Der Abbau des Seibersdorfer Forschungsreaktors - eine europäische Erfolgsgeschichte

Wien (OTS) - Der Bund als Mehrheitseigentümer der Austrian
Reserach Centers GmbH hatte den Entschluss gefasst, die Nuklearen Dienste des Forschungszentrums in eine eigene rechtliche Gesellschaft, die Nuclear Engineering Seibersdorf GmbH, auszugliedern. Ziel dieser neuen Gesellschaft ist es, eine zentrale Expertise auf den Gebieten der Dekommissionierung kerntechnischer Einrichtungen und der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle aufrecht zu halten.

Bereits 1999, nach fast 40 Jahren Betrieb des ASTRA-Forschungsreaktors, war der Beschluss gefasst worden, den Reaktor stillzulegen und abzubauen. Nach langwierigen Verhandlungen mit den involvierten Bundesministerien ist es 2003 gelungen, alle in Zusammenhang mit den "radioaktiven Altlasten" verbundenen finanziellen Verpflichtungen vertraglich zu regeln und damit die konventionellen Forschungsbereich des ARC-Konzerns auch für die Zukunft vor finanziellen Belastungen abzusichern.

Eines der großen Vorhaben innerhalb des Vertrages der Nuclear Engineering Seibersdorf GmbH mit dem Bund war und ist die Stilllegung des ASTRA-Forschungsreaktors. Mit einer Abbauzeit von weniger als 6 Jahren und einem Finanzierungsvolumen von weniger als 14 Mio. EUR hat die Reaktormannschaft europäische Geschichte geschrieben, gelten diese Milestones doch als Benchmarks für die Stilllegung europäischer Forschungsreaktoren.

Der Abschluss dieses Stilllegungsprojektes, der auch mit dem 50. Gründungsjubiläum der ARC zusammenfällt, war uns Anlass, die Geschichte dieses erfolgreichen Betriebes des Forschungsreaktors wie auch den erfolgreichen Abbau in Buchform der Nachwelt zu hinterlassen.

Mit vorliegender Chronik, die einer unser lang dienenden Supervisor oder späterer Betriebsleiter des Forschungsreaktors erstellt hat, wollen wir uns in erster Linie bei unseren Eigentümern für die Bereitschaft der Finanzierung bedanken. Ermöglicht hat die erfolgreiche Umsetzung dieser Reaktorstilllegung aber Franz Meyer mit seinem erfahrenen Team, dem unser besonderer Dank gilt.

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Günter Hillebrand
Geschäftsführung NES
guenter.hillebrand@arcs.ac.at

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