- 11.10.2006, 20:05:57
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BZÖ-Mandatar: Westenthaler hat keine 100 Tage Schonfrist mehr
Interne Querelen: Klaus Wittauer übt heftige Kritik an seinem Parteichef
Wien (OTS) - Seine Prügel-Affäre, über die derzeit die
Staatsanwaltschaft Wien entscheidet, bringt Peter Westenthaler auch
intern unter Druck. "Wenn das stattgefunden hat, muss er Konsequenzen
ziehen", kritisiert der Tiroler Nationalratsabgeordnete Klaus
Wittauer (BZÖ). "Ich will in keiner Prügelpartei sein", so Wittauer
im Gespräch mit der Tageszeitung ÖSTERREICH. Und: "Westenthaler muss
erst beweisen, dass er Führungsqualitäten hat und das Bündnis abseits
des Wahlkampfs führen kann."
Und wieviel Zeit hat Westenthaler dafür? "Nicht viel", sagt der
Noch-Abgeordnete, der für seine Kritik "breite Unterstützung" in den
Länderorganisationen ortet. "Die berühmten 100 Tage hat Westenthaler
nicht mehr." Gerade dessen politische Heimat Wien habe bei den Wahlen
mit 1,86 Prozent "komplett ausgelassen". Die logische Konsequenz für
Wittauer: "Westenthaler ist sicher kein Gewinner."
Auch die allzu reißerischen Ausländer-Parolen seien verpufft,
kritisiert der Tiroler, der den Wiedereinzug in den Nationalrat knapp
verpasste. "Wir sollten nicht die FPÖ rechts überholen, sondern uns
als liberale Partei rechts der Mitte positionieren." Nicht begeistert
hat ihn zudem BZÖ-Quereinsteiger Veit Schalle: "Er hat nicht die
Berechtigung im Parlament zu sitzen. Schalle hat uns nicht genutzt."
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