• 18.10.2006, 11:00:00
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Medieninformation von redmail - Postmarkt-Liberalisierung: Optimismus bei den Konsumenten

Preissenkungen von zwanzig Prozent zu erwarten - Vorschlag zur Lösung des Briefkastenthemas

Wien (OTS) - Herr und Frau Österreicher erhoffen sich von der
kommenden Liberalisierung des Postmarkts mehr Qualität und Service,
wie eine aktuelle Umfrage bei fünfhundert Konsumenten ergab. redmail,
das größte private Postunternehmen in Österreich, rechnet bei
Vollliberalisierung mit Preissenkungen von rund zwanzig Prozent.
Weiters legt redmail einen Vorschlag zur Lösung des
Briefkasten-Dilemmas vor: Der Staat soll die neuen Postkästen
vorfinanzieren und dafür von allen Postunternehmen jährlich eine
Benützungsgebühr einheben.

Marktöffnung bringt niedrigere Preise

Fast die Hälfte der Österreicher erwartet, dass die Abschaffung
des Postmonopols zu niedrigeren Preisen führt. Das ergab eine
aktuelle Internet-Umfrage bei fünfhundert Konsumenten, die vom
Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT)
durchgeführt wurde. Dabei glauben 34,4 Prozent nicht an
Preissenkungen, 18,8 Prozent haben dazu keine Meinung. Bernd
Kirisits, Geschäftsführer des größten privaten Postdienstleisters
redmail, sieht ein Vorbild im Telefon-Markt: "Telefonieren ist heute
um fast siebzig Prozent billiger als zu Zeiten des Monopols. Auch die
Postleistungen werden durch Konkurrenz billiger - wir rechnen mit
Preissenkungen von zwanzig Prozent. Zusätzlich wird auch der Service
für Konsumenten besser."

Der Preis alleine ist für Konsumenten aber nicht ausschlaggebend:
90,6 Prozent der Befragten beurteilen die Zuverlässigkeit und 81,2
Prozent die Vertrauenswürdigkeit eines Postdienstleisters als "sehr
wichtig".

Der Abschaffung des Postmonopols stehen fast zwei Drittel der
Bevölkerung (62 Prozent) positiv gegenüber. Die positive Zustimmung
ist aber mit Vorbehalten verbunden: Zwei von drei Konsumenten fordern
verbindliche Qualitätsstandards für alle Postunternehmen. Gar 82,8
Prozent der Befragten fordern bessere Serviceleistungen, wie etwa
dass Nachsendeaufträge und Urlaubspostfächer unbürokratischer
funktionieren sollen als bisher.

Regeln für alle Postler gefordert

Kirisits sieht Handlungsbedarf für alle Postunternehmen: "Als
größter privater Anbieter haben wir ein natürliches Interesse daran,
dass die Öffnung des Postmarkts ein Erfolg wird. Konsumenten
verstehen darunter bessere Leistungen zu einem kleineren Preis."
Damit in Österreich ein Wettbewerb um Qualität in Gang kommt, legt
redmail nun als Erster umfangreiche Regeln vor, die ab sofort für
seine Zusteller gelten. Darin wird unter anderem festgelegt, dass
redmail mehrere Zustellversuche unternimmt, bevor eine Sendung zum
Absender zurückgeschickt wird, wie sich die Zusteller gegenüber
Hausbewohnern zu verhalten haben und wie die Daten der Konsumenten
geschützt werden.

Kirisits: "Der Markt braucht verbindliche Standards. Mit den neuen
Regeln für die Zustellung gehen wir für die gesamte Branche einen
Schritt nach vorn. Hier decken sich unsere Interessen mit jenen der
Konsumentenschützer. " Die Eigeninitiative von redmail reicht laut
Kirisits aber noch nicht aus. Er fordert von der kommenden Regierung
die Einrichtung eines Gütesiegels für Postunternehmen, damit
"Konsumenten auf einen Blick die seriösen von den weniger seriösen
Postlern unterscheiden können". Um den Unterschied zu anderen
Anbietern deutlicher zu machen, hat redmail in diesem Jahr als erstes
Postunternehmen in Österreich eine ISO-Zertifizierung vorgenommen.

Ein interessantes Ergebnis der Umfrage ist auch, dass Frauen viel
höhere Ansprüche an Postler stellen als Männer: Für 92 Prozent der
Frauen muss ein Postler zuverlässig sein, drei Viertel erachten
Schnelligkeit als sehr wichtig und ein Drittel will billige
Leistungen. Männer interessiert die Postzustellung deutlich weniger.

Lösung für Briefkasten-Dilemma

Um den Streit über die Umrüstung der Postkästen zu beenden, hat
redmail eine Lösung ausgearbeitet, nach der die Postunternehmen die
Umstellung bezahlen. Um die Last auf alle Firmen gerecht zu
verteilen, soll der Staat die Umrüstung vorfinanzieren und von den
Unternehmen eine Benützungsgebühr einheben. Die Höhe der Gebühr wird
für jedes Postunternehmen entsprechend seinem Marktanteil jährlich
festgelegt. "Das ist wie bei der Bahn. Die Schieneninfrastruktur soll
in der Hand der Allgemeinheit sein - in unserem Fall sind das die
Briefkästen - und wer die öffentliche Infrastruktur benützt, der soll
dafür zahlen. Das wäre eine faire Lösung", schloss Kirisits.

redmail setzte 2005 mit 450 Beschäftigten und 4.500 Zustellern
über 52 Mio. Euro um. Das Unternehmen ist ein Joint Venture zwischen
der Styria Media AG und der TNT Post. redmail war bisher vorwiegend
für Geschäftskunden tätig. Das Kerngeschäft ist die
Zeitungszustellung (Kleine Zeitung, Presse, Standard, Salzburger
Nachrichten, Wiener Zeitung), die Verteilung von Prospekten und die
Briefzustellung. In Österreich deckt redmail bereits mehr als 80
Prozent der Haushalte ab.

Bitte beachten Sie folgende Grafik zum Download:

Fotos >redmail Geschäftsführer Mag. Bernd Kirisits:
http://www.redmail.at/news/pressefotos.html

Postmarkt-Liberalisierung: Erwartungen der Konsumenten,
Qualitätsstandards, wichtige Eigenschaften von Postunternehmen:
http://www.redmail.at/news/graphiken

Rückfragehinweis:
Agentur Skills
Mag. Niklas Jelinek
Tel.: (01) 505 26 25 - 27
mailto:[email protected]

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