• 17.10.2006, 19:29:53
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  • OTS0227 OTW0227

Erdbebenübung Rheintal 06: Positive Erkenntnisse

Aktueller Lagebericht von LR Schwärzler

Bregenz (VLK) - Die heute früh angelaufene trinationale
Erdbebenübung Rheintal 06 ist bisher gut verlaufen, teilt
Sicherheitslandesrat Erich Schwärzler mit. Unmittelbar nach dem
Inkrafttreten der Übungsannahme - ein Erdbeben der Stärke 6 nach
Richterskala mit Epizentrum bei Sennwald (CH) - nahmen Führungsstäbe
und Einsatzkräfte die Arbeit auf. Laut LR Schwärzler gibt es bisher
eine Reihe positiver Erkenntnisse.

Laut Übungsszenario sind auf Vorarlberger Seite acht Tote, 30
Schwerverletzte und rund 90 Leichtverletzte zu beklagen. Die zur
Verfügung stehenden Krankenhauskapazitäten haben sich zur
Unterbringung und Versorgung der Verletzten als ausreichend erwiesen.

Kritische Infrastruktur wie Strom, Wasser und Gas ist
funktionsfähig geblieben. Kleinere Schäden konnten mit
Überbrückungslösungen behoben werden.

Ein weiterer positiver Aspekt: Gemäß Übungsannahme waren rund
2.200 Obdachlose aus Feldkirch, Rankweil und Meiningen zu versorgen.
Diese konnten unter anderem im Großraum Dornbirn, im Blumeneggsaal in
Thüringen und im Ramschwagsaal in Nenzing untergebracht werden. In
öffentlichen Gebäuden in Feldkirch wären noch Kapazitäten für weitere
500 Personen frei.

Die hohe Präsenz des Bundesheeres und der Exekutive stellt sicher,
dass nicht mehr bewohnbare Gebäude bewacht und vor Plünderungen
geschützt sind.

Für Informationen wurde neben der bestehenden Hotline (05574/130)
ein Info-Service für die Bevölkerung eingerichtet: Telefon
0810/810600 (8.00 Uhr bis 22.00 Uhr).

Nachbeben möglich

Laut Geologe Walter Bauer können aufgrund der Ereignisstärke
weitere Nachbeben nicht ausgeschlossen werden. Es wird daher
empfohlen, dass beschädigte Gebäude in der Nacht nicht bewohnt werden
und die Verhaltenshinweise (siehe Anhang) unbedingt befolgt werden,
betont Landesrat Schwärzler.

Verhaltenshinweise bei Erdbeben für die Bevölkerung:

1.) Wenn Sie in der nächsten Zeit aus dringenden Gründen in ein
Gebäude gehen müssen, beachten Sie:
- Ruhe bewahren, nicht die Nerven verlieren;
- Strom und Gas abstellen;
- Nicht telefonieren, wenn Sie eine Gasleitung im Haus haben
(Explosionsgefahr durch Funken);
- Einen Platz einnehmen unter einem Tisch oder einem Türrahmen
(Innentüre) oder in der Ecke;
- Sich fernhalten von Fenstern, Balkonen, Aussentüren;
- Nicht rauchen, wenn Sie eine Gasleitung im Haus haben
(Explosionsgefahr)
- Nicht den Aufzug benutzen;
- Nicht versuchen, während des Bebends das Haus zu verlassen, es sei
denn, man befindet sich im Erdgeschoss und in unmittelbarer Nähe
eines freien Platzes. Nach dem Beben das Gebäude jedoch so schnell
wie möglich verlassen.
- Nach dem Hauptbeben (ein Nachbeben ist jederzeit möglich) Radio
hören und die Anweisungen befolgen.
- Dokumente und dringend benötigte Gegenstände mitnehmen und das
Gebäude über das Treppenhaus verlassen. Warme Decken und warme
Bekleidung mitnehmen.
- Nicht versuchen, sich schnell zur Schule zu begeben oder dorthin zu
telefonieren, wenn Ihre Kinder dort sind, denn sie sind in der Obhut
der Lehrer.
- Familien und Gruppen sollen beisammen bleiben.
- Sich den Rettungseinheiten zur Verfügung stellen und sich bei den
Rettung- und Einsatzkräften vor Ort melden, um unnögige Suchen nach
Personen zu vermeiden.
2.) Im Freien
- Sich so weit wie möglich von Gebäuden entfernen, falls dies nicht
möglich ist, sich unter einem Vordach in Sicherheit bringen;
- Sich fernhalten von Stromleitungen, Brücken, Felswänden, Bäumen.
3.) Im Auto
- Anhalten;
- Im Wagen bleiben (die Karosserie schützt sie vor allfälligen
Trümmern).

Wenn es nicht unbedingt erforderlich ist, sollten Sie keine
zusätzlichen Personen im Katastrophengebiet aufhalten. Der Raum
Feldkirch ist großräumig zu umfahren.

Rückfragehinweis:

Landespressestelle Vorarlberg
   Tel.: 05574/511-20137
   Fax: 05574/511-20190
   Hotline: 0664/625 56 68 oder 625 56 67
   mailto:presse@vorarlberg.at
   http://www.vorarlberg.at/presse

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