- 18.10.2006, 12:27:54
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Kukacka bei Danube Summit: "Bis 2015 zusätzlich 1 Million LKW-Ladungen jährlich auf Wasserstraße bringen"
Regelmäßigen Containerverkehr zwischen Österreich und Schwarzem Meer soll bis 2007/08 realisiert werden.
Wien (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka betonte
heute bei seinem Impulsreferat am diesjährigen "Danube Summit" in
Budapest, das Zukunftspotenzial der europäischen Binnenschifffahrt:
"Die Integration der ost- und südosteuropäischen Staaten in die
Europäische Union führt zu einem Anstieg des grenzüberschreitenden
Güterverkehrs um jährlich zirka 7 bis 8%, und damit mittelfristig zu
einer Überlastung des bestehenden Straßen- und Schienennetzes im
Donaukorridor. Die Binnenschifffahrt kann dieses Problem lösen
helfen, denn mehr Gütertransporte auf dem Wasser bedeuten weniger
Unfälle, Lärm, Emissionen und Staus. Es ist daher das erklärte
verkehrspolitische Ziel Österreichs, den Verkehrsträger Schifffahrt
attraktiver zu machen und im Güterverkehr bis zum Jahr 2015
zusätzlich bis zu eine Million LKW-Ladungen jährlich auf die
Wasserstraße zu bringen", hält Kukacka fest.
In der österreichischen EU-Präsidentschaft wurde ein umfassendes
politisches Aktionsprogramm zur Förderung der Binnenschifffahrt auf
europäischer Ebene beschlossen. Kukacka dazu: "Ich erwarte mir, dass
dieses Projekt NAIADES auf der Agenda der europäischen
Verkehrspolitik bleibt und die Europäische Kommission die Umsetzung
dieses Programms konsequent und zügig vorantreibt! Die
verkehrspolitische Zielvorstellung Österreichs ist zumindest eine
Verdoppelung der aktuell auf der österreichischen Donau
transportierten zwölf Millionen Tonnen Güter auf 25 bis 30 Millionen
Tonnen bis zum Jahre 2015", erklärt der Verkehrsstaatssekretär. Um
dies zu erreichen wurde ein so genanntes Flussbauliches Gesamtprojekt
eingeleitet. Dieses wird zwischen Wien und Bratislava stabilere
Fahrwasserverhältnisse schaffen, indem eine ganzjährige Abladetiefe
von mindestens 2,50 m sichergestellt wird. Gleichzeitig wird die
ökologische Situation im "Nationalpark Donauauen" nachhaltig
verbessert. Aus dem 470 Mio. Euro umfassenden Investitionsvolumen des
Nationalen Aktionsplans Donauschifffahrt wird bis 2015 neben dem
modernen Verkehrstelematiksystem DoRIS (Donau River Information
System) auch die Modernisierung der Donauflotte und der Ausbau der
Donauhäfen finanziert.
"Die wirtschaftliche und politische Transformation der Region ist mit
einer Entwicklungsdynamik verbunden, die in Europa ihresgleichen
sucht", sagt Kukacka. Vor allem eine Forcierung von regelmäßigen
Container-Liniendiensten auf der Donau ist dem Staatssekretär darum
ein besonderes Anliegen. Als Folge eines Treffens zwischen Kukacka
und seinem Rumänischen Amtskollegen Galiatatos wurde eine
Machbarkeitsstudie zu Container-Liniendiensten an der Donau
entwickelt.
Die COLD-Studie ergab, dass bei konventionellen Transporten zwischen
Österreich und dem Hafen Konstanza die Transportkosten vergleichbar
mit den Bahntarifen in den Nordseehäfen sind. Bei containergerechten
Schiffen ergeben sich deutliche Kostenvorteile. Zur Transportdauer
wurde etwa für den Europa-Asien-Verkehr festgestellt, dass
beispielsweise von Krems aus der Weg via Donau nach Konstanza und
weiter über den Suez-Kanal gleich lang wie jener via Bahn nach
Hamburg und dann nach Asien dauert. Das Ergebnis zeigt also, dass der
Transport auf der Donau über das schwarze Meer (Konstanza), die
Alternativrouten bei gleicher Geschwindigkeit in Punkto Kosten und
Umweltschonung, hinter sich lässt. Die COLD-Studie wird auch am
"Danube Summit" diskutiert werden von dem sich Kukacka abschließend
eine enge Zusammenarbeit der Donaustaaten wünscht: "Unser Ziel ist es
durch eine intensive Planung und rasche Realisierung einen Start von
regelmäßigen Containerverkehren zwischen Österreich und Schwarzem
Meer schon im Jahr 2007/08 zu realisieren. Damit wird der
österreichischen Wirtschaft eine kostengünstige und attraktive
Transportalternative zur Verfügung gestellt".
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat im BM für Verkehr, Innovation und Technologie
Stefan Naglis, Pressesprecher
Tel.: +43 (01) 711 62/8803
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