BZÖ-Mandatar: Westenthaler hat keine 100 Tage Schonfrist mehr

Interne Querelen: Klaus Wittauer übt heftige Kritik an seinem Parteichef

Wien (OTS) - Seine Prügel-Affäre, über die derzeit die Staatsanwaltschaft Wien entscheidet, bringt Peter Westenthaler auch intern unter Druck. "Wenn das stattgefunden hat, muss er Konsequenzen ziehen", kritisiert der Tiroler Nationalratsabgeordnete Klaus Wittauer (BZÖ). "Ich will in keiner Prügelpartei sein", so Wittauer im Gespräch mit der Tageszeitung ÖSTERREICH. Und: "Westenthaler muss erst beweisen, dass er Führungsqualitäten hat und das Bündnis abseits des Wahlkampfs führen kann."

Und wieviel Zeit hat Westenthaler dafür? "Nicht viel", sagt der Noch-Abgeordnete, der für seine Kritik "breite Unterstützung" in den Länderorganisationen ortet. "Die berühmten 100 Tage hat Westenthaler nicht mehr." Gerade dessen politische Heimat Wien habe bei den Wahlen mit 1,86 Prozent "komplett ausgelassen". Die logische Konsequenz für Wittauer: "Westenthaler ist sicher kein Gewinner."

Auch die allzu reißerischen Ausländer-Parolen seien verpufft, kritisiert der Tiroler, der den Wiedereinzug in den Nationalrat knapp verpasste. "Wir sollten nicht die FPÖ rechts überholen, sondern uns als liberale Partei rechts der Mitte positionieren." Nicht begeistert hat ihn zudem BZÖ-Quereinsteiger Veit Schalle: "Er hat nicht die Berechtigung im Parlament zu sitzen. Schalle hat uns nicht genutzt."

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