Kukacka bei Danube Summit: "Bis 2015 zusätzlich 1 Million LKW-Ladungen jährlich auf Wasserstraße bringen"

Regelmäßigen Containerverkehr zwischen Österreich und Schwarzem Meer soll bis 2007/08 realisiert werden.

Wien (OTS) - Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka betonte heute bei seinem Impulsreferat am diesjährigen "Danube Summit" in Budapest, das Zukunftspotenzial der europäischen Binnenschifffahrt:
"Die Integration der ost- und südosteuropäischen Staaten in die Europäische Union führt zu einem Anstieg des grenzüberschreitenden Güterverkehrs um jährlich zirka 7 bis 8%, und damit mittelfristig zu einer Überlastung des bestehenden Straßen- und Schienennetzes im Donaukorridor. Die Binnenschifffahrt kann dieses Problem lösen helfen, denn mehr Gütertransporte auf dem Wasser bedeuten weniger Unfälle, Lärm, Emissionen und Staus. Es ist daher das erklärte verkehrspolitische Ziel Österreichs, den Verkehrsträger Schifffahrt attraktiver zu machen und im Güterverkehr bis zum Jahr 2015 zusätzlich bis zu eine Million LKW-Ladungen jährlich auf die Wasserstraße zu bringen", hält Kukacka fest.

In der österreichischen EU-Präsidentschaft wurde ein umfassendes politisches Aktionsprogramm zur Förderung der Binnenschifffahrt auf europäischer Ebene beschlossen. Kukacka dazu: "Ich erwarte mir, dass dieses Projekt NAIADES auf der Agenda der europäischen Verkehrspolitik bleibt und die Europäische Kommission die Umsetzung dieses Programms konsequent und zügig vorantreibt! Die verkehrspolitische Zielvorstellung Österreichs ist zumindest eine Verdoppelung der aktuell auf der österreichischen Donau transportierten zwölf Millionen Tonnen Güter auf 25 bis 30 Millionen Tonnen bis zum Jahre 2015", erklärt der Verkehrsstaatssekretär. Um dies zu erreichen wurde ein so genanntes Flussbauliches Gesamtprojekt eingeleitet. Dieses wird zwischen Wien und Bratislava stabilere Fahrwasserverhältnisse schaffen, indem eine ganzjährige Abladetiefe von mindestens 2,50 m sichergestellt wird. Gleichzeitig wird die ökologische Situation im "Nationalpark Donauauen" nachhaltig verbessert. Aus dem 470 Mio. Euro umfassenden Investitionsvolumen des Nationalen Aktionsplans Donauschifffahrt wird bis 2015 neben dem modernen Verkehrstelematiksystem DoRIS (Donau River Information System) auch die Modernisierung der Donauflotte und der Ausbau der Donauhäfen finanziert.

"Die wirtschaftliche und politische Transformation der Region ist mit einer Entwicklungsdynamik verbunden, die in Europa ihresgleichen sucht", sagt Kukacka. Vor allem eine Forcierung von regelmäßigen Container-Liniendiensten auf der Donau ist dem Staatssekretär darum ein besonderes Anliegen. Als Folge eines Treffens zwischen Kukacka und seinem Rumänischen Amtskollegen Galiatatos wurde eine Machbarkeitsstudie zu Container-Liniendiensten an der Donau entwickelt.
Die COLD-Studie ergab, dass bei konventionellen Transporten zwischen Österreich und dem Hafen Konstanza die Transportkosten vergleichbar mit den Bahntarifen in den Nordseehäfen sind. Bei containergerechten Schiffen ergeben sich deutliche Kostenvorteile. Zur Transportdauer wurde etwa für den Europa-Asien-Verkehr festgestellt, dass beispielsweise von Krems aus der Weg via Donau nach Konstanza und weiter über den Suez-Kanal gleich lang wie jener via Bahn nach Hamburg und dann nach Asien dauert. Das Ergebnis zeigt also, dass der Transport auf der Donau über das schwarze Meer (Konstanza), die Alternativrouten bei gleicher Geschwindigkeit in Punkto Kosten und Umweltschonung, hinter sich lässt. Die COLD-Studie wird auch am "Danube Summit" diskutiert werden von dem sich Kukacka abschließend eine enge Zusammenarbeit der Donaustaaten wünscht: "Unser Ziel ist es durch eine intensive Planung und rasche Realisierung einen Start von regelmäßigen Containerverkehren zwischen Österreich und Schwarzem Meer schon im Jahr 2007/08 zu realisieren. Damit wird der österreichischen Wirtschaft eine kostengünstige und attraktive Transportalternative zur Verfügung gestellt".

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