• 19.10.2006, 14:02:03
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Vogelgrippe: Forschungsprojekt "Constanze" gestartet

Bodensee eines der am besten untersuchten Gewässer

Bregenz (VLK) - Im nun gestarteten Forschungsprojekt "Constanze"
wird die Vogelgrippe am Bodensee genauer unter die Lupe genommen.
Forschungsinstitutionen und Behörden aus Deutschland, Österreich und
der Schweiz wollen die Vogelwelt auf dem See und das
Vogelgrippe-Geschehen während dreier Jahre erforschen. Die Resultate
sollen über die Bodenseeregion hinaus wirken: Sie werden dazu
beitragen, das Geflügel künftig besser und gezielter vor einer
Einschleppung der Vogelgrippe zu schützen.

Die Vogelgrippe H5N1 ist in vielen Ländern nach wie vor präsent.
Auch in Regionen Russlands, aus denen Zugvögel nach Mitteleuropa zur
Überwinterung kommen, werden immer wieder Fälle entdeckt. Ein
erneutes Auftreten von Vogelgrippe-Fällen in Westeuropa ist deshalb
wahrscheinlich - auch auf dem Bodensee, der mit rund 250.000
Wasservögeln eines der wichtigsten Überwinterungsgebiete Europas ist.

Mit "Constanze" wird der Bodensee nun zu einem der am besten
untersuchten Gewässer. Durch Auswertungen von Wasservogelzählungen
und Ringfunden der vergangenen Jahrzehnte und durch Bestücken von
Vögeln mit Funksendern wollen Forschende die Vogelwelt auf dem See
erkunden. In so genannten Reusen werden Wasservögel gefangen, auf
Vogelgrippe beprobt und wieder freigelassen. In speziell für das
Projekt eingerichteten Stockenten-Haltungen wird geprüft, ob
Wildvögel den Vogelgrippe-Erreger einschleppen. Zudem wird die
Diagnostik verbessert und Risikomodelle werden erarbeitet, um künftig
die Ausbreitung der Vogelgrippe am Computer simulieren zu können.

Da die Vogelgrippe keine Grenzen kennt, wird sie mit Constanze
auch länderübergreifend angegangen. Neben Behörden rund um den
Bodensee sind aus Deutschland das Friedrich-Loeffler-Institut und die
Vogelwarte Radolfzell am Max-Planck-Institut für Ornithologie
beteiligt, aus Österreich die Österreichische Agentur für Gesundheit
und Ernährungssicherheit (AGES) und aus der Schweiz das Institut für
Viruskrankheiten und Immunprophylaxe (IVI), das Schweizerische
Tropeninstitut und die Schweizerische Vogelwarte Sempach. Geleitet
wird das Forschungsprojekt vom Schweizer Bundesamt für
Veterinärwesen. Constanze wird rund zwei Millionen Euro kosten und
ist aus verschiedenen Quellen finanziert.

Auf www.projekt-constanze.info werden weitere Informationen und -
sobald verfügbar - aktuelle Resultate veröffentlicht.

Rückfragehinweis:

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   Fax: 05574/511-20190
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