Kunsthistorisches Museum zeigt venezianische Renaissance-Malerei

Ausstellung "Bellini, Giorgione, Tizian und die Renaissance der venezianischen Malerei" von 18. Oktober 2006 bis 7. Jänner 2007

Wien (OTS) - Das Kunsthistorische Museum zeigt ab 18. Oktober 2006 "Bellini, Giorgione, Tizian und die Renaissance der venezianischen Malerei", eine Ausstellung, die gemeinsam mit der National Gallery of Art in Washington organisiert wurde.

In den Jahren zwischen 1500 und 1530 revolutionierten die in Venedig tätigen Maler die traditionelle Malerei und besiegelten damit den internationalen Ruhm der Stadt für die folgenden Jahrhunderte. Hand in Hand mit der Entwicklung neuer Themen und der spezifisch venezianischen Umformulierung traditioneller Sujets ging die Erfindung einer neuen Maltechnik, die es erlaubte, im venezianischen Licht sinnlich materiell erscheinende atmosphärische Phänomene oder verschiedene Texturen wie Haut oder Samt so zu gestalten, dass man sie greifen zu können glaubt. Besondere Bedeutung erlangt dabei die ebenso sinnlich erlebte Landschaft, die in allen Bildgattungen, selbst in Andachtsbildern, ihren Einzug hält. Hier liegt auch der Beginn der später so erfolgreichen Pastorale.

Die Maler inspirierten sich an der Poesie, speziell an der antiken und zeitgenössischen Liebesdichtung, und setzten sie kreativ in Malerei um. Doch auch im Bereich des Portraits, des konkreten männlichen wie des idealen weiblichen, erfanden die Künstler so originelle Formulierungen, dass sie Maler wie Rubens, van Dyck und Rembrandt beeinflussten und darüber hinaus bis ins 19. und sogar ins 20. Jahrhundert wirkten.

Die Ausstellung ist daher weder chronologisch noch nach Künstlern, sondern in fünf Sektionen nach Bildgattungen geordnet, von religiösen Werken, unterteilt in sakrale Bilder und sakrale Geschichten, über Mythen und Allegorien zu Darstellungen von Frauen und Männern, in Form von Portraits oder als Idealbildnisse.

Bisher nie zusammen gezeigte Werke wie das berühmte Giorgione und/oder Tizian zugeschriebene "Concert Campetre" (Ländliche Konzert) des Pariser Louvre neben Giorgiones "Tramonto" (Sonnenuntergang) der Londoner National Gallery und den "Drei Philosophen" des KHM werden vereint mit zwei der berühmten Poesien für das Studiolo des Herzogs Alfonso d’Este von Ferrara: Das "Götterfest", eine Arbeit Bellinis, die nach dessen Tod von Tizian zum Teil übermalt wurde, kommt aus der National Gallery of Art in Washington und ist gemeinsam mit Tizians "Venusfest" aus dem Madrider Prado erstmals in Wien zu Gast.

Neben einzigartigen Werken der Sakralkunst bilden vor allem auch Portraits und Idealbildnisse - darunter Meisterwerke Giorgiones, Tizians und Sebastiano del Piombos - Höhepunkte der Schau: so zum Beispiel Tizians Portrait einer Frau, genannt "La Schiavona" aus der Londoner National Gallery oder sein "Mann mit Handschuh" aus dem Pariser Musée du Louvre.

In der Ausstellung sind insgesamt 61 Kunstwerke zu sehen, 41 Leihgaben von 32 Museen und einem Privatleihgeber sowie 20 Objekte aus den Beständen des Kunsthistorischen Museums. Der Versicherungswert der Schau beträgt über 635.000 Euro.

Der Hauptsponsor der Ausstellung ist BRACCO, ein international führendes Unternehmen - mit Sitz in Mailand - auf dem Gebiet der diagnostischen Bildverfahren. Weitere Sponsoren der Schau sind die Bank für Tirol und Vorarlberg, Uniqa und A1.

(Service: Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog zum Preis von Euro 38,- und ein Vernissage-Heft um Euro 6,50; Übersichtsführungen zur Sonderausstellung: täglich außer Mo 11.30 und 15.30 Uhr; Kinderführungen zur Sonderausstellung: "Teufel, Heilige und freche (B)engel" am 2., 3., 9., 10., 16. und 17. Dezember, jeweils um 16 Uhr; Öffnungszeiten des KHM: Di bis So 10 bis 18 Uhr, Do bis 21 Uhr; www.khm.at)

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