- 12.10.2006, 12:56:00
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Morak beruft Robert Fleck zum Österreichkommissär für die Kunstbiennale Venedig 2007 - "kompetenter und international verankerter Kurator"
Robert Fleck präsentiert Herbert Brandl - "packendstes und stimmigstes Vorhaben"
Wien (OTS) - "Robert Fleck ist ein erfahrener, kompetenter,
international verankerter Ausstellungsmacher und Ausstellungskurator.
Ich freue mich daher, dass Robert Fleck als Österreich Kommissär der
Biennale Venedig 2007 zur Verfügung steht. Er ist eine gute
Besetzung", so Kunststaatssekretär Franz Morak, heute Donnerstag in
der Pressekonferenz mit Robert Fleck und Herbert Brandl, den Robert
Fleck als Künstler für den Österreichbeitrag ausgewählt hat.
Der Lebenslauf von Robert Fleck - unter anderem Bundeskunstkurator,
Kurator der Ausstellung 100 Jahre Secession oder der Manifesta 2
sowie seine Tätigkeit als Direktor der Kunsthochschule von Nantes und
seit 2004 als Direktor der Deichtorhallen in Hamburg "prädestiniert
Fleck für diese Position. Im Rahmen seiner Tätigkeit hat er den
Schwerpunkt auf die Internationalisierung und große
Einzelausstellungen gelegt", betonte Morak. Robert Fleck bringe zu
dem auch den "Blick von Außen mit, der mir immer sehr wichtig war.
Bei Fleck verbinde sich "internationale Vernetzung in
beeindruckender Weise mit der Kenntnis der Österreichischen
Kunstszene. Ich bin sehr zuversichtlich, dass Robert Fleck mit dem
von ihm nominierten Künstler Herbert Brandl Österreich auf der
Biennale - dem Mittelpunkt der internationalen Kunstwelt -
positioniert. Ich gratuliere Fleck zu dieser Entschiedenheit", so
Morak.
Robert Fleck, der die Tätigkeit als Österreichkommissär als "größte
Aufgabe in der Kunstwelt mit wenigen Ausnahmen" bezeichnete,
erläuterte seine Beweggründe, Herbert Brandl für den Österreich
Beitrag auszuwählen. Schon seit 2001 waren die Beiträge Österreichs
mit den Kuratoren Elisabeth Schweeger, Kasper König und Max Hollein
"in hochkarätiger Tradition und haben breite internationale
Ankerkennung gefunden. In dieser Linie ist auch die Entscheidung für
Herbert Brandl zu sehen", so Fleck. Auch im Zusammenhang mit der
Auswahl der Künstler anderer Länder sei seine Entscheidung zu
sehen, wie z.B. Isa Genzken (deutscher Pavillon) oder Tracey Emin
(britischer Pavillon) oder Felix Gonzalez-Torres ( US-amerikanischer
Pavillon) oder Sophie Calle (französischer Pavillon). "In diesem
Kontext wollte ich eine Ausstellung von Herbert Brandl präsentieren.
Die Entscheidung für Herbert Brandl und für eine Einzelausstellung im
österreichischen Pavillon scheint mir das packendste und stimmigste
Vorhaben, insbesondere auch wenn man sich vorstellt, neben die
genannten Pavillons einen Pavillon mit der Malerei von Herbert Brandl
zu stellen", betonteFleck.
Ein weiterer Beweggrund sei, dass Herbert Brandl seit seiner
Beteiligung an der documenta 1992 ein "malerisches Werk auf
Weltniveau" erarbeitet habe, so Fleck. Es sei längst an der Zeit, ihn
auch auf der Biennale zu präsentieren. "Die Nationalpavillons auf der
Biennale als wesentliche Foren in der Kunstwelt können die
definitive internationale Anerkennung des Werks eines Künstlers
bringen, der sich in einem aufsteigenden Abschnitt seines Werks
befindet. Erfolgreiche Pavillons haben sehr oft so funktioniert. Für
Herbert Brandl sind die Voraussetzungen dafür gegeben, da er
international bekannt, aber zugleich noch ein Tipp unter Kennern
ist", betonte der Österreichkommissär. Schließlich möchte Fleck auf
die Architektur des Pavillon reagieren bezog sich dabei auf das Werk
Brandls. Josef Hoffmann hat den österreichischen Pavillon 1934 wie
eine zweite Sezession angelegt. Die bauliche Grundidee und viele
Einzelheiten des Pavillons, die Lichtsituation beispielsweise,
verdoppeln gewissermaßen die Secession. Für diese secessionsartige
Situation ist Herbert Brandl prädestiniert", erklärte Robert Fleck.
Brandl sagte bei der Pressekonferenz, dass auch er die "Auswahl
richtig" finde, aber "man bräuchte 10 oder 100 Pavillons, um die
hervorragenden Künstler aus Österreich zu präsentieren. Ich werde
Malerei machen und für die Biennale eine eigene Werkreihe
erarbeiten", so der Künstler.
Die Kunstbiennale Venedig findet von 10. Juni bis 21. November 2007
zum 52. Mal statt. Direktor der Kunstbiennale ist Robert Storr.
Rückfragehinweis:
Staatssekretariat für Kunst und Medien
Mag. Katharina Stourzh
Tel.: (++43-1) 53115/2228
mailto:[email protected]
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