mitführung eines gültigen Reisedokuments
überschreiten zu können. Unter anderem wird der Grenzübertrittspunkt
Sankt Margarethen/Fertörákos geöffnet, wo 1989 das Paneuropäische
Picknick stattfand. Durch solche konkreten Erleichterungen im
Touristenverkehr wird das europäische Friedenswerk für die
Bürgerinnen und Bürger in ihrem täglichen Leben erfahrbar.
Rückfragehinweis:
Ungarisches Tourismusamt, Opernring 1/R/707, Tel.: 0043/1/5852012-13, Fax: 0043/1/5852012-15, [email protected], www.ungarn-tourismus.at, www.hungary.com, kostenloses Infotelefon nach Ungarn: 00800 3600 0000, Infotelefon in Wien: 0900 220013 /0,61 Euro pro Min)
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