• 12.10.2006, 10:12:11
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FPÖ: Energieautonomie für SPÖ leider kein Thema

Hofer: In Gusenbauers Programm wird Energie und Umwelt völlig ausgespart

Wien (OTS) - Verwundert zeigt sich die FPÖ darüber, dass in jenem
10-Punkte-Programm, das die SPÖ als bisheriger Wunschpartner der
Grünen als Grundlage für Regierungsgespräche präsentiert hat, die
Themen Energie und Umwelt als zentrale Zukunftsfragen für Österreich
völlig ausgespart werden.

FPÖ-Vizebundesparteiobmann Norbert Hofer: "Die außerordentlich hohe
Abhängigkeit Österreichs von fossilen Energieträgern wird zwangsweise
auch zu einer Belastung für Wachstum und Beschäftigung in Österreich
werden. Die Preisschraube dreht sich weiter nach oben. Österreich
muss sich von seinem rückwärts gerichteten Anti-Ökostromgesetz
verabschieden und einen Gesetzesentwurf nach dem Vorbild des
deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) auf Schiene bringen. Ein
Zukunftsprogramm, das diese essenzielle Frage völlig ausspart, hat
seinen Namen nicht verdient."

"Österreich wurde in den letzten 30 Jahren in eine energiepolitische
Abhängigkeit manövriert, die in einer Sackgasse endet", so Hofer.
Derzeit beziehe Österreich 60 Prozent seines Erdgasbedarfes aus
Rußland. Wenn Rußland aus irgendeinem Grund sein Erdgas nicht liefern
könne oder wolle, bleibe ein Viertel der Haushalte in Österreich ohne
Wärme und zigtausend Arbeitsplätze würden verloren gehen, weil unser
Gewerbe und unsere Industrie ebenfalls
überwiegend durch russisches Gas versorgt würden.

Aber auch die neue Nabucco-Pipeline, ein Liebkind von Minister
Bartenstein, verstärke die Abhängigkeit Österreichs von Drittstaaten,
erläuterte Hofer. Diese Pipeline sei letztendlich die Eintrittskarte
der Türkei in die Europäische Union. Sie soll auf einer Strecke von
mehr als 3000 Kilometern von der kaspischen Region bis nach
Baumgarten in Niederösterreich führen. An diesem Projekt sind neben
Österreich und der Türkei auch Ungarn, Rumänien und
Bulgarien beteiligt.

"Ziel einer neuen Bundesregierung muss der kontinuierliche und
konsequente Ausbau von Wind- und Kleinwasserkraftwerken sowie die
verstärkte Nutzung von Biomasse, Photovoltaik und Geothermie sein",
so Hofer. Und das sei eben nur mit einem österreichischen
Erneuerbare-Energien-Gesetz möglich.

Rückfragehinweis:
FPÖ - Büro HC Strache
Karl Heinz Grünsteidl, Bundespressereferent
+43-664-4401629, [email protected]

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