Fachhochschule Wiener Neustadt und CERN vereinbaren Forschungskooperation

Durch diese Kooperation stehen den Wiener Neustädter Wissenschaftern in Zukunft die weltweit einzigartigen Forschungsanlagen des CERN zur Verfügung.

Wiener Neustadt (OTS) - Das Team um Erich Griesmayer, dem technischen Geschäftsführer der Fachhochschule Wiener Neustadt, ist ein großer Wurf gelungen: eine Forschungspartnerschaft mit dem CERN in Genf. Diese Partnerschaft ermöglicht den Wiener Neustädter Wissenschaftern Forschung auf höchstem internationalem Niveau. Professoren und Studenten können in Zukunft den LHC (Large Hadron Collider), den weltweit größten Protonen-Speicherring, für ihre wissenschaftliche Tätigkeit nutzen und Erfahrung bei der Verwendung dieses weltweit modernsten Teilchenbeschleunigers sammeln.

Dieser Speicherring liegt in einem 27 km langen Tunnel in einer Tiefe von bis zu 150 Meter zwischen dem französischen Jura-Gebirge und dem Genfer See. Als erste und einzige Fachhochschule Europas wird die FH Wiener Neustadt Mitglied beim so genannten Atlas-Experiment, bei dem Teilchen-Kollisionen mit bisher nie da gewesener Energie untersucht werden.

Auch die übrige Infrastruktur des CERN steht den FH-Forschern aus Wiener Neustadt in Zukunft zur Verfügung. Von der Arbeit in Genf erwarten sich die Wissenschafter spektakuläre Ergebnisse im Hochtechnologie-Bereich.

Zudem wird es verstärkt zu einem Know-how-Transfer zwischen den Genfer Physikern und ihren österreichischen Kollegen kommen. "Die Forschung und Lehre in Wiener Neustadt werden durch diese Partnerschaft noch internationaler und noch interdisziplinärer, was sich auch in nachhaltigen Technologie-Entwicklungen niederschlagen wird", so Griesmayer.

Studenten bzw. Absolventen der FH Wiener Neustadt können für ausgewählte Diplomarbeiten und Dissertationen ebenfalls am CERN forschen und sich in Genf erste wissenschaftliche Sporen verdienen. "Davon werden auch die späteren Arbeitgeber unserer Studenten und die Betriebe, die uns an der FH Wiener Neustadt mit der Durchführung von Forschungsprojekten beauftragen, profitieren. Letztlich bringen gut ausgebildete Mitarbeiter einem Unternehmen ja große Wettbewerbsvorteile", sagt Erich Griesmayer.

Die Forschungstätigkeit der Wiener Neustädter Fachhochschule am CERN soll laufend neue Ergebnisse bringen, die vor allem der Medizin-Technik und der Mikroelektronik dienen.

Die Forschungskooperation mit dem CERN kam durch die erstklassige Reputation der FH Wiener Neustadt in der internationalen Forschungscommunity zu Stande. Bereits seit Jahren entwickelt die FH-Forschungsgesellschaft "Fotec" elektronische Komponenten für CERN, die vor allem in der Urknall-Forschung zum Einsatz kommen.

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