• 14.10.2006, 17:38:09
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Erwin Pröll übt im ÖSTERREICH-Interview scharfe Kritik an Bundespräsident Heinz Fischer in Eurofighter-Frage

Pröll: "Erwarte mir vom Oberbefehlshaber des Bundesheeres eine klare Position."

Wien (OTS) - Der mächtige Niederösterreichische Landeshauptmann
und Mitglied des ÖVP-Koalitionsverhandlungs-Teams, Erwin Pröll, übt
im Interview mit ÖSTERREICH harsche Kritik an Bundespräsident Fischer
in der Eurofighter-Frage. Pröll: "Es wundert, dass der
Bundespräsident als Oberbefehlshaber des Bundesheeres nicht dazu
bereit ist, zum Eurofighter-Vertrag Stellung zu nehmen, obwohl er ihm
übergeben wurde. Vom Oberbefehlshaber des Bundesheeres würde ich mir
in einer derart wichtigen verteidigungspolitischen Frage eine klare
Position erwarten." Die Risse zwischen SPÖ und ÖVP seien immer noch
tief. Pröll: "Alles aufgearbeitet ist noch längst nicht. Das hat
nichts mit überdurchschnittlicher Sensibilität zu tun, sondern mit
Fakten. Der Vorgang um die Eurofighter ist der Beweis. Der
Bundespräsident sollte die höchste moralische Instanz sein und alles
tun, um wieder zusammen zu bringen, was zwischen den Parteien
zerbrochen wurde. Dass der Bundespräsident sich hier zur Seite
stellt, wundert mich."

Zum Koalitionsklima betont Pröll: "Das politische Klima ist total
vergiftet. Die Diskussion der SPÖ-Landeshauptfrau Burgstaller lässt
tief blicken, wenn sie von "Abrüstungsgesprächen" redet. Die ÖVP hat
nie aufgerüstet, nur die SPÖ, darum muss sie jetzt abrüsten."

Rückfragehinweis:
ÖSTERREICH
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Tel.: (01) 588 11 / 2510, 2810 oder 2910
mailto:[email protected]

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