ÖAMTC: Zahl der Kinderunfälle rückläufig - Sichtbarkeit gerade im Herbst aber enorm wichtig

Licht am Tag hat keinen Nachteil für die Verkehrssicherheit gebracht

Wien (OTS) - Laut Statistik Austria ist die Zahl der Kinderunfälle im ersten Halbjahr 2006 (im Vergleich zum Vorjahr) um sechs Prozent zurückgegangen, die der verletzten Kinder um zehn Prozent. Auch die Zahl der Schulwegunfälle ist in den vergangenen Jahren gesunken. Aber gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit steigt durch Nebel und die früher einsetzende Dämmerung und Dunkelheit die Gefahr, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. Eine effektive Hilfe, um die Sichtbarkeit speziell der Kleinen zu erhöhen, ist die Verwendung reflektierender Materialien. "Wer reflektierende Kleidung trägt, ist von einem Autofahrer mit Abblendlicht bereits aus 150 Metern erkennbar, ein Fußgänger mit dunkler Kleidung erst auf 30 Meter", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Dora Donosa. Auch unbeleuchtete Fahrzeuge stellen eine Gefahr dar. Fußgänger müssen Fahrzeuge rechtzeitig erkennen können. "Diesbezüglich hat Licht am Tag für die Verkehrssicherheit bestimmt keine Nachteile gebracht." In welchem Ausmaß sich Licht am Tag positiv auf die Reduktion der Unfallzahlen ausgewirkt hat, dazu bedarf es allerdings einer detaillierten Evaluation.

Um den Kleinen zu zeigen, wie wichtig Sichtbarkeit ist, hat die ÖAMTC-Expertin einen spielerischen Trick: Das Kind versucht mit einer Taschenlampe aus einiger Entfernung zwei Familienmitglieder bei Dunkelheit zu erkennen. Einer trägt reflektierende Materialen, der andere nicht. "So sieht das Kind, wen der Autofahrer mit Abblendlicht bei Dunkelheit schneller erkennen kann und wie groß der Unterschied ist", sagt Donosa. Unbeleuchtete Fahrzeuge können von Kindern gerade bei schlechten Sichtbedingungen nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Das bedeutet ein großes Sicherheitsrisiko.

Die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder ist übrigens in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurückgegangen. Während es 1985 noch 84 getötete Kinder gab, waren es im Vorjahr 25. Heuer waren sechs tödlich verunglückte Kinder im ersten Halbjahr 2006 zu beklagen.

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