• 19.10.2006, 11:18:37
  • /
  • OTS0089 OTW0089

FORMAT: Gipfeltreffen Ötsch, Junghans, Hable am Freitag

Ötsch im Interview: "Geschäftsschädigende Aussagen der Betriebsräte theoretisch klagbar" - "Weitere Strecken-Einstellungen bei mangelnder Kooperation denkbar"

=

Wien (OTS) - Wien (OTS) Morgen, Freitag, kommt es in der
AUA-Zentrale vor dem Hintergrund von Konflikten zwischen Management
und Belegschaft zu einem Treffen zwischen AUA-Vorstandssprecher
Alfred Ötsch, Bordbetriebsrat Alfred Junghans und Bodenbetriebsrat
Wolfgang Hable. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin FORMAT in seiner
morgen, Freitag, erscheinenden Ausgabe. "Ich habe Hable und Junghans
zu mir gebeten, um einige Dinge zu klären", so Ötsch gegenüber
FORMAT. "Es geht um geschäftsschädigende öffentliche Aussagen, die
theoretisch klagbar sind, insbesondere wenn sie angesichts der
bevorstehenden Kapitalerhöhung in einer der entscheidensten Phasen
unseres Unternehmens getätigt werden. Ich werde klar stellen, dass
ich nicht mit einem Schulterzucken darüber hinweg gehen kann."

Hable habe in einem FORMAT-Interview beispielsweise behauptet, die
AUA würde im Zuge des Ausbaues der Business-Class Sitze einbauen, die
bei der Lufthansa schon wieder ausgebaut würden, so Ötsch. Das sei
definitiv falsch. Darüber hinaus würden die Leistungen ganzer
Unternehmensbereiche "mit oberflächlichen Betrachtungen von
Hobby-Ökonomen aus dem Betriebsrat ungerechtfertigt angeprangert".
Kritik übte Ötsch auch an die Anrufung einer paritätisch besetzten
Kommission durch Hable, vor der das AUA-Management die
wirtschaftliche Sinnhaftigkeit von Spar-Maßnahmen erläutern muss.
"Ich befürchte, dass dabei bisher nicht veröffentliche Detailzahlen
verbreitet würden, was sicherlich vor dem Hintergrund der laufenden
Kapitalerhöhung heikel ist."

Ötsch stellte bei mangelnder Kooperationsbereitschaft der
Betriebsräte weitere Streckenschließungen in den Raum. "Nach jetzigem
Stand der Planung, inklusive aller Abfederungs-Maßnahmen, kommen wir
wahrscheinlich ohne Kündigungen aus, obwohl wir die
Australien-Strecke eingestellt haben. Das Problem ist: Wenn sich der
Betriebsrat weiterhin aus Prinzip querlegt, wird es dabei nicht
bleiben können, weil der Kapitalmarkt Druck auf weitreichendere
Sanierungsschnitte machen würde. Nicht nur die Australien-Strecke war
schwer defizitär, etwa auch die Shanghai-Route ist gefährdet. Wenn
Management und Betriebsrat nicht an einem Strang ziehen, werden
Langstrecken wie diese auf die Dauer nicht zu halten sein."

Einen Machtkampf zwischen ihm und Hable sieht Ötsch nicht. "Davon
kann keine Rede sein, schon angesichts der Ebenen unserer Tätigkeit",
sagte er gegenüber FORMAT.

Rückfragehinweis:
FORMAT-Wirtschaft,
Bernhard Salomon,
Tel.: (01) 217 55/DW 4149

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel